Kapitel 8
,,Lass mich los" zischte ich und versuchte mich von der Person los zu reißen. ,,Sei leise" fauchte diese. ,,Sonst?" wollte ich wissen. ,,Sonst erkläre ich deinem kleinen Freund Pee, wer du wirklich bist." meinte er. ,,Wer bin ich denn?" funkelte ich ihn an. ,,Das musst du schon selber herausfinden" Der Unbekannte lachte, dann zog er mich mit in eine dunkle Wohnung.
,,Was willst du von mir?" zischte ich. ,,Wirst du noch erfahren" meinte er spöttisch und zog sich seine Kapuze herunter. Es war ein Mann mittleres Alter, ich kannte ihn nicht. Er hatte langes braunes Haar, das er zu einem Dutt zusammen gebunden hatte. Seine Augen waren blau und sein Gesicht zierten einige Narben. ,,Wer sind Sie?" fragte ich überrascht. ,,Das ist unwichtig" meinte er und lehnte sich an die Theke. ,,Das wichtigerer ist, wer bist du?" Ich starrte ihn an, was meinte er? ,,Ich bin, Windy?" meinte ich zögerlich. ,,Wirklich?" sagte er und seine Augen durchbohrten mich. ,,Ich, ich weiß nicht" murmelte ich, da ich mir nicht mehr sicher war. ,,Aber ich" sagte er sanft und kam näher. ,,Ähm, was?" meinte ich überrascht und trat einen Schritt zurück, sofort stoppte er.
,,Du bist nicht Windy" sagte er dann, nach einem Moment Stille. ,,Was? Warum? Wer soll ich sonst sein? Und woher sollen Sie das wissen? Wer sind sie überhaupt?" fauchte ich ihn an. Er fuhr sich müde über sein Gesicht, dann murmelte er: ,,Ich bin dein Vater" ,,Was?" schrie ich erschrocken und starrte ihn an. ,,Du bist, was? Mein Vater?" ,,Ja, und" er stoppte plötzlich und starrte an mir vorbei.
Langsam drehte ich mich um. Jemand starrte uns von draußen an. ,,Scheiße" sagte mein Vater? Und zog sich seine Kapuze wieder auf. ,,Du musst auf dich aufpassen, okay?" meinte er dann und lächelte mich an. Ich nickte nur, denn ich verstand nichts mehr. ,,Aber, hey, warte mal" rief ich dann plötzlich, als er eine Tür aufstieß. ,,Ja?" Er drehte sich nochmal um. ,,Wer ist das da draußen?" fragte ich. ,,Dein Freund Pee" meinte er und schnitt eine Grimasse, dann verschwand er durch die Tür und ich war alleine. Vorsichtig öffnete ich die Tür nach draußen und starrte in das überraschte Gesicht von Pee. ,,Hey" meinte ich vorsichtig und trat zu ihm. ,,Hey, Windy, was machst du hier?" fragte er und musterte mich besorgt. ,,Ich, ich konnte nicht schlafen" meinte ich und strich meine Haare nach hinten. ,,Achso, dann los, wir sollten zurück nach Hause" meinte er und drehte sich um.
>Nach Hause< Ein seltsames Gefühl stieg in mir auf, als ich das Wort mit dem Haus verglich. Das war nicht mein Zuhause.
,,Okay" meinte ich leise und folgte ihm durch die Stadt. Schließlich standen wir wieder vor Amber's Haus, wo Pee die Tür öffnete und wir nach oben schlichen. Dort legten wir uns in unsere Betten und es herrschte Stille. Ich dachte nach, über dieses Treffen mit dem Mann, der sich meinen Vater nannte. Konnte er das wirklich sein? Er war mir nicht ähnlich, er hatte behauptet ich hieße nicht Windy. Warum nur?
Mein Name war Windy, oder? Ich zweifelte, was war überhaupt los. Warum war mein Vater vor Pee abgehauen? Hatte er Angst vor ihm? Sollte ich auch Angst haben?
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