Kapitel 2

Eine gute halbe Stunde später klingelt es an der Tür. Ich öffne sie und begrüße Kookie mit einem Kuss. "Du bist aber gut drauf." meint er, als er mein Lächeln sieht. "Wie könnte ich nicht, wenn du doch bei mir bist." sage ich und spätestens jetzt ist er genauso fröhlich wie ich. Bevor ich mit ihm das Haus verlasse rufe ich Jimin noch ein 'Bis später und viel Spaß mit Yoongi' zu, wobei ich den Namen extra betone. Als wir an der frischen Luft sind fragt mich Jungkook neugierig "Wer ist Yoongi und wie steht er zu Jimin?" Er ist so süß mit seinen großen Knopfaugen. "Yoongi ist, wie ich von Hoseok erfahren habe, ein Junge mit dem sich Jimin trifft. Aber Jimin wollte nicht über ihn reden. Ich hoffe nur das der Junge auch zu ihm passt und er nicht wieder enttäuscht wird." Ich mache mir wirklich Sorgen um Jimin. Seine letzte Beziehung war ein Desaster. "Ich bin mir sicher das Jin und Namjoon Yoongi erst einmal gründlich auf seine Absichten testen werden, sobald dein kleiner Bruder ihn ihnen vorstellen wird." Ich muss lachen. "Was ist denn?" fragt er mich etwas irritiert. "Ich musste gerade an den Tag denken als ich dich meinen Eltern vorgestellt habe." Nun muss er auch lachen. "Ich war so nervös. Und Jins misstrauische Blicke die er mir immer wieder zu warf haben es nicht gerade besser gemacht." Ich sehe ihn etwas fragend an. "Hast du seine Blicke nicht bemerkt? Er hat mich die ganze Zeit angestarrt." Tatsächlich waren sie mir nicht aufgefallen. "Hab ich dir schonmal von seinem Gespräch mit mir erzählt?" Erneut sehe ich ihn fragend an. Wie viel hab ich denn verpasst? "Nein. Hast du nicht. Welches Gespräch?" "Als ich gesagt habe das ich ihm mit dem Geschirr helfen kann, da waren wir ganz alleine in der Küche. Die ganze Zeit herrschte dieses unangenehme Schweigen, bis er plötzlich sagte 'Ich liebe Taehyung wie mein eigenes Kind. Ich weiß das er nur adoptiert ist, aber er ist trotzdem mein Kind. Und ich mag es nicht meinen Sohn traurig zu sehen.' Ich hatte ihn diesem Moment so richtig Angst vor ihm. Seine Stimme war viel tiefer als sonst, und dazu hatte er grade ein Messer in der Hand. Ich hatte wirklich Angst das er mich gleich umbringt." Er lacht als er mein entgeistertes Gesicht sieht. Dann redete er weiter. "So stand er da und meinte 'Wenn du meinem Sohn das Herz brichst, dann wirst du es mit mir zu tun kriegen und unterschätze niemals die Wut eines Vaters.'" Fassungslos starre ich ihn an. "Jin hat dir gedroht?" Ich hatte keine Ahnung das mein Vater sich solche Sorgen um sich macht. Andererseits ist es nach Jimins Vergangenheit kein Wunder. Jungkook lacht wieder. "Deshalb wollte ich früher immer das wir uns bei mir treffen, oder rausgehen. Ich hatte Angst Jin zu begegnen. Aber inzwischen hat sich das gelegt. Ich habe eingesehen das Jin echt nett ist und habe sogar manchmal mit ihm alleine geredet. Ich habe diesen kleinen Vorfall einfach nicht so ernst genommen im Nachhinein. Seine Drohung betrifft mich nicht." Meine Gesichtszüge lockern sich wieder und ich sehe sein einzigartiges Lächeln. "Ich würde dir niemals dein Herz brechen. Ich könnte es gar nicht," stellt er bestimmt fest. "denn wenn du traurig bist, dann bin ich es auch. Ich kann dein Herz nicht brechen ohne mir selbst weh zutun." Er streicht mir vorsichtig über die Wange. Seine Worte verursachen ein Kribbeln, ganz tief in mir drin. Ich spüre es immer wenn ich bei ihm bin, doch heute ist es so stark, wie nie zu vor. Ich ziehe ihn zu mir und vereine unsere Lippen für einen sehr langen, intensive Kuss. Das Kribbeln wird noch schlimmer.

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top