Kapitel 12
Kathrine
Mit einem flauen Gefühl im Magen stand ich vom Bett auf. Die Sonne schien ins Zimmer. Es war ein schöner, warmer Tag.
An solchen Tagen ging ich immer mit Mila raus. Wir gingen immer etwas im Park spazieren und danach kauften wir uns ein Eis.
Manchmal besuchten wir auch das Grab von Mum und Dad und legten Blumen auf ihre Gräber.
Allerdings versuchte ich uns immer davon abzuhalten. Danach waren wir immer traurig und genossen den Tag nicht so wie wir es sollten.
Ich streckte mich und ging ins Bad, das neben dem Schlafzimmer war. Dort wusch ich mein Gesicht.
Als ich einen Blick in den Spiegel warf, fiel mir etwas an meinem Hals auf. Ein Knutschfleck.
Ich wusste es.
Ich legte meine Haare auf die Seite und versuchte so den Knutschfleck zu bedecken, das funktionierte allerdings nicht so wie gedacht.
Man sah ihn immer noch etwas.
Ich verließ das Bad und sah das Harry im Zimmer war. Er schloss er die Tür ab, dann drehte er sich zu mir und stellte sich vor mich.
"Setz' dich aufs Bett." Ich tat wie mir geheißen und setzte mich. "Ich möchte dir mal etwas erklären. Zu diesem Zeitpunkt bist du dir bestimmt darüber im klarem das wir hier Mädchen verkaufen. Und hier läuft es halt so, dass meine Männer die Frauen holen, wir sie zu recht machen und sie dann verkaufen. Aber" Harry hob seinen Finger. "Bei dir mache wir es nicht, weil du halt, wie du schon weißt, hier bei mir bleibst. Allerdings würde ich gegen viele Regeln verstoßen, wenn ich dich hier behalten würde. Dieses Risiko nehme ich aber an. Und ich erwarte von dir Gehorsamkeit. Ich will schließlich kein Risiko eingehen und es dann bereuen."
"Dann sag ich dir mal was für die Zukunft heraus. Ich werde nicht deine kleine Puppe spielen, mit der du jeden scheiß anstellen kannst, okay. Such dir jemand anderen dafür."
Harry lachte, stand auf und kam zu mir. Er zog mich auf meine Beine und schmiss mich erneut aufs Bett. Nur um dann auf mich raufzuklettern.
Er hielt meine Hände über meinen Kopf und schaute auf mich runter. Ich versuchte ihn mit meinen Beinen wegzuschubsen, doch jeder versuch schlug fehl.
"Ah, ah, ah. Du hast versprochen artig zu sein. Außerdem solltest du deine Schwester nicht vergessen."
Sofort stoppte ich. Mila. Ich durfte sie mit meinen Aktionen nicht in Gefahr bringen.
"Braves Mädchen. Solange du lieb und artig bist, werde ich euch auch nichts tun." Harry stand wieder auf von mir. "Nun, wo wir grade bei deiner Schwester sind. Sie muss weg."
"Was? Was heißt weg?", fragte ich panisch.
"Siehst du, ich kann kein Babysitter spielen und mich um die kleine kümmern. Ich habe einen Freund der Arzt ist und der hat irgend eine Spritze mit der sie alles vergessen kann oder so. Er arbeitet noch daran und es wird ein paar kleine Nebenwirkungen haben. Aber denk mal an das gute. Sie wird nicht mehr hier sein und du musst nicht mehr auf sie aufpassen."
"Und was passiert dann?"
"Mein Freund wird deine Tante anrufen und ihr sagen das du bei einem Unfall ums Leben gekommen bist. Deine Schwester schicken wir zu ihr und alles wird so sein wie es sein sollte."
"Es gibt bestimmt einen Hacken.", murmelte ich.
"Den gibt es, liebes. Ich hatte ja gesagt, dass es ein paar kleine Nebenwirkungen geben könnte. Die wären entweder das sie in Koma fällt, allerdings nicht so lange, glaube ich. Oder", er stoppte einen Moment. "sie stirbt."
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