Panic Attack
[⚠️⚠️TRIGGERWARNUNG⚠️⚠️ panic attacks]
Jimin
Ich kam endlich mit schnellen Schritten bei Yoongis Haus an. Ich drückte schon fast ängstlich die Klingel und wartete ungeduldig, dass sich endlich die Tür öffnete.
Yoongi brauchte mich...
Und die Tür? Blieb verschlossen.
"Yoongi?", rief ich und klingelte noch einmal.
Plötzlich vibrierte mein Handy schon wieder.
Yoongi
Fenster
~8:01 h.
Ich starrte die einzelne Nachricht an und reagierte sofort. Ich rannte links ums Haus und warf meine Tasche achtlos zu Boden, bevor ich schnell das Regenrohr hoch kletterte.
Diesmal machte ich nicht den Fehler, nach unten zu schauen und ignorierte die Höhe.
Ich war schneller oben als gedacht und schob das Fenster auf.
Meine Füße rutschten blitzschnell hindurch und auch mein restlicher Körper folgte.
Das Zimmer vom Alpha war dunkel, durch die Vorhänge und die Luft war viel zu stickig um normal zu atmen.
Ich scannte den Raum mit meinem Blick, als ich Yoongis Handy auf dem Boden fand. Er hatte unseren Chat immer noch offen und hatte sich nicht die Mühe gemacht, sein Telefon zu schließen.
Mein Blick fiel weiter nach vorne und entdeckte endlich den Schwarzhaarigen.
Er lag zusammen gekauert vor seinem Bett und schluchzte leise.
Seine Beine hatte Yoongi an seinen Körper gewinkelt, die er mit seinen Armen festhielt. Yoongi zitterte stark und unkontrollierbar, während seine Atmung unregelmäßig verlief.
"Yoongi.. Hey..", rief ich panisch und lief hastig zu ihm, um mich neben ihm zu Boden fallen zu lassen.
Ich streckte meine Hand nach ihm aus, was ihn stark zusammen zucken ließ.
"Hey.. Schon gut. Ich bins.", flüsterte ich ruhig und vergrub meine Hand langsam in seinen Haaren.
Sie waren nass geschwitzt und auch der Rest seines Körpers war glühend warm. Der Ältere hatte nur kurze Boxershorts an und trotzdem war er glühend heiß an Nacken und Schultern.
Er kauerte sich mehr und mehr zusammen, während er seine Fingernägel in seine Waden hinein bohrte, so dass es tiefe Abdrücke hinterließ.
"Was ist los, Hyung?", murmelte ich besorgt und strich ihm behutsam über die Taille, da er immer noch auf der Seite lag und am ganzen Körper unregelmäßig zitterte.
Seine einzige Antwort war seine Hand, die sich langsam von seinen Beinen löste und sich mir zitternd entgegen streckte.
"N-Nimm...", hauchte er kaum hörbar und legte mir das Zippo Feuerzeug in die Hand.
"Ist gut... Ich habs.", flüsterte ich und nahm es Yoongi sofort ab. Ich steckte es bei mir in die Hosentasche, damit er nicht so schnell daran kam.
"Hilf mir..", hauchte der Alpha wimmernd und sah langsam zu mir auf.
Unter seinen Augen zierten dunkle Augenringe und sein Gesicht war rot vom weinen.
Besorgt rutschte ich näher zu ihm und versuchte ihn in eine Aufrechte Sitzposition zu bringen.
Dabei löste er seine Finger von seinen Waden, was tiefe, schon fast blutige Abdrücke hinterlassen hatte.
Der Alpha begann unruhig durch seine Haare zu fahren und verweilte dann in ihnen.
Sein Blick senkte sich und er begann zu hyperventilieren.
"I-ich ha-hab...", begann er und versuchte ruhiger zu atmen, doch es half nichts.
"P-Panikattacke...", brachte nur noch raus, schluchzte laut und raufte sich schmerzhaft die Haare.
Yoongi zog an ihnen und verkrampfte sich.
Ich begann dann endlich zu handeln und griff sanft nach seinen Händen.
"Komm, Hyung... Du tust dir nur selbst weh.", flüsterte ich besorgt und spürte langsam die Tränen in meinen Augen.
Ohne ihn weiter zu verletzen, versuchte ich seine Hände aus seinen Haaren zu befreien, doch er wehrte sich, indem er sich stärker verkrampfte.
"Yoongi...", hauchte ich leicht verzweifelt und startete nochmal einen Versuch seine Finger zu lösten.
Diesmal klappte es besser. Doch als ich versuchte seine Hände zu nehmen, stieß er sie, schwach wie er war, beiseite.
Ich ignorierte ihn jedoch und stoppte seine Bewegungen. Sanft packte ich seine zitternden Finger. Er drückte stark zu und versuchte sich seine Fingernägel wieder in seine Haut zu bohren, doch ich hinderte ihn und erwiderte seinen Griff.
Nun konzentrierte ich mich auf seine Atmung. Ich musste ihn dazu bringen, wieder normal zu atmen und nicht mehr zu hyperventilieren.
Mein Kopf ratterte, als mir eine zündende Idee kam.
Behutsam löste ich mich von Yoongi und stand auf. Meine Beine waren schon lange eingeschlafen, doch ich lief leicht humpelnd aus dem Zimmer. Ich rannte die Treppe hinunter und suchte die Küche.
Als ich sie zu meiner Rechten entdeckte stürmte ich in den Raum und riss eine Schublade nach der anderen achtlos auf.
Ich kramte hektisch durch die Schubladen, bis ich eine dieser Brottüten aus Papier fand.
Ohne die Schränke und Schubladen zu schließen, rannte ich aufgeregt die Treppe hoch und platzte in Yoongi's Zimmer.
Er saß unverändert vor seinem Bett und sah mir panisch und völlig hilflos entgegen.
"Schon gut.. Es wird gleich wieder besser!", rief ich nervös und stürmte wieder vor Yoongi auf den Boden. Die Tüte knüddelte ich so zusammen, dass ich sie an seinen Mund halten und er hinein atmen konnte.
Hyung griff nach meiner Hand um der Tüte und atmete von Sekunde zu Sekunde ruhiger. Langsam schloss er die Augen und lehnte seinen Kopf erschöpft an die Bettkante hinter sich.
"So ist gut... Das machst du super, Hyung... Atmen. Ganz tief atmen..", flüsterte ich beruhigend und strich seinen Arm und Schulter auf und ab.
Auch ich lehnte inzwischen an sein Bett, hatte mich aber trotzdem noch mit meiner Körper zu ihm gedreht, als er langsam zur Seite rutschte und mit dem Kopf erschöpft gegen mich knallte.
"Das machst du gut...", sprach ich nochmal und vergrub mein Gesicht in seinen noch immer nassen Haare. Unbekümmert strich ich ihm seine Strähnen, die an seiner Stirn klebten, weg und glitt sanft nach unten zu seinem Hals.
"Ist's besser?", fragte ich immer noch besorgt und glitt weiter durch seine Haare.
Er nickte sachte und löste seine Hand mit der Tüte von seinem Gesicht.
"I-ich brauch frische Luft...", krächzte er leise und löste sich von mir.
Vergeblich versuchte er selbst aufzustehen, doch er scheiterte und fiel zurück zu Boden.
Ich hingegen stand mühelos auf und zog ihn vorsichtig am Arm nach oben. Seine Beine zitterten immer noch und waren wackelig, während ich ihn stützte.
Bevor wir das Zimmer verließ, lehnte ich mich zu seinem Schreibtischstuhl und schnappte mir einen dunkelgrauen oversized Hoodie und eine Jogginghose, die auf der Lehne lagen und klemmte sie mir unter den Arm.
Raus im Flur stützte ich Yoongi und lief Schritt für Schritt mit ihm die Treppe hinunter, bis an die Haustür. Ich öffnete sie und führte Yoongi an die kühle frische Luft, was ihm sofort Gänsehaut bereitete.
"Hier... Setz dich auf die Stufe.", verlangte ich von ihm und führte ihn auf die Treppenstufe vor der Haustür.
Er tat was ich wollte und setzte sich langsam.
Wieder begann er zu zittern, doch nun wegen der Kälte von draußen.
Ich hockte mich zu ihm und nahm den grauen Hoodie, krempelte ihn so, dass Yoongi seinen Kopf mühelos durch die Öffnung Strecken konnte und ich ihm die Arme durch stecken konnte.
"Okay... Und jetzt heb die Füße an.", rief ich, hockte mich vor ihn und führte seine Füße mit seinen derweil schon dreckigen Socken, durch die lockeren Hosenbeine der Jogginghose.
Oben an seinen Oberschenkeln angekommen, griff er selbst nach seinem Hosenbund und strich ihn über seinen Hintern.
"Danke... Jiminie....", hauchte er immer noch leicht benommen und erschöpft.
Ich setzte mich stumm neben ihn und legte einen Arm um seine Schultern, um ihn näher zu ziehen.
Seine zittrige linke Hand griff in die Tasche seines Hoodie und holte eine weißrote Schachtel heraus. Er öffnete sie und zog eine Zigarette aus ihr heraus.
"Hast du noch das Feuerzeug?", nuschelte er mit der Zigarette zwischen den Lippen und legte seinen Kopf erledigt auf meine Schulter.
Leicht verdutzt sah ich ihm zu, wie er seine Hand in meine Richtung streckte und das Feuerzeug verlangte.
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