Kapitel 40:

Am nächsten Tag bin ich nach der Schule wieder bei Frau Krause, der Schulpsyologin und ich erzähle ihr alles von gesten, dass mit meinen Brüdern, Dad und Dean.

"Das ist doch schön, dass freut mich und es scheint mir so, als hätte Dean dich noch gar nicht ganz abgeschrieben. Ich denke mit der Zeit kommt ihr euch wieder näher" bestärkt sie mich.

"Schön wäre es. Was wissen sie eigentlich von der Sache mit Tom?", ich denke ich bin bereit darüber zu reden.

"Möchtest du mir nicht selbst davon erzählen?", stellt sie wieder eine Gegenfrage.

"Ähm, jaa könnte ich tun", ich spiele mit den Bändern meines roten Kapuzenpulli.

"Also er hat mich erpresst mit einem Foto, dass ich mit ihm zusammen sein muss. Ich wusste nicht was ich tun soll und hab eingewilligt. Natürlich hat das keiner verstanden und drei Tage ging es mir richtig mies. Keiner hatte uns geglaubt und deshalb wollte er das ich ihn vor allen küssen. An dem Tag bin ich zu Dean und ich jaa... er war ja ebenfalls extrem sauer, aber ich hatte ihn einfach geküsst und naja in der Pause musste ich ja dann mit Tom. Das war halt echt mega scheiße, weil ich das gar nicht wollte. Danach habe ich wieder alle angelogen und mir war das alles zu viel.
Aufjedenfall habe ich Dean dann alles erzählt und er hat mich dazu gebracht, dass es auch alle anderen erfahren. Wir haben dann einen Plan gemacht, wie wir das Foto löschen", ich hole kurz Luft, weil das was jetzt kommt das Schlimmste für mich ist.

"Ich wollte Tom ablenken, damit sie das Foto vom Handy löschen können. Die ganze Zeit hat er mich geküsst und mich dann angefasst und....", die ersten Tränen laufen über meine Wangen. Ich fühle mich, als würde es wieder passieren.

"Er wollte... er hat mein Kleid hoch gezogen und wollte... aber gott sei dank haben mich die anderen gerettet", erzähle ich weiter.

"Ich dachte es wäre alles vorbei, aber dann kam diese Hassseite und Tom gab mir noch einen Umschlag mit allen Fotos die er jemals gemacht hat von mir. Er hat mich so gestalkt und richtig intime Fotos gemacht von mir. Kate hat das dann mit seinen Eltern geklärt und seitdem ist auch gut", ich nehme das Taschentuch, dass Frau Krause mir hinhält dankend an und wische mir die Tränen aus dem Gesicht.

"Wie fühlst du dich jetzt mit der ganzen Geschichte?", fragt sie. "Ich bin froh, dass ich ihn nie wieder sehen muss... aber ich hab Angst, dass dieses Gefühl immer hoch kommt, wenn ich jemanden nahe komme", bin ich ehrlich.

"Du weißt das das alles nicht deine Schuld ist? Es braucht Zeit bis die Wunden heilen", toller Tipp.

"Ja weiß ich, aber... danach war ich so überfordet, dass ich gegangen bin. Ich hab Dean einfach von mir gestossen, obwohl er für mich da gewesen wäre", ich versteh mich selbst gar nicht mehr.

"Warum hast du es?", fragt sie weiter.
"Weil es so besser ist und ich will es nicht gerade nicht wahr haben, weil ich ihn so vermisse, aber im Endeffekt  ist es besser so. Ich bin viel zu kompliziert für ihn und hab zu viele Problem. Ich muss ihn gehen lassen. Er hat Recht, dass nächste Mal verletze ich ihn wieder und das hat er nicht verdient. Oh danke, ohne sie wäre ich nicht drauf gekommen", und mit den Worten will ich gerade aufstehen.

"Darauf wollte ich nicht hinaus Thea", versucht sie es.

"Ich muss jetzt los. Bis morgen", verlasse ich dennoch den Raum.

Hinter dem Schulholf stecke ich mir eine Zigarette an und schaue auf mein Handy. "Wir sind auf dem Sportplatz, komm auch", habe ich eine Nachricht von Leyla, also mache ich mich auf den Weg dahin.

Bevor mich alle sehen können schmeisse ich die Zigarette weg. Keine Ahnung warum ich eigentlich noch rauche, wenn das jemand erfährt bin ich geliefert.

Ich sehe meine Clique von weiten, aber alle sitzen nur im Gras rum. Hä, was machen die dann hier?

Als ich bei ihnen angekommen bin schreie ich einmal Hallo in die Runde und setze mich dazu.

"Wir haben uns wieder vertragen", flüstert mir Leyla zu. "Super", freue ich mich für beide. "Jetzt fehlen nur noch Dean und du", sagt sie etwas lauter. "Was ist mit mir?", will Dean wissen. "Na, ihr müsst euch vertragen", grinst sie. Das hat sie so mit Absicht gemacht. "Hör auf", stoße ich ihr mein Ellenbogen in die Rippe.

"Aua", quickt sie auf. "Ist aber so und wenn ihr das nicht selbst auf die Reihe bekommt, dann spielen wir gleich Wahrheit oder Pflicht und dann ist das eure Aufgabe", sagt sie dann.

Ich lache laut los. "Macht Sinn das vorher zu sagen, dann nimmt erst recht keiner Pflicht", Dean ist aufgestanden und hält mir seine Hand hin. Ich schaue ihm fragend an. "Ich denke wir können es auch ohne Spiel klären", sagt er dann.

Ich nehme seine Hand, er zieht mich hoch und wir laufen ein paar Schritte zusammen. "Also", beginnt er. "Lass mich bitte zuerst. Ich kann nicht oft genug sagen, dass es mir Leid tut und mir ist heute auch klar geworden warum ich so blöd zu dir war", beginne ich.

"Ich hab das gemacht, weil es einfacher für uns beide war, dass ich dann weg bin und ich dachte auch ich bleibe für immer da. Die Auszeit habe ich gebraucht, weil mir dadurch einiges klar geworden ist und auch jetzt wird mir das noch. Ich gehe jetzt zu der Schulpsyologin, um mit mir klar zu kommen und mich meinen Problemen zu stellen, denn davon hab ich genug. Ich würde mich freuen, wenn wir versuchen Freunde zu werden", erzähle ich.

"Aber es war nicht einfacher Thea, ich verstehe das du mit allem überfordert warst und ich hätte es verstanden, wenn du ehrlich gewesen wärst. Ich denke wir können es versuchen, aber nochmal will ich nicht einfach so wieder fallen gelassen werden", ich nehme ihn kurz in den Arm.

Es fühlt sich gut an und als ich mich von ihm löse, schauen wir uns noch tief in die Augen. "Ähm", schaut er schnell wieder weg.

Wir gehen wieder zu den anderen die uns natürlich sofort ausfragen. "Freunde?", fragt Leyla natürlich. "Ja Freunde mehr nicht", bestätige ich. "Aber, aber", dann lässt sie es aber doch.

Freundschaft ist einfach das Beste für uns. Da bin ich mir sicher.

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top