64. Kapitel

Louis:

Harry ist geduldig. Er reißt sich sehr zusammen, aber er schafft es tatsächlich. Wir essen in Ruhe und unterhalten uns. Immer wieder sehe ich, dass sein Blick für kurze Augenblicke zu meinen Lippen schweift, aber er bleibt ruhig sitzen und verliert auch nur zweimal den Faden des Gesprächs. Dreimal. Jetzt sieht er mich wieder mit großen Augen an und ihm steht auf der Stirn geschrieben, dass er fieberhaft überlegt, wo wir stehengeblieben sind. Ich sehe ihn abwartend ab und lehne mich zurück. Harry trinkt einen Schluck und presst dann die Lippen zusammen. „Und? Was sagst du dazu?" – „Uhm... wenn du das so siehst, ist das bestimmt richtig", antwortet er mir. Ich schmunzle ein bisschen und er errötet. „Oder nicht? Hätte ich nein sagen sollen?" – „Wozu denn?", frage ich ihn entspannt. „Mhm." Harry seufzt leise und sieht an mir vorbei. Ich fange seinen Blick mit Leichtigkeit wieder auf. „Du hast mir nicht zugehört", stelle ich das Offensichtliche fest. „Doch. Also schon, aber... ich habe es vergessen, schätze ich", bringt er heraus.

„Du hast auf meinen Mund geschaut und du hast kein Wort von dem gehört, was ich gerade gesagt habe." Harrys Gesicht wird noch dunkler, als er meine Worte hört. „Kannst du es wiederholen?", fragt er mich peinlich berührt. „Ich habe dich gefragt, was du davon hältst, den Wein auszutrinken und das Geschirr wegzuräumen. Nachher werden wir das sowieso nicht mehr machen, oder?" Sofort nimmt er sein Glas und trinkt es auf Ex, bevor er aufsteht und abräumt. Meinen Teller nimmt er direkt mit und ist so schnell, dass ich gerade mal mein leeres Glas in die Küche bringen kann. „Fertig", sagt er zufrieden und ich sehe an ihm herab. Sein ganzer Körper ist angespannt und ich bin sicher, wenn ich ihm ein wenig näher kommen würde, würde sein Schwanz sofort zucken. Bereits jetzt sehe ich, wie scharf er auf mich ist. Einen Moment lang sehe ich ihn an. Er wird nervös, als ich seinen Blick einfach nur halte, anstatt ihn zu berühren. „Louis...", höre ich ihn leise sagen. Ich trete auf ihn zu, lege eine Hand an seine Wange und küsse ihn verlangend. Irgendwann kann ich auch nicht mehr, ich bin auch nur ein Mensch. Harry seufzt auf und legt seine Arme um mich. Er öffnet sofort seinen Mund und drückt mir seinen Körper entgegen. Fuck, er ist so heiß.

„Was möchtest du?", frage ich ihn mit leiser Stimme. Ich könnte warten, bis er antwortet, aber stattdessen fange ich an, seinen Hals zu küssen. „Oh..." – „Sag mir, was ich tun soll", wiederhole ich mich und lege einen Arm um seine Taille. Ich halte ihn fest an mich gedrückt. Harry wimmert auf. „Louis... bitte..." – „Haz", antworte ich leise und knabbere leicht an seiner Haut. Er lässt sich ein wenig mehr in meinen Griff fallen. Seine Knie sind weich geworden und ich schätze, er kann gerade keinen klaren Gedanken fassen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass er mir nur stotternd antwortet. „Bitte... Louis... Schlafzimmer... oh!" Er stöhnt auf und ich lächle zufrieden. Meine Hand legt an seinem Hintern, ich habe ihn mit einem kontrollierten Ruck an mich gezogen.

„Bring mich ins Schlafzimmer. Ich will alles." – „Alles?" – „Alles, was du willst. Du entscheidest." – „Das möchtest du?" – „Ja, bitte." Er nickt und küsst mich. „Bitte, mach einfach", murmelt er gegen meinen Mund. Ich nicke und gehe einige Schritte. Er dreht sich nicht einmal um. Er zuckt nicht einmal. Er lässt sich einfach von mir führen. Schnell stoße ich die Schlafzimmertür auf und gehe weiter. Ich stoppe erst, als wir an der Bettkante stehen. In diesem Moment gehe ich einen Schritt zurück und betrachte ihn. Seine Haare sind wirr und seine Lippen voll und pink. Seine Wangen sind gerötet und seine Mitte sehnt sich nach Aufmerksamkeit. „Zieh dich aus. Langsam", sage ich und ziehe mir selbst die Kleidung vom Leib. Harry nickt leicht und kommt meiner Anweisung nach. Immer wieder sieht er mich an, als würde er die Bestätigung suchen, dass mir gefällt, was er dort tut. Ich muss mich beherrschen, nicht einfach meinen eigenen Schwanz zu greifen und mich zu wixxen, als ich ihn sehe. Verdammt, er ist so wahnsinnig schön. Nack steht er vor mir. Eine leichte Gänsehaus zieht sich über seine Brust. „Möchtest du eine Decke?", frage ich ihn direkt. Er soll bloß nicht frieren.

„Können wir die Heizung ein bisschen anschalten?" – „Natürlich", nicke ich sofort und schalte die hoch. Es sollte nicht allzu lange dauern, bis er hier drin wärmer wird. „Danke. Dann möchte ich keine Decke." – „Fühlst du dich wohl?", frage ich ihn. „Ja. Kommst du hier?" – „Leg dich aufs Bett", antworte ich. Er klettert in die Mitte und sieht mich an. „Wenn es dir zu viel wird, sagst du Bescheid, okay?" – „Versprochen", antwortet er sofort und in seinem Blick blitzt Vorfreude auf. „Ich soll entscheiden?" – „Ja! Mach einfach. Alles!", fordert er und ich gehe zu meinem Kleiderschrank. Mit einer Krawatte in der Hand gehe ich zu ihm. Er sieht mich aufgeregt an, als ich sie ihm über die Augenpartie lege und den Stoff verknote. Sofort wird er unruhig. Meine Finger lasse ich über seinen Körper tanzen. Er seufzt leise, stöhnt und windet sich unter mir. Fuck, ist das schön. Ich liebe es, dass er mir vollkommen vertraut und sich mir auf die Art und Weise hingibt.

„Ich bin sofort wieder da", lasse ich ihn wissen und steige vom Bett herunter. Er atmet tief ein und wieder aus. Flink greife ich nach einem Seil, dass in der kleinen Kiste in meinem Schrank verstaut ist. Harry streckt einen Arm in meine Richtung aus, zumindest in die Richtung, in der er mich vermutet. Inzwischen stehe ich am Fußende. Ich berühre sanft seinen Knöchel und er zuckt zusammen. Dann lächelt er ein bisschen und ich streiche über seinen Unterschenkel nach oben. Das Seil habe ich in der anderen Hand, als ich seine Beine spreize und mich dazwischen knie. Ich rutsche ein Stück hoch, sodass er seine Beine nicht mehr schließen kann. Ich richte mich ein wenig auf und seine Oberschenkel liegen an meinen. „Gib mir deine linke Hand." Er streckt mit sie sofort entgegen. Es ist zwar die rechte Hand, aber das ist egal. Ich schmunzle kurz, als er es einen Moment später bemerkt und die Hand wechselt. „Ich nehme sie, lehne mich ein Stück herunter und küsse sein Handgelenk. Er lächelt ein bisschen und leckt sich über die Unterlippe. „Kuss?" – „Ja", sagt er sofort und ich stütze mich mit einer Hand neben seinem Kopf ab. Es ist ein süßer, liebevoller Kuss. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals, als ich mich wieder aufrichte. Fuck, womit habe ich diesen Anblick verdient?

Einen kurzen Moment betrachte ich ihn. Er atmet tief ein und wieder aus, bevor er mir wieder die Hand hinhält. Ich nehme das Seil und lege es doppelt um sein Handgelenk, natürlich darauf bedacht, es nicht zu fest zu machen. Harry stockt und bewegt seine Hand ein bisschen. Er errötet ein bisschen und verzieht seine Lippen. Es ist die gute, aufregende Art der Nervosität, die ihn gerade erfasst. Zufrieden nehme ich seinen Fußknöchel. Ich stelle sein Bein auf und Binde das Seil auch daran. „Mhm..." Er seufzt, als er versteht, was ich getan habe. „Heb deine Hüfte", weise ich ihn an und sofort macht er es. Das Seil lasse ich doppelt und führe es unter seinem Rücken durch.

Wenig später liegt er an sich selbst festgebunden vor mir. „Lou... komm her. Küss mich", bittet er mich. Wie könnte ich das nicht tun? Gleichzeitig streiche ich über seinen Körper und reize ihn. Ich zwicke ihn hier und da sanft und reize ihn. Er stöhnt und wimmert unter mir. Die ganze Zeit achte ich darauf, dass es ihm nicht zu viel wird, aber je mehr ich tue, desto sicherer bin ich mir, dass das hier genau das ist, was er braucht. Nicht denken, nichts machen, einfach genießen. Ich küsse seine Haut: von seinen Lippen über seinen Hals und seine Brust runter zu seiner Hüfte. Ich küsse seine Oberschenkel und lasse seine Mitte so lange aus, bis er fast den Verstand verliert. „Bitte... oh, Louis bitte!" Ich lächle zufrieden, als er sich mir entgegenbäumt und küsse seine Spitze. In dem Moment, als ich meine Lippen über ihn stülpe und sanft an ihm sauge, kommt er in meinen Mund. Er zittert am ganzen Körper und schnappt nach Luft.

Ich lasse von seiner Mitte ab und greife stattdessen nach dem Gleitgel, um ihn vorzubereiten. Seine Muskeln sind komplett entspannt. Sein Schwanz bleibt hart, als ich weitermache und er lächelt zufrieden. „Okay?" – „Mhm, ja. Bitte mach weiter." Ich lasse mir Zeit. Ich möchte, dass er keine Schmerzen hat und bereite ihn in allerruhe vor. Dass ich vor Lust selbst nicht durchdrehe, ist nur meiner Selbstbeherrschung zuzuschreiben. Harry sieht wunderbar aus. Fuck. Meine Finger reizen seinen süßen Punkt. Er seufzt und stöhnt. „Okay, weiter. Ich will dich spüren, bitte." – „Okay, Sekunde." Ich entziehe ihm meine Finger und er wimmert unzufrieden auf. „Lou..." –„Haz", antworte ich und positioniere mich vor ihm. Langsam lasse ich mich tief in ihn gleiten. Er zerrt an den Seilen und drückt seinen Rücken durch. „Oh, verdammt! Louis! Oh Gott!" Er umschließt mich eng und heiß. Ich atme durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus, um nicht direkt zu kommen. Kurz halte ich inne. Harry bewegt seine Hüfte gegen mich. „Fick mich! Bitte, bitte!" Er zieht wieder an den Seilen. Ich könnte ihn so liegen lassen, aber für heute reicht es. Die Knoten sind extra so gemacht, dass ich auf beiden Seiten an dem Ende ziehen kann und sie sich öffnen, zumindest die an den Handgelenken. Sofort legt er seine Arme um mich und zieht mich zu sich. Die Krawatte entferne ich genauso schnell und lasse sie achtlos auf dem Kopfkissen liegen. Seine Augen sind rot und feucht. „Bitte! Mach, nimm mich!", bettelt er und küsst mich. Ihm geht es gut, sehr. Kurz hatte ich bedenken, aber das war nicht nötig.

Ich stoße in ihn, nehme ihn genau so, wie er es möchte. Er zerfließt unter mir. Er wird immer lauter und gibt sich mir hin. „Verdammt, Harry", stöhne ich und küsse seinen Hals. Er zittert und kommt zwischen uns. Als er sich eng um mich zusammenzieht, übernimmt die Lust auch meinen Körper.

„Alles okay?" – „Das war so gut", seufzt er,während ich das Seil von seinen Fußknöcheln löse und kontrolliere, dass seineHaut sich zu sehr gereizt ist. Es ist alles gut, sonst hätte ich sie jetzt eingecremt.„Das war viel, aber..." – „Aber?" – „Ich musste nicht denken. Das ist schön",gibt er zu und rutscht zu mir, als ich mich neben ihn gelegt habe. „Danke." – „Nichtdafür", antworte ich und die nächsten Worte bleiben mir im Hals stecken.

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Heute mal ein Kapitel, das ein wenig länger ist. Ich hoffe, es hat euch gefallen :)

Love, L

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