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Ich endscheide mich dazu, wieder nachhause zu gehen. Egal wie oft ich mich mit Jaebum zoffe, ich gehe immer zurück. Ich mag ihm zwar böse nehmen, dass er das aus mir gemacht hat, aber ich lebe schon sieben Jahre lang mit ihm zusammen und ich habe ihn in mein Herz geschlossen.. „Mark es tut mir leid.." ist der erste Satz den ich höre und ich schenke ihm ein Lächeln. „Schon okay ich hab wieder überreagiert."...

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Gelangweilt sitze ich auf dem Dach eines Hochhauses und beobachte die Leute auf den Straßen. Ein Vorteil von Vampiren ist, dass ich selbst aus 100 Metern entfernung alles klar und deutlich sehen kann. Hin und wieder fallen einpaar auf die Fresse und ich muss lachen. Egal wie oft ich mir das ansehe, ich kann mir ein lachen nicht verkneifen. Mitten auf dem Weg gibt es einen Stein der hervorgehoben ist und genau über diesen stolpern die meisten.

Irgendwann wird mir das aber auch zu langweilig und ich springe an der Seite runter, die zu einer Gasse führt damit mich niemand sieht. Als ich plötzlich meine Schwester entdecke ziehe ich mir meine Kaputze über und laufe ihr nach. Sie kommt gerade wahrscheinlich von der Uni und läuft mit ihrer besten Freundin durch die Stadt.

Sie halten an einem kleinen Laden an und sie kommt mit einer kleinen Tüte wieder raus. „Ist das für deinen Bruder?" sofort höre ich genauer zu. „Ja...bald ist sein Todestag und ich will ihn besuchen." „Wie lange ist es eigentlich her? Fünf Jahre?" „Ne es werden acht." „Krass.." „Mhm..ich vermisse ihn." „Glaub ich dir.." Nur zu gerne würde ich sie jetzt ansprechen und sagen das ich noch lebe aber ich darf nicht.. „Weist du was ich am schlimmsten finde..? Das wir uns davor gestritten haben. Es war zwar ein kindischer Streit aber trotzdem.."

„Wieso habt ihr euch denn gestritten?" „Er hat immer gesagt ich sei seine kleine Schwester. Dabei sind wir Zwillinge und der Idiot hat das nur gesagt weil er als erstes geboren wurde. Mich hat das so aufgeregt und dann haben wir uns halt gezofft.. Unnötig. Ich habe ihm gesagt, dass er verrecken gehen soll und das ich ihn hasse..." Sie fängt an zu Weinen und mein Herz zieht sich zusammen. Bevor mich die Versuchung überkommt sie wirklich noch anzusprechen gehe ich weiter und versuche deren Gespräch nicht länger zu folgen.

Plötzlich laufe ich in jemanden rein und die Person fällt hin. „Pass doch auf." zische ich und will weiter doch man wiederspricht mir. „Ich soll aufpassen?! Wer ist denn in mich rein gerannt?!" Genervt drehe ich mich um und schaue in das Gesicht des Jungen. „Endschuldige dich gefälligst!" Ich lache auf und presse ihn gegen die Wand. „Du solltest dich nicht mit mir anlegen kleiner." Plötzlich sacke ich zusammen und fasse mir zwischen die Beine. Der Penner hat mir wirklich da rein getreten.

Frech zeigt er mir die Zunge und rennt weg. „Tzz.." Ich richte mich wieder auf und folge dem kleinen Pisser. Man kommt mir nicht so unschuldig davon und auserdem hat er unglaublich gut gerochen. So etwas lasse ich mir nicht entgehen, selbst wenn ich keinen Hunger habe.

Irgendwann verliere ich ihn aus den Augen und kann seine Spur nicht mehr aufnehmen „Aish, wo ist er hin!" Seufzend gebe ich auf und laufe noch einwenig durch die Stadt. Spät am Abend will ich nachhause, doch ich höre wie jemand nach hilfe ruft und dann abrupt verstummt. Schläge sind zu hören und ein bekannter Geruch steigt mir in die Nase.

Gelangweilt schaue ich in die Ecke und tatsächlich wird der Junge von Heute, gerade verprügelt. Leichfüßig begebe ich mich auf das kleine Dach eines Ladens und beobachte die Szene. Erst als die drei Jungs, die ihn geschlagen haben verschwinde springe ich runter und hocke mich zu ihm.

Ich nehme sein Kinn zwischen meinen Daumen und Zeigefinger, während ich seinen Kopf hin und her bewege und ihn mir ansehe. So wie es aussieht haben sie ihn ohnmächtig geschlagen. Sein Handy fängt an zu Klingeln und ich greife in seine Hosentasche. Der Anruf endet plötzlich wieder und mir springt ein Bild mit ihm und höchstwahrscheinlich seiner Familie, entgegen. Ich schaue ihn mir noch ein letztes Mal an und bin kurz davor ihn zu beissen, als wieder dieses Nervtötende Ding klingelt.

Ich endscheide mich dazu, den Anruf anzunehmen und eine besorgte Frauenstimme ist sofort zu hören. „Jackson? Wieso bist du nicht ran gegangen? Ich suche dich schon seit Stunden! Wo zur Hölle bist du?!" Ein weiterer Blick zu dem Jungen lässt mich weich werden und ich antworte der Frau. „Sind sie die Mutter von diesem..Jackson?" „J-Ja und sie? Wer sind sie?!" „Ich habe ihren Sohn gerade ohnmächtig in einer Ecke gefunden. Sagen sie mir ihre Adresse und ich bringe ihn." „Was?!"

Es dauert noch etwas, bis sie mir die Adresse gibt und ich hebe den Jungen auf meine Arme. So weit entfernt von hier ist es nicht und um genau zu sein, sind wir fast schon Nachbarn. Nachdem ich geklingelt habe, macht mir eine kleine ältere Frau auf und sieht mich besorgt an. Sie bedankt sich mindestens eine Million mal bei mir und ich lege ihren Sohn auf seinem Bett ab.

„Wirklich vielen Dank! Kann ich mich dafür mit irgendetwas bedanken?" „Nein danke, ich hoffe er wacht bald auf, leben tut er ja noch." Sie schluckt schwer und ich schenke ihr ein Misteriöses Lächeln bevor ich wieder gehe.

„Mark wo warst du schon wieder?" „Bisschen spazieren und nen zusammen geschlagenen Jungen nachhause bringen." Bei meinen letzten Worten schaut er mich skeptisch an und ich erzähle es ihm. „Ach ja und wieso bist du so schwach geworden?" „Er hat mich an mich errinert und diese Frau hatte unglaubliche Ähnlichkeit mit meiner Mutter." „Hmm." Mehr gibt er nicht von sich und ich verziehe mich in mein Zimmer.

Vielleicht kennt ihr das, ihr wünscht euch nie schlafen zu müssen um Zeit für Sachen zu haben, die ihr Tagsüber nicht tun könnt. Am besten nie wieder schlafen. Glaubt mir, dass ist nicht gut. Jeden Tag oder besser gesagt Nacht, wünsche ich mir wieder mal schlafen zu können. Tag und Nacht langweile ich mich und bin wirklich nie müde. Was würde ich alles dafür geben um nur einmal wieder schlafen zu können..

Nachdenklich schmeise ich den Fernseher an und zappe durch die Kanäle. Irgendwann wird mir das zu langweilig und ich greife nach einem Buch, was ich in der Nacht durchlese. Am nächstes Tag schweifen meine Gedanken andauernd zu diesem Jackson und ich kann nicht anders als zu schauen, wie es ihm geht. Also gehe ich meiner Lieblingsbeschäftigung nach, und schleiche mich Nachts in Häuser.
Man sollte seine Fenster nicht auf Kippe lassen..

Den ganzen Tag lang über habe ich mich zurück gehalten, doch jetzt wo eigentlich alle schlafen sollte, finde ich mich im Haus fremder Menschen wieder. Wie ich es mir dachte schlafen alle und ich suche nach dem Zimmer des Jungen. Wirklich lange brauche ich jedoch nicht, da ich mir merken konnte wo es war. Ich setze mich auf einen Stuhl und schaue ihn mir genau an. Er hat ein blaues Auge und eine Aufgeplatzte Lippe außerdem scheint er einen ziemlich unruhigen Schlaf zu haben.

Ich weis nicht wie lange ich da gesessen und ihn beobachtet habe, aber ich bin gegangen als die Tür aufgemacht wurde. Drausen ist es schon hell und ich kann nicht glauben, dass ich da die ganze Nacht lang gesessen habe. Vorallem habe ich ihn nur angestarrt und an garnichts gedacht. Ich weiß nicht wieso...aber es war fast so als hätte ich geschlafen und genau diese Tatsache bringt mich zum Lächeln. Man kann es zwar nicht genau damit vergleichen, jedoch fühle ich mich einwenig..Menschlich?

Als ich wieder zuhause bin, ist Jaebum zuhause und liest gerade Zeitung. „Oh da bist du ja." „Mhm. Wie kommt's das du hier bist?" „Heute ist doch Samstag." „Ach ja, stimmt. Naja mir ist langweilig, lass uns zusammen etwas machen." mit hochgezogener Augenbraue schaut er mich an und ich haue ihm auf die Schulter. „Sicher?" Ich nicke und ein schelmiches Grinsen schmückt sein Gesicht.

Ich hätte das niemals sagen sollen.. Er schleppt mich in ein Thater, ein Kino, ein Café, in die Stadt, geht mit mir shoppen und will mich überreden morgen schwimmen zu gehen. Erst Abends kommen wir zuhause an und ich lasse mich sofort auf ein Sofa fallen. „Wie kannst du nur von sowas erschöpft sein? Du treibst dich doch Tag und Nacht irgendwo rum." „Ja schon, aber Mensch sein ist harte Arbeit. Wie gern ich jetzt schlafen würde..hach." „Ach komm hör auf zu meckern." „Ach komm hör auf zu meckern." rede ich ihm mit einem hohen Ton nach.

„Du kannst aber nicht sagen, dass es dir kein Spaß gemacht hat." „Schon.." „Na siehste?" „Ach lass mich doch." Lächelnd verschwinde ich in in meinem Zimmer und die altbekannte Langeweile zieht mich wieder in ihren Bann. Besonders lange kann ich nicht Still sitzen und laufe dann auch schon wieder raus. Ich höre noch wie Jaebum einen Seufzer von sich gibt und sein Schmunzeln dabei kann man förmlich raushören.

Kurz kommt mir der Gedanke wieder zu meiner Familier zu gehen doch ich schüttel diesen Gedanken schnell wieder ab, da ich weis, was sich dann in meinem Kopf wieder abspielt. Ich weis nicht was wieder in mich gefahren ist, aber ich finde mich nach kurzer Zeit auf dem selben Stuhl, im selben Zimmer und im selben Haus wieder, wo ich schon in der letzten Nacht war.

Diesesmal verbringe ich meine Zeit aber nicht damit, ihn pausenlos anzustarren, sondern ich schaue mich in seinem Zimmer um. Bevor ich in irgendetwas herumwühlen kann, höre ich ein Rascheln und Gähnen. Schnell kletter ich aus dem Fenster und halte mich an der Festerbank fest. Der Junge streckt sich und greift dann nach seinem Handy. „Erst 3 Uhr Morgens?! Meine Fresse.." Wieder ist ein Gähnen zu hören und er legt sich hin. Wieso mache ich das...?

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Annyeong :3
Ich hoffe es hat euch gefallen^^ und es freut mich einpaar Leser zu sehen, die schon bei Take my Hand dabei waren^^ ähm ja xD besonders viel hab ich nicht zu sagen xD

Bye (@⌒ー⌒@)

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