Geständnis

Hicks Sicht: 

Kurze Zeit später finden Ohnezahn und ich Astrid. Lächelnd sitzt sie an einer Klippe und sieht der Sonne dabei zu, wie sie hinter dem Ende der Welt herabsinkt. "Hey..", begrüße ich sie, ebenfalls lächelnd und setze mich dicht neben sie. Vorsichtig lehnt sie sich an mich, legt den Kopf auf meine Schulter und schließt die Augen. Immer noch lächelnd streiche ich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht, hinters Ohr. "Hicks...", flüstert sie leise und schlägt die Augen auf. "Ja?", antworte ich und sehe ihr ernst in die Augen. Ebenso ernst sieht sie zurück, "Wann brechen wir auf?", fragt sie und sieht mich abwartend an. Ich seufze resigniert. Natürlich könnte ich jetzt den unwissenden spielen, aber das möchte ich nicht, 1. weil ich nicht lügen möchte. Auch wenn viele es als "Notlüge" bezeichnen würden, ich will sie nicht anlügen und ich werde sie auch niemals anlügen -nie.... Das habe ich mir fest vorgenommen! Und 2. weil ich zwar eigentlich gut lügen kann, aber Astrid anlügen? Niemals! Das könnte ich einfach nicht! Das... würde ich einfach nicht übers Herz bringen... "Astrid ich...", fange ich an zu erklären, stoppe dann aber, da ich das Gefühl habe, dass ich sie damit verletzen würde, ja werde. "Was?!", hackt sie sofort nach und sieht mich streng an. "Ich kann nicht...", hauche ich und spüre, wie mir Tränen über die Wangen laufen. "Hicks!", kreischt Astrid leise und rüttelt an meiner Schulter. "Ich. Kann. Nicht! Astrid....... Ich.... alles tut weh! Mein Kopf, ich habe das Gefühl, dass er gleich platzt! ich spüre meine Beine kaum noch, mein Gesicht ist taub und jeden Morgen, wenn ich aufstehe, schaffe ich es nicht, da ich so stark husten muss.... das- das ich keine Luft bekomme... Ich habe Angst, schreckliche Angst vor dem, was wahrscheinlich passieren wird... Ich bin ein Feigling und ein Nichtsnutz und.... ich bin es nicht wert hier mit dir zu sitzen und.... ich- ich habe solche Angst... Ich habe Momente in denen ich einfach nicht mehr Leben will... ich will einfach nur, dass der Schmerz aufhört!", erkläre ich schluchzend und Astrid nimmt mich in den Arm und streicht mir zaghaft über den Rücken. "Ich will einfach nur, dass es aufhört!", schluchze ich wieder und kralle mich vorsichtig in ihrer Kleidung fest. "Alles wird wieder gut... Hicks, ich bin ja da..", versucht Astrid mich zu beruhigen. Nein! Nichts wird jemals wieder gut! Niemals... nie... nie, wird auch nur irgendwas so sein wie früher... wie damals, vor sechs Jahren... Als ich noch dieser unschuldige, naive und um Anerkennung bettelnde kleine Junge war... nie...

Leider ist dieses Kapitel sehr, sehr kurz, aber mein Vater sitzt mir im Nacken und will, dass ich endlich ins Bett gehe und schlafe! (btw es ist gerad mal 22.00 Uhr und ich sollte schon vor ner Stunde schlafen, tja. Würde ich, wenn ich halt nicht ich wäre😎) Also bis Morgen und fühlt euch gedrückt von mir🤗

Eure Nuli 💚

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