Draculea

Wie ist es noch einmal dazu gekommen? Ach stimmt ja, er hat sich in zwei Idioten verliebt die er heiraten wird. Nun doch ein wenig nervös steht Alexander im schwarzen Anzug am Altar und spielt mit seinen Fingern herum. Der Papst, der es sich nicht nehmen lässt die drei persönlich zu trauen, bemerkt die Nervosität des Paters und schmunzelt. Da im Augenblick jeder redet, hört man ihn nicht so wirklich. „Ist da jemand nervös?" Anderson dreht leicht seinen Kopf und lächelt unsicher. „Durchaus. Man heiratet nicht jeden Tag zwei Leute." Und dann gleich den natürlichen Feind noch dazu. Die Kirche ist voll. Alle von Iskariot sind dabei, Hellsing sitzt ebenfalls hier. Ein paar Leute aus dem Labor Nicoles und auch ihre Familie, die sich überraschend gut mit beiden Parteien verstehen. Die Orgeln beginnen zu spielen und es ist überraschend wie schnell die gesamte Kirche verstummt. Die Eingangstür geht auf und Eintreten tun Alucard im weißen Anzug, der von Nicoles Mutter begleitet wird. Dadurch dass er an sich keine Familie mehr hat und Nicoles Familie beide schon fast adoptiert hatte, hatte sie auch schon Alexander nach vorn gebracht und ist stolz neben dem schwarzhaarigen auch noch gehen zu dürfen. Sie bringt ihn nach vorn und stellt ihn neben Alexander hin, dem sie auch noch die Krawatte richtet. Beide sehen sich an und bekommen das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Selbst Alucard, der eigentlich kein großer Fan von Kirchen ist, findet es doch gar nicht so schlimm hier zu sein. Leicht beugt sich Anderson zu ihm. „Weißt du wie sie reinkommt?" Doch das weiß nicht einmal Alucard, der sich selbst schon ein Kleid anziehen wollte. Schlecht hätte es sicherlich nicht ausgesehen! Aber ein weißer Anzug... ist so ein guter Mittelweg. „Ich kann nicht fassen dass du sie dazu hast überreden können.", erwidert der schwarzhaarige leise und ist immer noch überrascht, dass sie nach ein paar Diskussionen zugestimmt hat. Was er ihr wohl geboten hat? Mit einem Mal ändert sich die Musik. Wo sie vorher noch so extrem klassisch war, kommt jetzt etwas extrem Modernes, jedoch rein instrumental. Ein paar der Söldner und auch die Brüder Nicoles grinsen breit und einige müssen Lachen, während es für die ältere Generation zwar neu, aber nicht schlecht ist. Nicole geht neben ihrem Vater in die Kirche und nicht nur klappt Alucard der Kiefer wegen der Musik runter, sondern auch wegen ihrem Kleid. Da ist die Musik eigentlich zweitrangig gerade. Anderson presst die Lippen aufeinander und spürt das leichte Brennen in seinen Augenwinkeln. Selbst Alucard muss sich gerade emotional zusammenreißen, was aber vom Band ohne abgeschwächt zu werden übertragen wird. Schlussendlich muss auch Nici gleich heulen! Ihr Vater bringt sie bis vor den Altar und nimmt sie noch einmal in den Arm, ehe er sich zurückzieht und sich die drei ansehen. „Wow." Alexander wischt sich kurz lachend eine Träne weg und sieht sie sich noch einmal an. Er hätte nie in seinem Leben gedacht sie einmal so zu sehen. Tatsächlich in einem weißen Hochzeitskleid, welches ihre Figur betont und doch nicht zu viel entblößt. Der Papst könnte gerade nicht stolzer auf die drei vor ihm stehenden sein und beginnt schlussendlich mit der Zeremonie.

Es läuft um einiges anders ab als man es bei einer normalen Hochzeit erwarten würde, aber was ist hier schon normal? Alucard, der seine pocket Dimension dann doch einmal aufgeräumt hatte, zieht für alle drei Taschentücher raus, die man stumm entgegennimmt. Anstatt der Ringe gibt es zum Beispiel die Segnung der Tattoos, die direkte Vermählung mit der Abnahme des Trauversprechens wird umgeschrieben und irgendwelche Fürbitten werden hinten runter geschmissen. Für die Trauzeugen hat sich Alexander Yumiko und Heinkel ausgesucht, bei Alucard ist es Seras geworden und bei Nicole ist ihr großer Bruder eingesprungen. Auch sie müssen alle schlussendlich noch die Dokumente unterzeichnen, bevor auch der Papst persönlich sein Kürzel daruntersetzt. Nicole blickt zum hinteren Ende der Kirche und legt den Kopf in den Nacken um das Buntglasfenster anzusehen. Irritiert runzelt sie die Stirn und ihre Mundwinkel gehen erst runter, ehe sie wieder hochgehen. Baskerville schleicht am Buntglasfenster herum und- Er scheint wohl noch traumatisiert von türkisem Glas zu sein, denn die Teile des Fensters die in eben jener Farbe durch das Sonnenlicht erstrahlen, werden von ihm aus der Fassung geschoben und fallen draußen auf den Boden wo sie höchstwahrscheinlich zersplittern. „Baskerville..." Alucard hört ihre leise Stimme und ist irritiert warum sie jetzt den Namen des Höllenhundes nennt obwohl sie gerade frisch die Trauungsdokumente unterschrieben hat! Doch als er ihrem Blick folgt, schafft er es ebenfalls nicht das Grinsen zurück zu halten. Sein Dämon braucht wohl ein wenig Auslauf. Die beiden sehen sich an und Lachen nur leise vor sich hin, während die Musik der Orgel das Zersplittern des Glases und ihr Lachen übertönt. „Miss Draculea?" Daran wird sie sich wohl noch gewöhnen dürfen! Nicole dreht ihren Kopf und sieht zu Alexander, der ihr eine Hand hinhält. „Pater Draculea?" Sie nimmt seine Hand, damit sie beim Heruntergehen der kleinen Stufen nicht stolpern kann. Alucard nimmt ihre andere Hand und so ziehen sie aus der Kirche aus, um im Garten des Vatikans die kleine Feier nach der Hochzeit zu beginnen. Oder zumindest können die anderen anfangen, sie drei müssen mit ihren Trauzeugen noch ein paar Fotos machen. Nicht umsonst haben die Eltern Nicoles diese extra hier herbestellt! Niemand will wissen wie viel das eigentlich gekostet hat. Bis sie selbst zu der kleinen Feier kommen und zu den Bänken die man extra hier aufgestellt hatte, dauert es eine Weile und alle drei sind halb blind durch die Blitzlichter die sie teils angewendet haben. „Dich einmal im Kleid zu sehen... Ein Traum geht in Erfüllung." Die braunhaarige lacht kurz und sieht zu Alexander. „Wenn es nur das Kleid ist und nicht die Hochzeit..." Seine Lippen auf ihren lassen sie verstummen. „Du weißt was gemeint ist." Den Brautstrauß, welchen man ihr in die Hand gedrückt hat, muss sie auch noch werfen! Man gibt Anderson auch noch einen, der ihn aber an Alucard weitergibt. Will man seinem Blick glauben, so will er auch einen. „Blumen von meinem Ehemann. Wie romantisch.", meint der schwarzhaarige, bekommt dafür aber auch einen kleinen Kuss. „Weitergeschenkt. Bilde dir nichts darauf ein."

Integra hat mit allem gerechnet, aber nicht mit einem Blumenstrauß in der Fresse. Sie fängt das Bündel an Blumen, zusammengebunden mit einer weißen Schleife, auf und sieht warnend zu Alucard. Dieser grinst aber nur breit. Für sie wird es auch einmal Zeit! Nicole macht es auf traditionelle Art und Weise und schmeißt ihn mit dem Rücken zu den anderen in die Menge. Als sie sich umdreht legt sie sich eine Hand auf den Mund und lacht stumm. Makube steht ein wenig überfordert mit dem Grünzeug da und sieht auf es hinunter, ehe sein Blick zu Integra geht die seinen Blick aber nur kurz erwidert. Der amüsierte Applaus verhilft nicht zur Erleichterung dieser leicht komischen Situation. Doch kann man Abhilfe verschaffen, da nun zum Tanz aufgefordert wird. Nicole zieht sich dahingehend so ein wenig zurück und lässt die beiden Männer tanzen. Die können das wenigstens! In den zwei Monaten in denen das alles geplant wurde hat sie genau einen Tanz gelernt und das auch nur weil ihre Eltern unbedingt mit ihr tanzen wollen. Sie presst entgeistert die Lippen aufeinander als Alucard auf sie zukommt, vor ihr stehen bleibt und ihr eine Hand entgegenstreckt. „Miss Draculea, dürfte ich bitten?" Nein, darf er nicht! Scheiße nur wenn die Augen auf ihnen liegen. „Ich hoffe du weißt dass ich nur einen Tanz kann.", murmelt sie leise, lässt sich aber gezwungenermaßen auf die Tanzfläche führen. Das Lied wird geändert und sie ist ein wenig erleichtert. Shallow, damit kann sie ein wenig umgehen. Zwar auch nur instrumental, aber besser als andere Lieder. „Du machst das doch wunderbar, was hast du?", fragt Alucard leise und sieht lächelnd auf sie hinunter. „Ohne deine Führung hätte ich mir schon ein Bein gebrochen." Ein kurzer Kuss, bevor sie sich überrascht von ihm herumwirbeln lässt und im nächsten Moment wieder nah an seiner Brust steht, ehe weitere Tanzschritte folgen. Ein kurzes Räuspern lässt den schwarzhaarigen aufsehen und mit einem leichten Knicks entlässt er Nicole in die Hände Alexanders. „Und du wolltest das nicht. Bereust du es?" Anderson ist ein wenig ruhiger, was die junge Frau begrüßt. „Mit euch beiden bereue ich nichts." Auch wenn sie sich wirklich gewehrt hatte und sich dagegen auflehnte, jetzt im Augenblick will sie nirgendwo anders sein oder mit anderen Leuten. Und gegen ihren Willen fängt sie an Spaß am Tanzen zu entwickeln. Nicht an dem klassischen, aber da nun jetzt die modernen Lieder kommen, wie Castle on the Hill, wird es ein wenig angenehmer. Auch fließt der Alkohol und zwischendurch wird ein wenig gegessen, bis die Feier erneut wieder los geht. Nicoles Eltern unterhalten sich auch mit Yumiko und Heinkel, die gezwungenermaßen gut von Alucard reden müssen damit nichts auffällt. Ihr großer Bruder versteht sich gut mit Seras, die auch mit dem kleinen Neffen gut zurechtkommt und ihr kleiner Bruder hält sich so lange zurück, bis sich Renaldo zu ihm setzt. Nach anfänglicher Skepsis können sich die beiden aber trotz ihres Altersunterschiedes überraschend gut unterhalten.

Baskerville bekommt sogar eine kleine Blumenkrone aufgesetzt, was dem Höllenhund jetzt nicht so wirklich passt. Aber er muss einen normalen Hund mimen, aufgrund der Anwesenheit normaler Menschen. Was er nicht alles für seinen Herrn tut damit er glücklich ist! Kurz verschwindet Nicole mit der Aussage auf die Toilette zu müssen. Das sieht ihr großer Bruder und auch ihr kleiner und beide sondern sich ebenfalls ab. „Habt ihr es reinschmuggeln können?" Mit einem zufriedenen Lächeln holt ihr großer Bruder eine Tüte hervor. „Ich kann nicht glauben dass du das bei deiner Hochzeit anziehst." Ihr kleiner Bruder hingegen hebt nur eine Hand. „Für die Auswahl deiner Musik beim Einlaufen." Grinsend klatscht sie ab und zieht sich schnell um, ehe sie sich streckt. „Sie werden dich hassen." Nicole hingegen schüttelt nur den Kopf. „Sicherlich nicht. Ich wette um 50€ dass Alucard schallend Lachen wird." Seufzend nimmt ihr großer Bruder die Wette an und sie kehren zurück. Aber so, dass sie von hinten an die beiden herantritt. Zwar läuft die Musik weiter, aber die Blicke sind verwirrt auf sie gerichtet. Ihre Mutter legt sich aber nur eine Hand auf das Gesicht. Irgendwie hat sie das ja kommen sehen. Warum ist sie nicht überrascht? Leicht irritiert, warum so komisch gestarrt wird, dreht Anderson seinen Kopf. Wäre es möglich, würde sein Unterkiefer nach unten fallen. „Nicole...?" Nun dreht sich auch Alucard um, sieht sie in dem Pikachu-Kostüm und legt sich lachend eine Hand auf den Mund. Er hatte diese Idee in ihrem Kopf gesehen als er kurz darin gestöbert hat um zu wissen was sie zu Essen möchte. Er hätte aber nicht gedacht dass sie das durchzieht! Alexander hingegen starrt sie ungläubig an, ehe er seufzt. „Setz dich her und trink was. Wie viel hast du heute schon getrunken?" Nein, ihn wundert bei ihr schon gar nichts mehr. Zumindest hat sie sich bei der eigentlichen Zeremonie an das klassische gehalten! Auch wenn die Musik komisch bekannt vorkam. Der Geistliche kann aber nicht sagen woher. Mit leicht hängendem Kopf kommt Nicoles großer Bruder auf sie zu und stellt sich gegenüber von ihr hin, nur der Tisch ist zwischen ihnen. „Ich sollte keine Wette mit dir machen bei der du dir so sicher bist.", gibt er von sich und übergibt ihr das Geld. Die braunhaarige nimmt es schmunzelnd entgegen und zuckt mit den Schultern. „Ich mache keine Wetten wenn ich mir nicht zu 100% sicher bin dass ich gewinne." Amüsiert schnaubt Alucard und verschränkt die Arme. „Du hast uns schon wieder als Wette benutzt? Wo ist mein Anteil? Und Alexanders?" Während ihr Bruder wieder abzieht und sich um seinen Sohn kümmert, lehnt sich Nicole nach hinten und denkt kurz nach. „Oder ich kaufe uns etwas, dass allen drei gefallen könnte." Dass nun die unterschiedlichsten Fantasien angefeuert sind, das sollte klar sein. „Das könnte man als Deal ansehen." Einer der Fotografen zieht die Aufmerksamkeit auf sich und will ein gemeinsames Foto von ihnen machen. Vor allem jetzt, da sie sich umgezogen hat. Nun entsteht ein Bild, welches im gemeinsamen Zimmer im Anwesen hängen wird. Alucard und Alexander im Kuss vereint, während Nici im Pikachu-Kostüm ihre Arme über beide Schultern gelegt hat, ihr Kopf ist oberhalb von beiden und sie grinst verschmitzt in die Kamera.

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