Epilog
Hello,
mit dem Epilog ist die Story offiziell beendet :3
Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht sie zu schreiben, hoffe euch ging es so beim Lesen :D
Danke fürs Lesen, Voten und kommentieren xx
Vielleicht sieht man sich in einer meiner anderen Storys wieder :3
All the love ~ L xx
《♡》
Meine Beine sind wieder zwischen den Eisenstangen. Kyle benutzt mein Kopf nach wie vor als Kopfkissen und ich sehe der Sonne beim Aufgehen zu. Eine Zigarette befindet sich in meiner Hand, während ich den Jungen in meinem Schoß mit meiner freien Hand die Haare kraule. Der Rauch verlässt meinen Mund und steigt in den Himmel auf, der immer heller wird.
Mich juckt es in den Fingern ihn zu zeichnen.
Allerdings will ich noch nicht weg von Kyle, es ist gerade viel zu bequem. Ich rauche meine Zigarette fertig, bevor ich vorsichtig seinen Kopf von meinem Schoß nehme und versuche aufzustehen, ohne ihn zu wecken.
Auf leisen Solen laufe ich zurück in die Wohnung, um meine Staffelei, Farbe und eine neue Leinwand zu holen.
Als ich alles aufgebaut habe, betrachte ich das Bild vor mir, bevor ich anfange mir die Farben zusammem zu mischen, die ich brauche. Ich beschließe Kyle auch auf dem Bild zu verewigen, wie er seitlich am Geländer liegt. Den Rücken hat er mir zugewendet. Die Decke geht ihm bis knapp über die Hüfte, sein Oberkörper wird von der Regenbogenflagge bedeckt. Hinter ihm erstrecken sich die bunten Farben des Sonnenaufgangs. Es ist wunderschön.
Ich fange an den Sonnenaufgang zu malen, zuerst fällt es mir etwas schwer, aber mit der Zeit komme ich mit den Farben zurecht und es sieht recht akzeptabel aus.
Während ich Kyle male, diesesmal komplett in Farbe, gebe ich mir besonders Mühe. Keine Ahnung ob ich ihm das Bild zeigen werde, aber vermutlich wird er es früher oder später sowieso sehen. Schmunzelnd stehe ich auf meinem Balkon und versinke etwas in meiner eigenen Welt, während ich meinen neuen Lieblingsausblick male.
Es wird etwas frisch, der Wind fährt mir durch meine Haare und sorgt dafür, dass ich wacher werde. Die leichte Kälte ist recht angenehm, weshalb ich mir auch keine Jacke hole.
Für mich ist es immer noch ein wenig surreal, dass Kyle hier auf meinem Balkon liegt. Ich kenne ihn noch nichtmal Vierundzwanzig Stunden und doch hat er es geschafft, dass ich mich zumindest schonmal in ihn verliebt habe. Er ist eine wirklich interessante Persönlichkeit. Ich mag seine Art, wie er lacht, wie er mich ansieht, wie er auf meine dummen Sprüche reagiert und wie er immer Körperkontakt oder zumindest Augenkontakt zu mir sucht. Er geht so locker mit mir um, als würden wir uns schon Jahre kennen. Ich mag wie direkt er ist und dass er keine Angst hat er selbst zu sein. Sein Selbstbewusstsein finde ich wirklich attraktiv, aber auch seine schüchterne Seite, die ich auch schon ein paar mal sehen durfte ist unfassbar knuffig. Außerdem kann man mit ihm auch über ernste Themen sprechen, ich mag seinen Blickwinkel, er ist erfrischend. Seine Meinung zu verschiedenen Dingen interessiert mich wirklich und ich hoffe, dass wir in Zukunft noch in ein paar Momente kommen, in denen wir deep talk führen können.
Ich will alles über ihn wissen. Seine Ticks, seine Markel, seine Träume- einfach alles. Noch nie hat mich eine andere Person so neugierig gemacht, dass ich mich wirklich freiwillig mit ihr Stundenlang unterhalten will.
Hoffentlich bleibt Kyle mit mir in Kontakt, ich wäre wirklich nicht abgeneigt ihn auf ein Date einzuladen. Ich hatte noch nie ein Date gehabt. Bis jetzt hab ich es immer als etwas unnötiges angesehen, aber jetzt würde ich Kyle tatsächlich gern in ein Restaurant einladen. Wobei ich für unser erstes Date wohl etwas kreativeres machen werde. Ich will mit ihm irgendwohin, wo wir ungestört sein können. An einen Ort, an dem nur wir sind.
Eine spontane Reise wäre schön. Einfach für eine Woche weg von hier. Weg von dem Alltag und unseren Sorgen. Ein Roadtrip wär schön. Zu zweit in einem Auto, durch verschiedene Städte. Meinetwegen könnten wir Taylor Swift im Hintergrund spielen lassen. Wir würden die ganze Fahrt lang reden, Witze machen und lachen. Nachts würden wir anhalten, um am Straßenrand auf der Motorhaube zu liegen und die Sterne betrachten. Wahrscheinlich würden wir dabei kuscheln und einfach nur den Moment genießen. Wir müssten noch nichtmal miteinander reden, um uns wohl zu fühlen. Der Körperkontakt würde völlig ausreichen.
Ich reiße mich mit einem Kopfschütteln aus meinen Tagträumereien und sehe zu Kyle. Ein Lächeln schleicht sich auf meine Lippen. Eigentlich sollte ich das ganze hinterfragen. Mich wundern, warum es so schnell bei uns geht, aber alles an was ich im Moment denken kann, ist, dass ich froh darüber bin wie die Nacht verlaufen ist.
Es fühlt sich richtig an, weshalb ich es mir erlaube, einmal nicht etwas kaputt zu denken, sondern einfach den Moment zu genießen, in dem es noch perfekt ist. In dem ich noch träumen kann. Ich habe keine Ahnung wie es mit uns weitergeht, aber ich weiß, dass ich ihn auf jedenfall noch besser kennenlernen will. Er hat mich neugierig gemacht, was er noch alles für Fassaden hat. Ich möchte alle kennenlernen. Die guten und die schlechten Dinge. Ich will alles erleben. Ich will-
Ich will ihn.
Die Realisation trifft mich und ich lasse meinen Pinsel sinken. Mein Blick liegt auf seiner schlafendenen Figur.
Ich muss ihn wohl ziemlich lange angestarrt haben, denn irgendwann dreht er sich auf seinen Rücken und gähnt ausgiebig. Verschlafen sieht er sich um, bis sein Blick meinem triftt. Er hält in seinen Bewegungen inne, bevor sich ein Lächeln auf seine Lippen schleicht und er aufsteht.
Die Decke lässt er auf dem Boden liegen und läuft zu mir. Bevor ich es wirklich begreifen kann, schmiegt er sich an mich. Seine Wange liegt an meinem Brustkorb, seine Arme schlingen sich um meinen Oberkörper. So steht er da, seine Augen hat er wieder geschlossen und seufzt leise. Ich brauche kurz etwas, ehe ich meine rechte Hand an seinen unteren Rücken lege. In meiner linken halte ich immer noch den Pinsel und male nach ein paar Minuten schließlich weiter. Es fehlt nicht mehr viel.
"Was malst du?" ,fragt er nuschelnd, weshalb ich lächeln muss. Süß.
"Etwas, was ich in Zukunft hoffentlich noch öfter zu sehen bekomme" ,antworte ich schlicht, was Kyle wohl nicht zufrieden stellt, weshalb er sich kurz von mir löst, damit er selbst einen Blick auf mein Bild werfen kann.
Ich sehe wie er anfängt breit zu Lächeln und sich anschließend wieder an mich schmiegt.
Mit einem Lächeln sehe ich zu ihm runter.
"Ich will dich auf ein Date einladen" ,spreche ich meine Gedanken aus. Kyle lächelt zufrieden, während er mir dabei zusieht, wie ich neue Pinselstriche auf der Leinwand verewige.
"Was schwebt dir denn so vor?" ,fragt er neugierig.
"Noch nichts, ich weiß nur, dass ich Zeit mit dir allein verbringen möchte, also wird es wohl nicht an einem öffentlichem Ort sein."
"Ich will auch Zeit mit dir allein verbringen" ,antwortet er ehrlich und sieht ernst zu mir. Er löst sich von mir, um mich besser ansehen zu können. "Falls etwas aus uns werden sollte, will ich dich vorwarnen, dass ich sehr viel Ballast mit mir rumtrage. Noch dazu kommt die ganze Situation mit meinem Vater und ich weiß nicht, ob ich das alles schon einer anderen Person antun will."
"Dafür weiß ich, dass ich mir das alles antun will. Dein Ballast ist mir egal, ich bin auch kein Engel, lass uns einfach zusammen mit unserem Gepäck durch die Welt wandern."
"Ich hatte recht, du kannst romantisch sein" ,kommt es nur mit einem kleinen Lächeln von ihm.
"Ich kann noch sehr viel mehr und das kannst du alles noch rausfinden, wenn du mir eine Chance gibst."
"Die hast du schon längst."
Ich fange breit an zu lächeln, bevor ich mich zu ihm runterbeuge und ihn in einen Kuss verwickel. Kyle lässt sich sofort auf ihn ein und schmiegt sich wieder an mich. Glückseligkeit strömt durch meinen Körper, als ich mich von ihm löse und ihm in die dunkelbraunen Augen sehe.
Kyle ist perfekt in seiner eigenen chaotischen und liebenswürdigen Art.
Er ist alles was ich je gewollt habe und noch so viel mehr.
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