Chapter nine

Es war gegen 21 Uhr als ich mich auf den Weg in den Raum der wünschte machte.
Ich hatte ein komisches Gefühl bei der Sache doch wollte ich unbedingt wissen was Draco vorhatte.
Was könnte so wichtig für ihn sein das er mich fragen würde, ob ich ihm helfe?

Vor dem Raum der Wünsche kam ich zum stehen und ließ meine Gedanken zu Malfoy schwenken.
Zu einem Objekt bei welchem er meine Hilfe benötigt und kurze Zeit später zeigte sich die Türe.
Ich hoffte das dies der Raum war den ich suchte.
Schnell drückte ich die Klinke runter und betrat den Raum.
Meine Augen wurden augenblicklich größer als ich die Berge an Schrott vor mir sah.
Was würde Draco hier nur wollen?
War er ein Messi das er hier nach Alten Objekten suchte oder war das für ihn Kunst?
„Potter?" riss Malfoy mich aus meinen Gedanken. Mit einem Ruck drehte ich mich zu ihm um und sah in sein Gesicht. „Du bist wirklich gekommen" sagte er etwas überrascht. „Ja, natürlich. Du hast mich doch drum gebeten?" sagte ich verwirrt und legte meinen Kopf leicht schief.
Ich konnte schwören ein kleines Lächeln in seinem Mundwinkel gesehen zu haben ehe er sich umdrehte.
„Komm mit" sagte dieser und lief los.
Ich folgte ihm still und kam keine Minute später vor einem Schrank zum stehen.
„Das ist das Objekt?" fragte ich verwirrt und sah in sein Gesicht. „Ja" antwortete er stumm. „Es Funktioniert nicht richtig und ich finde den fehler nicht"

Ich betrachtete diesen Merkwürdigen Schrank genauer, denn er sah sehr verwunderlich aus und als wäre er schon einige außer gebrauch.
Doch in Sekundenschnelle machte es Klick in meinem Gehirn. „Das ist ein Verschwindekabinett!" rief ich und sah Draco eindringlich an. „Was hast du damit vor?" misstrauisch ließ ich eine Augenbraue in die Höhe gehen.
Malfoy stammelte die ganze Zeit nur Wörter vor sich hin und machte mich nur noch nervöser als sich selbst.
Doch was wollte jemand wie er nur damit anfangen?
Ein Verschwindekabinett hatte immer ein Gegenstück doch was wollte er damit tun?

Geschockt riss ich meine Augen auf, als endlich alles einen Sinn ergab. „Das ist nicht dein Ernst, Draco" hauchte ich und sah ihn eindringlich an. „Du musst Dumbledore umbringen, hab ich recht?" fragte ich ihn gefasster und blickte in seine geschockten Augen.
Sein Gesicht verriet nichts aber seine Augen sprachen Bände.
Ich hatte genau ins Schwarze getroffen, das wurde mir in diesem Moment klar.
„Du willst ihn reparieren, richtig? Das Gegenstück dazu steht in einem Laden in der Winkelgasse, ich hab es dort schon mal gesehen." fing ich an und sah langsam an dem Schrank herunter. „Du willst Leute, wahrscheinlich Todesser, in die Schule einschleusen und dann Dumbledore umbringen. Hab ich recht?"
Dracos Maske fing vor mir an zu bröckeln und ich vernahm tatsächlich eine Träne in seinem Augenwinkel ehe er seinen Zauberstab auf mich richtete.
„Es war mir schon fast klar, dass du darauf kommen würdest. Du bist viel zu intelligent um es nicht herauszufinden. Doch nun weißt du Bescheid. Was tue ich jetzt nur mit dir?" sprach er zitternd und konnte nicht mal seinen Zauberstab ruhig festhalten.
Er war schlichtweg überfordert mir der Situation.
„Am besten nimmst du erstmal den Zauberstab aus meinem Gesicht." sprach ich und drückte ihn langsam mit meiner Hand gen Boden.
Ich war mir sicher, dass Draco mir nichts tun würde.
Er schien eiskalt, doch auch er hatte ein Herz.
„Du-Du wirst es jedem sagen. Ich muss irgendwas mit dir machen" flüsterte er und sah sich panisch um.
„Draco!" rief ich einmal laut um ihm den Ernst der Lage mitzuteilen. „Spinnst du komplett? Ich weiß, dass du ein Todesser bist und ich hab dich nicht verpfiffen. Ich weiß mittlerweile das du gezwungen wirst das zu tun, also beruhige dich und mach nichts was du später bereuen könntest" fauchte ich.
Natürlich würde ich ihn nicht verraten.
Draco konnte nichts für das was er tun musste. Er wurde unfreiwillig in alles hineingezogen und seine ganze Familie würde leiden, wenn er seine Aufgabe nicht vollenden würde.
Vorallem nicht so wie es Voldemort sich wünschte.
„Du wirst mich nicht verraten?" fragte er nun etwas gefasster und klang verwirrt. „Natürlich nicht. Dafür stecke ich mittlerweile auch schon zu tief drin. Also beruhig dich und pack deinen Zauberstab weg, Draco" sagte ich, diesmal sanfter und legte meine Hand ganz vorsichtig auf seine Schulter da ich nicht wusste wie er auf Berührungen reagieren würde.
Doch tatsächlich entspannte er sich und packte seinen Zauberstab wieder weg.
„Da, dass nun geklärt ist, kümmern wir uns nun um den Schrank. Du hast Glück, das ich weiß wie man den Fehler behebt, allerdings wird die Reparatur einige Wochen in Anspruch nehmen" versicherte ich und spürte einen Hauch von Erleichterung in ihm.

Ich begann mit ihm das Kabinett zu reparieren doch das bisschen was wir heute taten würde Wochen in Anspruch nehmen.
„Diese Schritte wirst du jeden Tag wiederholen müssen. Wenn du denkst du kommst deinem Ziel näher, wirst du das Kabinett testen müssen" sagte ich und legte meinen Kopf leicht schief. Draco nickte verstehend und schenkte mir ein kleines Lächeln welches mich verdutzte.
Ein Lächeln stand ihm so unfassbar gut und in den Momenten viel mir auch auf, dass Draco tatsächlich kein hässlicher Mann war.
Nun verstand ich weswegen so viele Mädchen von ihm schwärmten, doch war er für jedes Mädchen unerreichbar, es lag wohl einfach noch nicht in seiner Interesse jemanden kennenzulernen.
Ich schenkte ihm ein Schmunzeln ehe ich meinen Zauberstab ein letztes Mal schwang.
„Das wars für heute, Morgen das selbe dann nochmal Draco" ich lächelte ihn sanft an ehe ich mich umdrehte und zum gehen ansetzte doch dracos stimme hallte plötzlich durch den Raum.
„Y/N!" rief er plötzlich. Fragend drehte ich mich zu ihm herum. „Ich verstehe nun warum der sprechende Hut dich nicht einteilen konnte.." flüsterte er. „Du verkörperst einfach jedes Haus und das macht dich einzigartig." sprach er und grinste zum Schluss leicht auf.
„Würdest du mir morgen erneut helfen?" Fragte er und sah mich an. „Ja, das kann ich machen" antwortete ich ihm und zusammen gingen wir aus dem Raum der Wünsche.

„Dann sehen wir uns spätestens morgen Abend wieder hier" verabschiedete er sich und ging in eine ganz andere Richtung als ich.
„Warte!" rief ich und lief tatsächlich ein paar Schritte auf ihn zu.
Ganz geschockt sah er mich an. Was hatte er denn gerade gedacht?
„Bei mir könnte es morgen ziemlich spät werden. Morgen ist noch das Abendessen bei Professor Slughorn.." sagte ich und sah ihn an. „Kein Problem, ich werde warten" sagte er stumm und ging weiter.
Wo er wohl noch hin musste?
Ich dachte noch lange über seine Worte und über den Ärger nach den ich mir einhandeln würde, aber das war es mir in dem Moment wert.

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