17. Kapitel
Louis:
Ist es eine dumme Idee? Vielleicht. Aber dafür werde ich meinen Spaß haben. Ich sehe auf die Website des Restaurants. Kurzerhand rufe ich dort an. „Restaurant Alain Ducasse at the Dorchester, Sie sprechen mit Emily, wie kann ich Ihnen helfen?", werde ich freundlich begrüßt. Ich räuspere mich. „Guten Tag, Styles mein Name. Ich habe nächste Woche einen Tisch bei Ihnen reserviert. Mein Assistent hat reserviert und den Termin nicht aufgeschrieben", flunkere ich. Bitte lass ihn wirklich reserviert haben. „Mister Styles, wie schön, von ihnen zu hören. Ich schaue kurz nach, eine Sekunde", antwortet sie mir sofort und ich lächle zufrieden.
Es dauert nur einen kurzen Augenblick. „Sie haben für drei Personen nächste Woche Donnerstag um 18 Uhr reserviert." – „Vielen Dank, ich trage es mir direkt ein. Ich wollte es diesmal nicht meinem Assistenten überlassen", erwidere ich charmant. „Und ich habe noch eine Bitte." – „Natürlich, was kann ich für Sie tun?" – „Ich würde gerne am gleichen Abend noch einen Tisch reservieren." – „Das könnte schwierig werden", antwortet sie zögerlich. Ich wusste es. Bei diesem Restaurant muss man locker ein halbes Jahr im Voraus einen Tisch reservieren.
„Wissen Sie, Emily, unser Büro hat letztens gebrannt und ich würde mich sehr gerne bei den Feuerwehrleuten erkenntlich zeigen. Sie arbeiten so hart für unsere Stadt", spreche ich weiter. „Und Ihr Restaurant ist das beste der Stadt, oder nicht?" – „Da haben Sie allerdings recht", antwortet sie und man hört, dass sie lächelt. „Wie Sie wissen, kommen ich sehr gerne zu Ihnen, es wäre doch schade, wenn es nächste Woche nicht klappt, oder?"
„Für wie viele Personen brauchen sie denn einen Tisch?", fragt sie dann und ich öffne schnell den Dienstplan von nächster Woche. „Für sechs Personen wäre gut. Haben Sie vielen Dank." – „Okay, gerne. Ich trage die Reservierung ein, allerdings kann ich erst um 19:00 einen Tisch dieser Größe zu Verfügung stellen." – „Das ist klein Problem. Ich sehe Sie nächste Woche." – „Bis nächste Woche Mr Styles." Ich lege auf und grinse. Es hat tatsächlich geklappt.
Es ist nicht die feine englische Art, aber von der versteht Harry sowieso nichts. Er hat uns den Gutschein geschenkt, also muss er auch damit leben, wenn wir tatsächlich dort essen gehen. Pech für ihn. Ich klappe den Laptop wieder zu und gehe zurück in den Gemeinschaftsraum. „Nächste Woche Donnerstag, 19:00." – „Wie hast du so schnell einen Tisch bekommen?", fragt Charly verwundert. „Ich habe angerufen und nett gefragt", antworte ich schulterzuckend. Matt mustert mich skeptisch. „Einfach so? In so einem schicken Restaurant?" – „Wieso denn nicht?" Charly zieht skeptisch eine Augenbraue nach oben. Ich seufze. „Schön, ich habe gesagt, dass Harry sich erkenntlich zeigen wollte. Die kennen dort den Namen Styles", gebe ich wage zu. Die ganze Wahrheit ist das nicht, aber was solls.
„Ich bin dabei", sagt Marah sofort. „Gibt es einen Dresscode?", will Matt wissen. „Muss ich eine Krawatte oder so tragen?" – „Jetzt schon", bestimmt Charly. „Nur weil ich gefragt habe?", protestiert Matt. „Korrekt."
Bis zum besagten Donnerstagabend höre ich nichts mehr von Harry. (Wieso sollte ich auch.) Charly hat arrangiert, dass wir die Schicht mit einem anderen Team getauscht und daher frei haben. Ich stehe vor dem Spiegel zuhause und mustere mich selbst. Ich hatte ewig keinen Anzug mehr an. Kurz habe ich überlegt, mir einfach einen Hoodie überzuschmeißen, anstatt dieses Hemd zu tragen, aber das wäre wohl zu viel des Guten.
Ich bin fünf Minuten zu früh Am Restaurant. Marah ist auch schon hier. „Netter Laden", meint sie und sieht hinein. „Nichts, wo ich normalerweise hingehen würde", antworte ich und halte kurz Ausschau nach Harry. Ich sehe ihn nicht auf Anhieb und kurz kommt mir der Gedanke, dass er seine Reservierung verlegt hat. Das wär's jetzt. Dann wäre der ganze Aufwand umsonst gewesen. Matt und Charly, kommen zwei Minuten später. „Sollen wir schon einmal reingehen?", schlage ich mit einem Blick auf die Uhr vor. „Geh vor, du hast reserviert", sagt Marah. Ich nicke und öffne die Tür.
„Guten Abend", werden wir direkt von einer Freu begrüßt. „Hallo. Mr Styles hat uns eingeladen." – „Sind Sie das Team der Feuerwehr?", fragt sie und ich nicke. „Ja, genau. Der Rest kommt gleich, die Tube hat Verspätung", denke ich mir kurzerhand aus. „Kein Problem, folgen Sie mir gerne." Sie führt uns zu einem großen Tisch an der Fensterseite des Restaurants." Wir laufen nicht an Harry vorbei und ich kann mich jetzt nicht groß umsehen. Das würde auffallen. Wir setzen uns und Charly schreibt in die Gruppe, dass wir schon drin sind. „Kann ich Ihnen schon etwas zu trinken bringen?", fragt und ein Kellner freundlich. „Ich nehme ein Bier", entscheide ich, ohne in die Karte zu schauen. Marah schließt sich mir an. Charly entscheidet sich für ein Glas Wein und Matt nimmt erst ein Wasser, da er mit dem Auto hier ist.
Der Rest des Teams ist ein paar Minuten später hier. „Krasser Laden." – „Irgendwie fühle ich mich fehl am Platz", stimmt Matt zu. „Wir haben 500 Pfund, lasst uns alles ausgeben", beschließt Charly. Uns werden die Karten gebracht. Vorspeise und Hauptspeise bestellen wir direkt, für das Dessert bekommen wir später eine separate Karte.
„Und er hat uns diesen Gutschein wirklich wegen seiner Schwester geschenkt?", fragt Matt skeptisch. Ich zucke mit den Schultern. „Ich denke eher, dass Gemma ihn gezwungen hat, sich bei uns zu bedanken. Er meinte, es war in ihrem Namen, aber sie wird wohl kaum gezahlt haben." – „Vielleicht solltest du ihn öfter provozieren", meint Marah, als sie die Vorspeisen sieht, sie uns gebracht werden. Ich muss lachen. „Ja, vielleicht. Es macht jedenfalls Spaß, den arroganten Mistkerl zu ärgern." – „Tomlinson." – „Was? Wir sind nicht im Dienst, also muss ich nicht nett über ihn reden", antworte ich Charly, der mich mahnend ansieht. „Als ob du das während der Arbeit nicht tun würdest." – „Er ist ein Arsch", wiederhole ich missmutig.
Zwischen Vorspeise und Hauptgang entschuldige ich mich kurz. Ich gehe durch das Restaurant und schiele nach links und rechts. Viele Tische gibt es nicht und fast denke ich, dass Harry heute tatsächlich nicht da ist, Dann sehe ich in einer Nische im hinteren Bereich drei Männer. Einer davon ist Harry. Ich lächle zufrieden und sehe ihn an. Er trägt einen wahrscheinlich teuren Anzug und unterhält sich mit den anderen beiden Männern. Bestimmt geht es um etwas geschäftliches. Ich gehe an ihnen vorbei. Harry sieht mich kurz an, nimmt aber keine Notiz von mir. Dann schnellt sein Kopf wieder in meine Richtung und seine Augen werden groß. Ich lächle scheinheilig und gehe weiter.
Ich stoße die Tür auf und muss feststellen, dass sogar der Waschraum teuer aussieht. Als ich meine Hände wasche, betritt jemand den Raum. „Was machst du hier?" – „Man sagt normalerweise erst hallo", antworte ich ihm, ohne ihn anzusehen. Harry tritt hinter mich und sieht mich durch den Spiegel an. „Hallo. Was machst du hier?", wiederholt er seine Frage. „Ich bin mit meinem Team hier essen. Erinnerst du dich? Du hast uns einen Gutschein geschenkt", erwidere ich trocken und trockne mir die Hände. Harry verschränkt die Arme vor der Brust. „So schnell habt ihr einen Tisch bekommen?", will er wissen und sieht mich skeptisch an.
„Ich habe nett gefragt", antworte ich und drehe mich zu ihm um. Harry bleibt einen Moment stumm. „Was ein Zufall, dass du heute auch hier bist." – „Ich habe ein Geschäftsessen", antwortet er mir. „Natürlich hast du das", erwidere ich und sehe ihn provokant an. Ich gehe einen Schritt auf ihn zu. „Weißt du, wenn du nicht willst, dass wir hier sind, dann hättest du uns keinen Gutschein von diesem Laden schenken sollen." – „Gemma wollte das so", sagt er knapp. „Dass wir hier essen gehen? Das glaube ich dir nicht. Ich glaube eher, dass du dachtest, wir bekommen hier sowieso keinen Tisch."
Erwischt. Sein Gesichtsausdruck verrät ihn sofort. Er sieht mich für einen kurzen Moment überrascht an. Ich lächle verschmitzt. „Wusste ich es doch. Blöd nur, dass ich sofort einen Tisch bekommen habe, als ich Emily gesagt habe, dass du uns eingeladen hast." – „Was?" – „Tja, du bist hier wohl ein gern gesehener Gast." Harry möchte antworten, aber ihm bleiben die Wörter im Hals stecken.
Er ist ein paar Schritte rückwärts gegangen. Wie weit kann ich wohl heute gehen? Er steht bereits halb in einer der überraschend großen Kabinen. „Du... uhm...", stottert er. „Versuch es in einem ganzen Satz", antworte ich bestimmend. Er leckt sich über die Unterlippe. „Ich dachte nicht, dass wir uns wiedersehen... schon wieder." – „Tja, falsch gedacht", antworte ich nur und streiche über seine Krawatte. „Geschäftsessen, also? Ich kann Krawatten nicht leiden." – „Sie gehören dazu." – „zumindest nicht um den Hals", beende ich meinen Satz. Er presst die Lippen aufeinander. Er hat mich unterbrochen und er merkt genau, dass mir das nicht gefällt. Harry geht noch einen Schritt nach hinten. Er atmet flach und ich wette, sein Schwanz hat schon mehr als einmal gezuckt. Fuck, wie gerne würde ich ihn einfach über die Marmorplatte der Waschbecken legen und ficken, bis er nicht mehr weiß, wieso er heute hier ist, aber das geht definitiv nicht. Noch nicht.
Ich kicke stattdessen die Tür hinter uns zu und schließe hinter meinem Rücken ab. „Was..." Er schafft es nicht, seine Frage auszusprechen. Ich drehe uns um 90 Grad und drücke ihn mit einer Hand auf seiner Brust gegen die Wand der Kabine. Er schnappt nach Luft. Oh, so ist noch nie jemand mit dir umgegangen, oder? Ich sehe, dass du es magst. Und ich sehe, dass er nicht versteht, dass er es mag.
Meine Hand gleitet langsam von seiner Brust nach unten. Er keucht leise auf und sein Becken zuckt nach vorne. Ich wusste es. Ich öffne seinen Gürten mit einer Hand, mit der anderen halte ich ihn an seiner Hüfte an der Wand. „Louis... das...", stottert er. „Willst du, dass ich aufhöre?", frage ich und schiebe meine Finger unter den Bund seiner Hose. „Ich wette, du hast dir das schon vorgestellt", spreche ich weiter. Es ist hoch gepokert, aber als er nicht widerspricht, weiß ich, dass ich recht habe. Ich wusste, ich habe seine Körpersprache nicht falsch gedeutet.
Mit der Hand, die gerade noch an seiner Hüfte lag, ziehe ich seine Hose und die Shorts darunter ein Stück nach unten. Sein Schwanz liegt hart und warm in meiner Hand über dem Bund. „Du hättest nicht zur Feuerwache kommen müssen, Harry. Du hättest mich nie wieder sehen müssen und doch hast du diesen Gutschein vorbei gebracht." Ich bewege meine Hand langsam und streiche provozierend über seine feuchte Spitze. Er stöhnt leise und seine Augenlider flattern. Ich mustere seinen Körper. Er ist attraktiv, das hat sich nicht geändert, allerdings hätte mich das auch gewundert.
„Hast du davon geträumt? Hast du mich dabei angefasst? Mir einen geblasen? Oder habe ich dich gefickt?", will ich wissen. Sein Mund steht ein Stück offen und immer wieder versagt er dabei, keinen Ton von sich zu geben. „Ich habe... ich...", stottert er und hält sich an der Türklinke fest. Ich umfasse ihn fester und reize seinen Kranz. Er wimmert. Herr Gott. „Was hast du?" – „Unter der Dusche... an dich gedacht", bringt er keuchend heraus. Ich reize ihn weiter und seine Beine fangen an zu zittern. Wenn ich ihn nicht an der Hüfte halten und gegen die Wand pressen würde, würden ihm die Knie wegknicken als er kommt.
Er kommt über meine Hand und legt den Kopf in den Nacken. Er stöhnt auf und legt sich den Handrücken über den Mund, um es abzudämpfen. Seine Augen verdrehen sich nach hinten, schließen sich und ergibt sich seiner Lust.
Zufrieden sehe ich zwischen uns. Sein Hemd ist versaut und seine Hose aus. Oops. Ich lasse ihn los und schließe die Tür auf. „Du solltest dich anziehen", sage ich, bevor ich die Kabinentür öffne. Er stopft das Hemd zurück und richtet die Krawatte. „Was sollte das?", fragt er schwer atmend. Ich wasche mir seelenruhig die Hände. „Sag bloß, du mochtest es nicht." – „Es... das..." Tja, blöd, dass ich mehr über dich weiß als du selbst, oder? „Du hättest jeder Zeit aufhören können", stelle ich klar. Er nickt. „Ja... uhm... ich weiß." – „Du wolltest nicht aufhören." – „Ich mag dich nicht." – „Ich mag dich auch nicht", antworte ich und trockne meine Hände. „Wenigstens etwas haben wir gemeinsam."
Mit diesen Worten verlasse ich den Waschraum und lasse ihn dort, durchgevögelt aussehend, stehen.
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Tja, habt ihr damit gerechnet? Wie überfordert ist Harry jetzt wohl? Und was passiert als Nächstes?
Love, L
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