*21*
Als er selbst um Mitternacht nicht hier ist macht es mich schon verrückt und mir geht alles möglich durch den Kopf. Habe ich etwas falsch gemacht? Ich wüsste nicht was und das bringt mich noch mehr zum nachdenken. Still sitzen und warten geht garnicht mehr, ich laufe wie ein Irrer durch das Haus und zerbreche mir den Kopf darüber. Als ich ein Geräusch höre schrecke ich kurz auf und laufe in Mark's Zimmer...
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Mark
Ich fange an seinen Hals mit Küssen zu übersehen doch als ich auf seine Pulsader treffe halte ich inne, mein Hunger macht mir zu schaffen und sein Geruch gibt mir den Rest. Im letzten Moment zische ich auf und verlasse das Haus. Ich versuche mich zu beruhigen und realisiere, dass ich ihn gerade fast gebissen hätte.. Dies zeigt mir wieder wie gefährlich alleine ich schon für ihn sein kann..
Ich seufze auf und raufe mir schon fast die Haare aus dem Kopf...ich war kurz davor ihn zu beisen..es hat nur noch ganz wenig gefehlt, dann hätte ich es getan. Natürlich könnte man das jetzt auf meinen Hunger schieben aber es ändert nichts daran, dass ich ihn fast gebissen hätte. Ich halte es nicht mehr aus und muss jetzt jagen aber ich will keine Menschen mehr jagen..es breitet sich ein schlechtes Gewissen aus wenn ich auch nur daran denke.
Einwenig angewiedert von meinen jetzigen Gedanken fange ich an Tiere zu jagen..das mich dieser Junge wirklich schon so weit treibt... Wie hält Jaebum das so aus? Man muss einfach viel mehr trinken um auch nur annähernd Satt zu sein und dazu ist es wiederlich. Erst nach Mitternacht traue ich mich wieder vor Jackson zu stehen und so gehe ich in mein Zimmer. Die Tür wird aufgerissen und er schaut mich aus glasigen Augen an.
„Wo zur Hölle warst du?!" Jackson fällt mir um den Hals und zögernd schliese ich ihn in meine Arme. „Jackson...ich..ich bin nicht gut für dich." „Wieso kommst du jetzt wieder auf dieses behinderte Thema?! Weist du eigentlich wie viele Sorgen ich mir gemacht habe?! Du haust einfach so ab ohne mir bescheid zu sagen und dann auch noch so lange? Bist du noch ganz dicht?! Hättest du mich nicht anrufen können? Selbst eine kleine Nachricht von wegen "Mir geht es gut" oder "mach dir keine Sorgen" hätte mir gereicht!"
Er hat sich mittlerweile von mir gelöst und läuft schreiend durch das Zimmer. „Es tut mir leid ich wusste nicht-" „Du wusstest was nicht?! Das ist nun schon das zweite mal! Das erste mal warst du ganze zwei Wochen spurlos verschwunden und hast mich alleine gelassen, weist du was mir durch den Kopf ging?! Ich hatte Angst das du wieder weg bist!" Seine Stimme wird immer brüchiger und ich beise die Zähne zusammen.
„Ich hätte dich fast gebissen Jackson! Deswegen bin ich gegangen!" „W-Was..?" Ich atme einmal tief aus und setze mich auf die Fensterbank. „Du kommst auf solche Gedanken aber nicht darauf, dass ich vielleicht kurz davor war dich umzubringen?" Er kommt auf mich zu und ich fahre mir gestresst durch's Haar.
„Wenn ich mich in meinem Hunger selbst bei dir nicht kontrollieren kann Jackson-" „Aber du hast es nicht getan." „Was wenn ich es getan hätte?!" „Hast du aber nicht! Wieso lässt du überhaupt zu das du Hunger hast!" „Weil ich niemanden mehr umbringen will! Das wollte ich noch nie, aber da mir Menschen vor kurzem noch scheiss egal waren habe ich es getan! Seit ich dich habe fällt es mir immer schwerer und da hungere ich lieber als jemanden umzubringen!"
Er seufzt und kommt mir näher. Besorgt sieht er mich an und legt seine Hand auf meiner Wange ab. „Ich kann verstehen wenn dir das alles schwer fällt..aber ich will das du mir genau erzählst was dein Problem ist, gemeinsam finden wir eine Lösung. Du hättest, ich wiederhole, du hättest mich fast gebissen aber hast es nicht. Du hast dich zusammengerissen und ich werde jetzt nicht Angst vor dir haben. Bitte hör auf es dir selber so schwer zu machen.."
Ich lege meine Hand auf seiner ab, die er an meiner Wange hat und schliese meine Augen. „Wenn du es nicht mehr über's Herz bringst dann kann ich auch dies verstehen, aber irgendwann musst du irgendetwas 'essen'. Du könntest es ja mit Tieren versuchen..wenn es auf Dauer nicht klappt bleibt dir nunmal nichts anderes übrig als so weiter zu machen wie bisher."
„Jackson ich habe Angst, Angst davor dir weh zu tun." „Das brauchst du nicht.." Er stellt sich zwischen meine Beine und legt seinen Kopf auf meiner Brust ab. „Du wirst mir nicht weh tun, das weis ich." „Was wenn doch?" „Hör auf so zu denken, wenn du so denkst ist die Wahrscheinlichkeit das du es tust höher. Glaub selbst daran das du mir nichts tun wirst, dann passiert es auch nicht."
Ich kann nur ein Nicken von mir geben und staune wieder darüber, wie schnell er mich beruhigen kann. „Falls so etwas wieder passieren sollte oder du irgendeinen anderen Grund hast plötzlich zu verschwinden, schreib mir gefälligst sonst bringe ich dich um!"
Ich muss lachen und er funkelt mich böse an.
„Ich meine es ernst!" „Okay ich schreibe dir nächstes mal." „Gut." Er zieht mich am Kragen zu sich runter und küsst mich. Natürlich erwiedere ich sofort und danach bringe ich ihn dazu in's Bett zu gehen. In meinen Armen schläft er seelenruhig ein und hat dabei ein kleines Lächeln auf den Lippen.
Ich endscheide mich bei meiner Familie nach zu sehen und so lasse ich nach kurzer Zeit von ihm ab. Es ist eigentlich alles so wie immer..alle schlafen und meine Mutter hat wie immer einen sehr unruhigen Schlaf. Seit acht Jahren ist es schon so bei ihr..sie hatte seit dem nie wirklich ruhig schlafen können. Ich hocke mich vor das Bett und schaue sie mir an. Sie ist so wunderschön..eine liebevollere Person als sie habe ich noch nie gesehen und so eine perfekte Mutter ebenso. Ich hatte Glück sie meine Mutter zu nennen aber sie hatte Pech so einen Sohn wie mich zu kriegen...
Ich habe ihr schon immer Sorgen bereitet und selbst nach meinem 'Tot' macht sie sich Gedanken um mich. Ich hätte mich niemals dazu drängen sollen Wandern zu gehen, nie so weit nach vorne gehen sollen und mich nicht dazu verleiten lassen nach unten zu schauen.. Dann währe sie jetzt glücklich und vielleicht auch Stolz auf ihren Sohn, der jetzt zur Uni gehen könnte, vielleicht schon eine Arbeit hätte oder sonstiges. Stattdessen hat sie erfahren ich sei Gestorben und meine Leiche ist unauffindbar.. Es brach ihr das Herz mich nicht nocheinmal sehen zu können..
Sie wollte nie glauben dass ich 'gestorben' bin und hatte sich immer wieder Vorwürfe gemacht..Ich spüre wieder wie mir Tränen über's Gesicht rollen und ich unterdrücke ein Schluchzen. Bei ihrem blosen Anblick muss ich automatisch wieder zurück denken und ich fange an zu weinen. Ihr geht es schlecht wegen mir..weil ich so dumm war und so etwas leicht sinniges gemacht habe.
Menschen begeben sich immer in Gefahren und riskieren manchmal sogar ihr Leben dafür..und da will mir jemand erklären die sind schlau? Eher die dümmste Spezies die es gibt. Selbst Jackson ist dumm, weis genau was ich ihm alles antun könnte, hätte ihn sogar fast umgebracht und er schläft immernoch in meinen Armen ein, vertraut mir, küsst mich und ist für mich da.
Ich schniefe einmal kurz und küsse die Stirn meiner Mutter bevor ich zu einem Ort gehe, den ich acht Jahre lang gemieden habe. Ich weis nicht wie lange ich da stehe und mir diese inschrifft durchlese aber erst als die Sonne aufgeht endscheide ich mich dazu Jackson anzuschreiben. Nacheinpaar Stunden kommt eine Antwort von ihm und er fragt wo ich sei.
„Friedhof."
Keine halbe Stunde später wird mein Name laut gerufen und ich schüttel den Kopf. Ich winke ihn zu mir rüber und er kommt angerannt. „Was machst du hier?" Er stellt sich neben mich und folgt meinem Blick, der auf dem Grabstein gerichtet ist. Langsam fängt er an die Inschrifft laut vorzulesen.
Mark Yien Tuan
04.09.1994 - 17.08. 2011
Geliebt und unvergessen, du warst schon immer unser Engel..
Es ist kurz still bis ich zu sprechen beginne. „Das ist das erste Mal das ich es sehe, geschweige den hier bin.." „Wieso bist du dann jetzt hier?" „Ich war bei meiner Familie..irgendwie wollte ich es endlich sehen. Der Ort an dem meine Mutter jeden Morgen hin kommt.." Er sagt nichts und wir schauen lange einfach nur auf den Stein mit meinem Namen drauf.
Als ich von weitem meine Mutter sehe verstecke ich mich auf einem Baum und lasse Jackson verdattert dort stehen. Sie kommt auf ihn zu und ich sage ihm er soll sich normal verhalten.
Jackson
Die ältere Frau kommt auf mich zu und ich schaue einfach weiter auf das Grab. „Endschuldigung, wer sind sie und was machen sie hier?" „Ach ich war bei einem Familien angehörigen und dachte mir ich schaue mal hier vorbei.." „Kannten sie ihn?" Ich nicke und kann mir schon denken was für ein Gesicht Mark gerade macht.
„Er war sehr jung.." „Ja, ja das war er.." Sie tauscht die Blumen aus und legt ihm wunderschöne weiße Rosen hin. Langsam kniet sie sich hin und atmet einmal tief ein und aus. „Ich weis bis heute nicht wie genau er es geschafft hat von dieser Klippe zu stürzen.." Ich schaue sie interessiert an, da ich rein garnichts von Marks 'Tot' oder besser gesagt fast tot weis.
„Nichteinmal sein Leichnahm liegt hier..er wurde nie gefunden..deswegen sind hier lauter Dinge drin die er geliebt hat..." Ihre Augen füllen sich langsam mit Tränen und sie schliest ihre Augen bevor sie weiter spricht. „Er war so ein guter Junge.." Sie fängt bitterlich an zu weinen und ich knie mich zu ihr. Behutsam ziehe ich sie in meine Arme und versuche sie zu beruhigen.
„Ich wünsche ich währe an seiner Stelle, es ist das schlimmste für eine Mutter ihre Kinder sterbend zu wissen.." Lauter Tränen schmücken ihr zärtliches Gesicht und mir fällt auf wie ähnlich Mark ihr sieht. „Acht Jahre ist es her und ich führe mich immernoch so auf. Endschuldiegen sie bitte ich weine vor ihnen obwohl ich sie nicht einmal kenne." Sie löst sich von mir und wischt sich die Tränen weg.
„Ist schon in Ordnung ich kann das verstehen, es ist schwer einen geliebten Menschen zu vergessen." Sie nickt und unterdrückt sich einen weiteren Schluchzer. Mit wackeligen Beinen steht sie auf und faltet ihr Hände zusammen um zu beten.
Ich schaue ihr dabei zu und schaue kurz hoch zu Mark. Dieser versucht gerade nicht in Tränen auszubrechen aber man sieht ihm an wie schwer es ihm fällt. „Vielen Dank das sie ihm einwenig Gesellschafft geleistet haben und mich ausgehalten haben." „Immer wieder gerne." Sie lächelt mich an und geht wieder. Ich glaube jetzt geht es Mark mehr als nur schlecht...
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Annyeong^^
Irgendwie habe ich beim schreiben geweint;-; wahrscheinlich findet ihr das garnicht traurig aber kch bin empfindlich ja! Nicht lachen! XD
Ich hoffe es hat euch gefallen und bis zum nächsten kapi ;3

Fly war so ne geile era oh gott...mein herz!
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