Hoffnung

Astrid Sicht:

"DAS!", antwortet er nur und zieht die Maske ab. Kurz streicht er sich mir den Fingern durch die Haare und sieht in die Menge. Seine waldgrünen Augen blitzen auf und seine Haare sind etwas länger als vorher. Er hat sich sehr verändert, immerhin sind seit ich ihn das letzte mal gesehen habe über 6 Jahre lang nicht gesehen. Sein Gesicht ist viel kantiger geworden und seine Augen strahlen in einem noch intensiveren grün. Ich muss augenblicklich lächeln und sehe ihn einfach nur an. Lange Zeit sagt keiner ein Wort, bis dann ein kleiner Junge ruft, "Das ist Hicks!", sofort fangen alle an zu tuscheln und man hört Sätze wie, "Ich dachte der Verräter wäre weg!" oder "Der Schwächling ist wieder da!". Wütend sehe ich zu denjenigen die so etwas sagen, meist Jorginsons, aber auch einige Ingermanns schließen sich an. Plötzlich sehe ich Trauer in Hicks Augen aufblitzen und folge seinem Blick, er sieht Haudrauf an, der keinerlei Zeichen gibt, dass er seinen Sohn erkannt hat. In mir zieht sich alles zusammen, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sehr das schmerzen muss, wenn sein eigener Vater einen nicht wieder erkennt.... Vorsichtig bewege ich mich auf Hicks zu, doch er ist schon wieder auf dem Weg zu seiner Zelle. So schnell ich kann, laufe ich ihm nach und hole ihn kurz vor dem Gebäude ein. Ich greife nach seiner Hand und keuche, "Hicks! Bleib... bleib bitte mal stehen....". Er dreht sich zu mir um und lächelt mich an, wie ich es vermisst habe. ich falle ihm um den Hals und ziehe ihn eng zu mir. Plötzlich kommen mir die Tränen, was wäre wenn Haudrauf nicht auf mich gehört hätte? Wenn niemand Notiz von mir genommen hätte? Wenn sie Hicks verbannt hätten? Leise laufen mir ein paar Tränen über meinen Wange, Hicks drückt mich leicht von sich weg und wischt mir sanft die Tränen von de Wangen. Dann zieht er mich wieder zu sich und streicht mir vorsichtig über den Rücken, langsam beruhige ich mich. Sie haben Hicks nicht verbannt und nur das ist wichtig! Er ist noch da, er hat mich nicht verlassen... er wird mich nicht mehr verlassen... Plötzlich kommen mir wieder Heidruns Worte in den Sinn, "Dieser Mann ist krank! Todkrank!...", wieder fange ich an zu weinen und vergrabe mein Gesicht in Hicks Schulter. "Hey... es wird alles gut.... alles wird wieder gut...", flüstert Hicks leise und ich schüttle nur den Kopf. "Nein... wird es nicht....", flüstere ich leise und schlucke. "Hör zu Astrid ich...", versucht Hicks zu erklären, aber seine Stimme bricht und er schluckt. "Stimmt es, stimmt das was Heidrun gesagt hat?", frage ich leise und sehe ihm in die Augen, ich sehe Trauer darin Aufblitzen und schon weiß ich die Antwort. "Es stimmt also....", krächze ich kraftlos und wieder sammeln sich Tränen in meinen Augenwinkeln. Erneut umarmt mich Hicks und streicht vorsichtig über meine Haare. "Es tut mir Leid... ich... es gäbe da-", versucht Hicks zu erklären, unterbricht sich dann aber selbst. "Was gäbe es für eine Möglichkeit?!", hacke ich schnell nach, ich würde alles für Hicks tun, dafür das er bei mir bleibt, ja bleiben kann. "Astrid....", versucht es Hicks erneut, doch ich will nicht hören! Ich will nicht hören das es zu gefährlich ist! Ich will nicht hören, wie er versucht mich um zu stimmen! "Hicks! Ich. Werde. Mit. Kommen. Und. Du. Wirst. Mich. Nicht. Aufhalten!", ich hole kurz Luft und fahre dann um einiges sanfter fort, "Hicks, du bedeutest mir viel, sogar sehr viel und ich möchte dich nicht noch einmal verlieren.". Auf einmal sehe ich Hicks lächeln und er meint nur, "Das weiß ich... du mir auch...", ich sehe ihn an und er erwidert meinen Blick. "Ich kann mir keine Welt ohne dich vorstellen...", flüstert er und mein Lächeln wird noch breiter. Kurz beuge ich mich vor und gebe ihm einen Kuss. Er sieht mich lächelnd an, bis wir plötzlich ein Geräusch hinter uns hören und herum fahren.

Wer könnte diesen Hiccstrid-Moment gestört haben? Ideen, Vorschläge und Kritik sind immer willkommen😊

Eure Nuli 💚

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