Chapter Five

Ich hatte endlich das Wochenende erreicht und alleine schlich ich nun nach Hogsmead.
Ich hatte festgestellt das ich eher die Einzelgänger Person war. Immerhin hatte ich mein Leben lang auch keine Freunde und deswegen schloss ich momentan auch keine Freundschaften.

Trotzdessen war Wochenende und ich nahm mir mal eine kleine Auszeit, schnappte mir mein Portmonee und lief Richtung Drei Besen um mir das ein oder andere Butterbier zu gönnen.
Der Schulstoff strenge mich zwar nicht wirklich an aber ich stellte fest, dass ich das frühe aufstehen morgens nicht leiden konnte.
Am Wochenende war das wesentlich entspannter.
Ich konnte länger schlafen, später frühstücken und hatte um Welten mehr Zeit für unwichtigen Kram.

Also schlenderte ich wie die meisten auch nach Hogsmead.
Vielleicht fand sich noch etwas anderes als die Butterbiere welche ich trinken wollte.
Ich bewunderte sie schöne Landschafts Hogwarts welche sich über die Ländereinen zog.
Ein wunderschöner Ausblick welchen man hier genießen konnte.
Ich steuerte auf eine kleine Plattform zu welche am Wegrand angebracht worden war und ließ meine Blicke schweifen.
Die weiten Ländereien und das prachtvolle Schloss ließ das ganze noch Magischer wirken als es sowieso schon war.
Lächelnd zwirbelte ich eine Haarsträhne um meinen Finger.
Eigentlich war ich schon relativ froh nun auch in Hogwarts zu sein.
Jeder sprach von der wundervollen Schule für Zauberei und Hexerei und nun, da ich endlich hier war, verstand ich warum jeder hier von schwärmte als auch jeder hier seinen Abschluss erlangen wollte.
Hogwarts steckte voller Magie und Abendteuer.

Ich hobste eine Stufe der Plattform wieder runter um wieder auf den Weg nach Hogsmead zu kommen.
Es war nicht mehr weit nur noch ein paar Minuten und ich würde mich endlich in den Drei Besen setzen können und mir das ein oder andere Butterbier genehmigen.
Fröhlich ging ich weiter bis endlich ankam und sofort auf einen Tisch zusteuerte.
Eine kurze Zeit später kam ein Kellner- so nannte man ihn zumindest in der Welt der Muggel- und brachte mir ein Butterbier welches ich bestellte.
Nicht lange war der Kellner weg kam er auch schon mit meinem Getränk wieder und stellte es vor mir auf.
Dankend gab ich ihm die Galleonen dafür und er verschwand wieder.

Alleine saß ich an einem Tisch etwas versteckter im Laden und beobachtete die Menschen hier und trank nebenbei mein Butterbier.
Es war komisch und irgendwie auch echt schade.
Man sah alle Häuser zusammen doch nur ganz selten Gryffindor und Slytherin.
Überhaupt warum trugen die meisten aus Slytherin trotzdem ihre Uniformen?
Kopfschüttelnd trank ich wieder von meinem Butterbier.
Am Wochenende würde ich mich freiwillig sicher nicht in den Rock, die Bluse und den Umhang quetschen.
Meine Highwaist Jeans, mein dünner Rollkragenpulli und mein großer Mantel reichten mir.
Das war bequem und nicht ganz so freizügig wie die Schuluniform.

Aus dem Augenwinkel sah ich die Tür sich wieder öffnen.
Interessiert sah ich ihn.
Mein Bruder und seine Freunde betraten nun ebenfalls den Drei Besen.
Unsicher sahen sie durch den Raum ehe ihre Blicke an mir hängen blieben.
Verwirrt sah ich sie an und legte den Kopf schief.
Ich fing leicht an zu Lächeln um etwas freundlicher auf sie zu wirken.
Scheinbar klappte dies auch denn sie gingen zögerlich auf mich zu.
„Dürfen wir uns setzen, Y/N?" fragte Harry mich und deutete auf die freien Stühle. „Klar doch! Setzt euch ruhig" sagte ich freundlich und rutschte ein Stück auf der Bank zur Seite. „Möchtet ihr auch ein Butterbier? Ich wollte gerade noch eins bestellen. Geht auf mich" frage ich und lächele sie lieb an. „Du musst das nicht bezahlen." winkt Hermione sofort ab. „Quatsch! Ich lade euch ein" sage ich nochmal und versichere ihnen das es okay ist.

Schnell bestelle ich die Butterbiere als der Kellner da ist und wenig später bringt dieser uns die.
Ich bezahle und wenig später entsteht eine stille.
Stumm sehe ich Ronald und Hermione an welche vor mir sitzen.
„Also du bist Harrys Schwester?" fragt Hermione mich und setzt ebenfalls an um ihr Butterbier zu trinken. „Seine Halbschwester ja. Komplizierte Geschichte.." murmele ich und senke meinen Blick auf meine Hände. „Aber die kennt ihr sicherlich schon. Ich denke Harry hat es euch erzählt" murmele ich und lächele wieder leicht. „Ja, hat er" antwortet Ron.
Nickend nehme ich wieder einen schluck meines Butterbiers und alle anderen tun es mir wieder gleich.
„Und du möchtest eine Beziehung zu ihm aufbauen?" fragte Hermione wieder. Mit einem Nicken bestätigte ich ihre Aussage wieder. „Ja, das möchte ich. Auch wenn es komisch rüber kommt aber ich hatte vorher nie die Möglichkeit da ich von der Außenwelt mehr oder weniger abgeschottet wurden bin. Und jetzt da ich hier bin möchte ich meinen Bruder eigentlich sehr gerne kennenlernen" erkläre ich und lasse meinen Blick zu Harry hinüber wandern.

„Weißt du, Y/N Ich habe nachgedacht. Über deine Worte. Und du hast recht, unsere Eltern sind an dem schuld was passiert ist und nicht wir. Es sind nicht unsere Fehler und ich würde mich freuen wenn wir uns etwas näher kennenlernen würden. Immerhin bist du die einzige die ich noch habe" sagt Harry und lächelt mir vorsichtig zu.
Mein Gesicht erhellt sich vor Freude.
„Das freut mich unglaublich, Harry!" rufe ich und lächele breit.

Wir quatschen einige Zeit, bestellen noch einige Butterbiere und genießen die Zeit zusammen.
Ich freute mich so sehr, das Harry eine Beziehung zu mir aufbauen wollte!
Die drei unterhielten sich gerade angespannt über ein Thema als ich sah, dass sich die Tür vom Drei Besen wieder öffnete.
Draco Malfoy betrat die Kneipe und sah sich nervös um.
Verwundert legte ich meinen Kopf schief und beobachtete wie er hektisch die Treppe hoch lief.
„Sagt mal bitte... wo führen die Treppen dort hin?" fragte ich. „Zu den Toiletten. Warum fragst du?" antwortete Hermione mir. „Weil ich sie gesucht habe. Ich würde mal kurz einen Abstecher dahin machen, die Butterbiere machen sich langsam bemerkbar" kicherte ich und stand auf. „Bin gleich wieder da" lächelte ich und lief ruhig die Treppen hoch.
Was hatte Malfoy nur für einen merkwürdigen Koffer in der Hand?

Oben angekommen sah ich Katie Bell mit dem Koffer von eben aus der Mädchen Toilette rausspazieren.
Misstrauisch zog ich eine Augenbraue nach oben und ließ meine Hand Richtung meines Zauberstabs wandern.
Ich drückte die Tür zur Toilette auf und sah einen Erschrockenen Draco Malfoy inmitten des Mädchenklos stehen.
„Verlaufen, Malfoy?" fragte ich ihn und stemmte eine Hand in die Hüfte.
Er ließ seinen Blick an mir herunter fahren und dies verursachte ein komisches Gefühl in mir.
„Was tust du hier?" fragte ich ihn erneut und zog meinen Zauberstab aus meiner Manteltasche. „Katie Bell hatte deinen Koffer in der Hand mit welchem du hier aufgetaucht bist. Ist das nicht komisch?" nervös sah er mich weiterhin an und ich fühlte das er sich ertappt fühlte. „Hast du deine Zunge verschluckt?" kicherte ich ehe ich meinen Zauberstab auf ihn richtete. „Hör mir mal zu, Potter" fauchte er und schien seine Worte wieder gefunden zu haben. „Vielleicht habe ich mich verlaufen ja, aber spiel dich nicht so auf wie dein schäbiger Bruder" zischte er und kam mir plötzlich ganz nahe. „Oder bist du etwa auch solch eine Blutsverräterin?" flüsterte er mir in mein Ohr. Hatte er sie nicht mehr alle beisammen? Ich habe nie Unterschiede zwischen Hexen und Zauberern gemacht.
„Ich gebe dir 3 Sekunden um von mir weg zu treten, Malfoy" flüsterte ich nun ebenfalls. Tatsächlich ging er um mich herum und atmete tief aus. „Du bist komisch, Potter" sagte dieser nur und verschwand wortlos durch die Tür.

Ich war komisch? Was war dieser Typ dann?

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