Kapitel 6
*Kylo Ren*
So ein Mist. Jetzt hatte Hux mir auch noch mein Leben gerettet. Ich hasste diesen Typen so sehr, aber jetzt musste ich mich für die nächsten Tage etwas zurückhalten. Aber ein bisschen Würgen ist bestimmt nicht soooo schlimm. ;D
Ich setzte meine Maske auf und nahm sie sofort wieder ab. Die Narbe brannte wie sonst was, also machte ich mich auf den Weg zu einem Medidroiden. Dieser klebte mir dann ein Stück schwarzes Klebeband auf die Narbe, was sie wohl schützen sollte. Naja, also 'schwarzes Klebeband' ist jetzt vielleicht nicht der richtige Begriff, aber ich habe keine Ahnung , wie das heißt. Auf jeden Fall konnte ich jetzt glücklicherweise meine Maske aufsetzen. Ich ging schnellen Schrittes zu der 'Kommandozentrale', jedoch war alles hier etwas improvisiert. Nach der Zerstörung unserer Basis blieb nicht mehr viel übrig. Nun waren wir auf dem Weg zu Snokes Unterschlupf, der, wie ich später feststellte, galaktisch groß war.
In der Zentrale traf ich auf -wer hätte es gedacht- Hux. Ich seufzte resigniert und fragte nach den aktuellen Statusberichten. Es gab eine erfreuliche und eine weniger erfreuliche Nachricht. Die Gute war, dass wir in etwa wussten, wo der Standpunkt Skywalkers ist, die Schlechte war, dass wir bei der Suche 15 Jäger verloren hatten. Als ich dann noch erfuhr, dass sie alle von der Schrottsammlerin abgeknallt wurden, reichte es mir. Ich schrie auf und zerstörte ein Kontrollpult. Asche flog herum. "Runterkommen,Ren!",knurrte Hux. Ich drehte mich um und schleuderte ihn gegen die erstbeste Wand. "Denk daran, dass ich dir dein wertloses Leben gerettet habe!", erwiderte Hux mit einem durch Schmerz verzehrten Gesicht. Erneut schlug ich ihn mit der Macht gegen eine Wand und würgte ihn, bis ich schließlich losließ und er keuchend und hechelnd zusammenbrach. So, das gab mir doch gleich wieder ein besseres Gefühl.
Ich verließ den Raun und suchte den Raum auf, in dem Hux und ich immer mit Snoke, bzw. mit seinem Holo-Ich sprachen. Sofort erschien sein Hologramm und schrie mich an. Ich trat etwas verunsichert zurück und blickte starr auf den Boden. Auch wenn es nur ein Hologramm war, war Snoke überaus angsteinflößend.
"Eine Schrottsammlerin, eine verdammte Schrottsammlerin hat dich, den großen Kylo Ren geschlagen und das ohne jegliches Training! Kannst du mir das erklären?! Tritt mir nicht weiter unter die Augen, ehe du nicht dieses Miststück von Jakku zu mir gebracht hast!", brüllte Snoke mich an. "Sir, ich werde mich augenblicklich auf den Weg machen." Ich wollte gerade gehen, als Snoke mich dabei unterbrach. "Du. Bleibst. Hier.!BRING SIE MIR LEBENDIG. SIE WIRD UNS NOCH VON NUTZEN SEIN. WENN SIE UNS JEDOCH NICHT DEN STANDPUNKT DER BASIS DES WIDERSTANDS VERRÄT, SO WIRD SIE DURCH DEINE HAND STERBEN." Es gab einen kleinen Stich in meinem Herzen. Tot. Rey?
Zum Glück hatte ich die Maske an, ich hasste es, wenn man meine Emotionen sah. Außer halt bei meinen täglichen Wutausbrüchen, aber die gehören einfach dazu. "Meister, gibt es nicht noch eine andere Möglichkeit? Eventuell, dass ich sie zu meiner Schülerin mache? Sie ist sehr stark und das ganz ohne Training. Wie ein roher Diamant, den man noch schleifen muss. Sie würde uns im Kampf viel bringen."
Ich hoffte, dass er mir wenigstens in dieser Sache vertrauen würde. Sein Hologramm sah mich stirnrunzelnd an. "Du bist schwach, Ren. Du, der Meister der Ritter von Ren! Dieses Gör verändert deine Emotionen. Glaub nicht,dass man dir das nicht ansieht, nur weil du diese kindische Maske trägst." Ich schluckte.
Nach einem Statusbericht verbeugte ich mich und ging schnell zu Hux. Das tat ich nicht gerne, doch ich brauchte unsere Truppen. Dummerweise war ja Hux der General, also musste ich ihm von meinen Plänen berichten. So würde der Angriff glatt laufen und ich hätte auch noch Rey. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Als er mir schließlich mitteilte, dass wir zu wenige hätten und wir die anderen zur eventuellen Verteidigung der Raumschiffe brauchen würden, wurde ich sofort sauer, doch dann kam mir eine Idee. " Wie steht es um mein Raumschiff? Ich brauche es morgen. Ich nehme meine Ritter (von Ren) mit.", sagte ich bestimmt.
Hux nickte nur und gab mir zu verstehen, dass mein Raumschiff in bester Verfassung sei. Ich sagte nichts, sondern ging einfach auf mein Zimmer und legte mich schlafen.
In meinem Traum versuchte ich Rey aufzusuchen. Tatsächlich fand ich sie. Ich brauchte noch die Koordinaten, um sie und Skywalker zu finden. Sie drehte sich um und erblickte mich. Sofort versuchte ich in ihren Gedanken zu forschen, doch sie schaffte es irgendwie, sie vor mir zu verheimlichen. Dann kam mir eine Idee. Ich laberte irgendwas vonwegen "Wir haben die Basis des Widerstands zerstört." Für einen kurzen Moment war sie verwirrt und ich konnte ihre Gedanken lesen. Sehr gut. Die Koordinaten, ich hatte sie. "Ah, Ahch-To. Danke Rey. Wir werden uns schon sehr bald wiedersehen." Ich wachte auf und machte sofort alle Truppen startklar. "Alles bereit zum Aufbruch?", schrie ich in Hux' Richtung. Er wedelte mit der Hand, so als ob ich eine lästige Mücke wäre. Das sollte wahrscheinlich so viel wie 'ja' heißen. Ich ging in mein Raumschiff und befahl den Piloten zu starten. Mit den Rittern von Ren an meiner Seite würde ich unbesiegbar sein. Wir steuerten auf Ahch-To zu. Glücklicherweise hatten wir keinerlei Probleme mit dem Widerstand, da dieser ja dachte, dass alles komplett nach Plan laufen würde. Ein Lächeln stahl sich auf mein Gesicht. Dieser Plan musste einfach aufgehen!
Als wir landeten, brach langsam ein neuer Tag an. Wir hatten tatsächlich den Aufenthaltsort Lukes ausfindig gemacht. Die Ritter und ich stiegen aus und nur nach einer kurzen Weile sah ich den Falken. Alte Erinnerungen kamen in mir hoch. Ich verdrängte die Gedanken daran und lief weiter. Den wenigen Sturmtruppen, die ich dabei hatte, gab ich ein Zeichen. Sie stürmten den Falken und machten ihn startklar. Die meisten rannten wieder hinaus, drei blieben drin und flogen wie nach Plan wieder zurück zu unseren Raumschiffen. Mittlerweile sollten wir, also Hux und die anderen bei Snoke angekommen sein. Das passte perfekt. Falls also noch jemand des Widerstands im Falken war, so war dieser nun keine Hilfe mehr für Rey oder Luke. Außerdem hatten sie so auch keine Fluchtmöglichkeit mehr. Gerade als der Millenium Falke gestartet wurde, sah ich wie eine dunkle Gestalt hinausrannte und auf's Herz der Insel zurannte. "Folgt mir!", befahl ich den anderen Rittern von Ren. Endlich sah ich Rey. Sie zitterte und torkelte auf eine Hütte zu. Ich befahl meinen Truppen die restliche Gegend nach Luke abzusuchen. Die Ritter machten sich direkt auf den Weg. Ich war also außer ein paar Strumtrupplern alleine. Als wir uns ihr näherten, sah sie mich verzweifelt an und stolperte schließlich rückwärts. Ich fuhr mein Laserschwert aus, doch als ich bei ihr ankam, merkte ich dass ihre Hand, in der sie ein Laserschwert hielt, zitterte. Ich war nun nur noch einen guten Meter von ihr entfernt und merkte, dass sie ganz blass war und schwitzte, obwohl sie nur das Laserschwert in der Hand hielt. Ich lächelte siegessicher und machte ein paar leichte Angriffe. Sie blockte alle mit Mühe und Not, doch schließlich fiel es ihr aus der Hand und sie kippte um. Ich konnte sie gerade noch auffangen, bevor sie zu Boden fiel. Im Brautstyle trug ich sie zu meinem Raumschiff. Ich befahl den restlichen Sturmtrupplern sie in einen Raum zu bringen und zu fesseln, damit sie nicht entkommen konnte.
Nach einigen Minuten kamen die anderen Ritter von Ren zu mir und teilten mir mit, dass sie Luke nicht hatten finden können.
Ich wollte auf keinen Fall ohne Luke zurückfliegen, also suchten wir nochmal gemeinsam alles ab. Doch die Suche war erfolglos. Schließlich gab ich es auf und wir begaben uns zurück zu meinem Transportmittel.
Die Piloten starteten den Motor und wir flogen los. Unterwegs erschien ein Hologramm von Hux. "Ren, wir haben die Basis von Snoke erreicht. Ich schicke dir die Koordinaten. Beeil dich." Ich seufzte genervt. 'Wann würde er endlich begreifen, dass er mich zu siezen hat?!'
Als wir schließlich auf der Basis angekommen waren, sah ich schon den Millenium Falken. Ich nahm Rey wieder im Brautstyle und trug sie aus dem Hangar hinaus in einen Gang. Sie wachte zwischendurch auf, doch ich hob meine Hand und sie sackte wieder in sich zusammen. Ich brachte sie in dieselbe Zelle, in der ich sie schon einmal gefangen gehalten hatte. Dort machte ich sie an der Liege fest und ging wieder hinaus. Diesmal würde kein Sturmtrupplern in dem Raum sein. Außerdem kannte nur ich den Code des Raumes.
Etwas aufgebracht ging ich zu Snoke.
"Ich habe sie..", fing ich unser Gespräch an.
"Ich habe die Schrottsammlerin."
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Puuh, genug für heute! Ich hoffe es hat euch gefallen! Bis zum nächsten Kapitel & möge die Macht mit euch sein! ;)
PS: Soll ich auch mal aus einer anderen Perspektive schreiben? Vielleicht aus der Perspektive von Hux? :)
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