Es wird spät
»Was? Was ist?«, fragte ich Hicks. »Ach nichts.« »Warum schaust du mich dann so an?«. Hicks rutschte etwas näher zu mir und meinte: »Hier haben wir uns gesagt, dass wir uns lieben«. Ich begann genauso breit zu grinsen, wie er. »Haha du hast recht. Das war der beste Tag meines Lebens.« »Der Tag davor war auch nicht gerade der schlimmste.« »In dem Moment schon! Man ich wurde vor die Tür geworfen! Ich war mir klar, dass ich dich liebe und dann hätte ich genau das nicht gedurft?! Als ob du den Tag damals als besten Tag deines Lebens abgestempelt hättest.« »Naja...eigentlich schon. Ich mein du hast mir klarmachen wollen, dass du das selbe für mich empfindest, wie ich für dich. Du hast mich wieder geküsst und mir gesagt unser erster Kuss war nicht bedeutungslos. Der Rest vom Tag war scheiße«. Wir fingen an zu lachen. Hicks gab mir einen Kuss auf die Wange und versuchte sich zu drehen. Ich wusste, was er vorhatte, also drehte ich mich auch in der Hängematte, dass wir richtig drinne lagen. Hicks legte seine Arme um mich und lehnte seinen Kopf an meinen. Ich schloss meine Augen und murmelte: »Ich liebe dich Hicks«. Er drückte mich etwas an sich und flüsterte ebenfalls: »Ich liebe dich auch Astrid.« »Das ist noch garnicht so lange her fällt mir grad auf....das ist gerademal ein Monat. *lacht* Wir sind nach einem Monat Beziehung weiter, als andere nach nem halben Jahr.« »Stimmt. *lacht*«. Wir hörten auf die Musik und schaukelten leicht. Als "Ain't nobody" lief fing ich an mit zu summen. Hicks flüsterte mir beim Refrain im Rhythmus der Musik »Ain't nobody loves me better, makes me happy, makes me feel this way« ins Ohr. Ich sah ihn an und gab ihm einen leichten Kuss. Als das Lied zu ende war sah ich mich mal wieder im Garten um, ob Jack und Elsa überhaupt noch da waren, was nicht der Fall war. Ich stand auf und lief zum Tisch, auf dem noch unsere Getränke standen. »Weißt du, wo die beiden hin sind?«, rief ich zu Hicks. Er zuckte mit den Schultern. Ich ging wieder zu ihm und setzte mich in die Hängematte. »Die sind bestimmt drinne oder so.« »Ist doch gut. Mehr Zeit für uns«. Gerade als ich mich wieder hingelegt hatte riefen die beiden von der Tür aus: »Wir haben Eis!«. Hicks und ich sahen uns gegenseitig fies an und rannten los. Zu dumm, dass seine Prothese in der Hängematte hängen blieb. Als ich mein Eis hatte drehte ich mich um, ob er noch festhängt, aber er kam zu uns geloffen. »Hat's dich hingehauen?«, lachte ich leicht schadenfroh. »Ja hat's mich oder glaubst du ich mach mir freiwillig Erde ins Gesicht?«, gab er leicht aufgebracht zurück. »Nohhh...«, ich streichelte ihm über die dreckige Wange. »Hier«, ich hob ihm einen Löffel Schokoeis entgegen, welchen er gleich annahm. Wir setzten uns alle wieder an den Tisch und aßen unseren Nachtisch. Erst als wirklich auch der letzte brocken Eiscreme vernichtet war fingen Jack und Elsa wieder an auf die Musik herumzualbern. Hicks und ich sahen ihnen eine weile zu, da das echt komisch aussah. Auf einmal zog Hicks mich wieder auf seinen Schoß, wie in dem Restaurant. Er begann hämisch zu grinsen. Ich hob ihn am Kragen seines Shirts und gab ihm einen Kuss. Seine Lippen schmeckten noch leicht nach Schokolade. Wir küssten uns, bis ein »Ahem« von der anderen Tischseite uns unterbrach. Jack saß alleine dort. »Wo ist Elsa hin?«, fragte ich ihn. »Die musste nach hause. Und ich glaube Hicks muss das auch«. Ich sah Hicks leicht traurig an, stand aber auf und verabschiedete mich von ihm. Ich ließ mich wieder in meinen Stuhl fallen und legte die Füße auf den Tisch. »War ein ganz schön chilliger Tag, was?« »Joa kann man so sagen. Aber wollten wir den nicht eigentlich zu zweit genießen?« »Satz mit x das war wohl nix?« »Haha dein ernst?« »Warum denn nicht?«. Ich verdrehte die Augen und stand auf. Zusammen brachten wir das restliche Geschirr in die Küche und in die Spülmaschine. Wir setzten uns noch etwas vor den Fernseher und gingen schließlich schlafen.
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