Kapitel 10
Kathrine
Als wir das Haus betraten hörte ich gedämpfte schreie. Erst realisiert ich es nicht, da ich es auch nicht wirklich verstand, doch als ich meinen Namen hörte schon.
"Nein, bitte! Bitte lassen sie mich inruhe! Nein, nein! Kathrine!", hörte ich Mila gedämpft schreien.
Sofort rannte ich nach oben. Ich hatte noch nicht meine Jacke oder Schuhe ausgezogen, doch das war egal.
Ich spürte wie sich mein Herzschlag verschnellerte. "Mila!", schrie ich aus voller Lunge.
Ich stolpter über eine Treppe rappelte mich aber sofort wieder auf und rannte weiter in Mila's Zimmer.
Ich schlug die Tür auf. Der Anblick war schrecklich. Mila lag nur mit einem Slip und BH auf dem Bett und über ihr lag ein schwarzhaariger Mann. Harry schubste ihn von Mila runter.
Sofort ging ich zu ihr und bedeckte sie mit einer Decke. Sie zog mich zu sich und weinte.
"Alles gut. Ich bin da. Alles gut.", flüsterte ich ihr zu und strich über ihre Haare.
Der Schwarzhaarige stand auf. Er hatte auch nur noch seine Hose an, wo sein Gürtel schon auf war.
Ich schubste Mila leicht weg von mir, da sie sich an mich krallte. Dann schlug ich dem Mann mit der Faust ins Gesicht. Meine Faust schmerzte, doch ich war mir ziemlich sicher das es ihm mehr schmerzte.
Er hielt beide Hände auf seine Nase. Harry stellte sich zwischen uns bevor ich noch etwas machen konnte.
"Du kleine schlampe.", sagte der Mann.
"Ich zeig dir gleich was schlampe bedeutet!", schrie ich und wollte auf ihn zu gehen, doch Harry hielt mich zurück. Der Mann wich einen Schritt zurück.
"Was soll das Zayn? Was machst du hier?"
"Du hast mir doch geschrieben, das ich sie haben kann!"
Fassungslos schaute ich Harry an. Wir hatten doch einen Deal!
"Nicht sie du idiot! Die ich meine ist im Keller! Du wusstest ganz genau das ich nicht die kleine meinte!", sagte Harry wütend.
Der Mann sagte nichts. Er verließ einfach den Raum. Harry seufzte und fuhr sich mit einer Hand über sein Gesicht.
"Was für ein Tag.", seufzte er. Er ging zu Mila und legte eine Hand auf ihre Wange. "Alles okay?", fragte er vorsichtig. Immer noch weinend, nickte sie.
"Ich kümmer mich um sie. Geh du zu deinem Freund.", sagte ich und setzte mich neben Mila.
Mila zog mich erneut zu sich und weinte in mein Oberteil. Naja, um genauer zu sein war es eigentlich Harry's Oberteil, das er mir gegeben hat. Aber das war grade unwichtig.
"Komm wir gehen dich waschen. Dann kannst du mir auch erzählen was passiert ist."
Ich ließ die Decke auf Mila's Schultern und nahm sie mit ins Badezimmer. Dort nahm ich die Decke weg und half ihr in die Badewanne. Sie setzte sich rein und ich fing an sie zu waschen.
"Was ist passiert Mila?", fragte ich, während ich das Wasser auf ihre Haare prasseln ließ.
Sie atmete mehrere male ein und aus, dann fing sie an: "Als erstes ist immer so eine alte Frau in mein Zimmer gekommen und hat gefragt ob ich was brauche und hat mir essen und trinken geholt. Irgendwann hat jemand an meine Tür geklopft. Ich dachte es wäre sie, also ließ ich sie einfach herein, während ich den Schrank nach etwas andrem zu anziehen durchsuchte. Ich hatte nur ein T-Shirt übergezogen. Dann ist er hinter mich gekommen und-" Ihre Stimme brach mitten im Satz.
"Hey, alles gut. Er kann dir jetzt nichts mehr antun. Ich bin jetzt da. Also was ist dann passiert?"
"Er hat meinen Hals geküsst und als ich ihn wegschubsen wollte, hat er mich getragen und aufs Bett geschubst ... Er hat das Oberteil von meinem Körper gerissen. Er hat sich auf mich gesetzt und mich immer wieder geküsst. Ich konnte mich nicht mehr bewegen.", weinte sie. "Aber bevor er etwas machen konnte, seid ihr gekommen."
"Es tut mir leid, das ich nicht da war. Ich verspreche dir das ist das erste und letzte mal das dir jemand zu nahe kommt.", ich drückte ihr einen Küss auf ihre nasse Wange. "Versprochen."
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