7.
Müde schlug ich meine Augen auf. Mein kopf schmerzte immer noch, und ich spürte die Schwellung auf meiner Wange schon jetzt. Seufzend drehte ich mich in meinem Bett um. Aber es nützte nichts. Ich musste Aufstehen. Im Bad zog ich mir meine Kleidung für die Schule an, und kämmte meine Haare. Meine Wange war blau, lila verfärbt und an der einen stelle konnte man noch genau die kleine Wunde erkennen. Überschminken ging also nicht, denn sonst würde sich die Wunde entzünden. Schnell verließ ich das Haus, ohne noch ein Wort mit meinem Vater zu wechseln.
In der Schule angekommen nahm ich mir mein Mathe Buch, und versuchte weites gehend meinen Freunden aus dem Weg zu gehen. Denn diese würden sicherlich nachfragen was passiert sei. Peter und Ned kamen grade den Gang entlang und ich ging so also in die andere Richtung. Es war total bescheuert, denn früher oder später würden sie mich sehen. Doch für die erste Stunde wollte ich meine ruhe haben. Keine nervigen und besorgten fragen. In der zweiten Stunde hingegen müsste ich wohl oder übel mit Peter reden müssen, denn er und ich hatten jetzt gemeinsam Geschichte. Ich setzte mich auf einen Platz möglichst weit hinten in Klassen Raum,und zog meine kaputte auf, so das ich meine linke Wange verstecken konnte. Peter setzte sich links neben mich. ,,Hey Maddy!" ich sah nicht zu ihm, denn dann würde er meine Wange sehen. ,,Hey." er war verwirrt. Denn das musste ziemlich kalt rüber kommen, wie ich ihn nicht mal ansah. Der Lehrer betrat jetzt ebenfalls den Raum und ließ den Blick über die Klasse schweifen. ,,Madison, Kaputze runter!" ich seufzte und tat was er mir sagte. Peter sah mich geschockt an. ,,Maddy?" ich tat so als würde ich ihn nicht hören, und achtete nur auf den Lehrer, der mit seinem gleichen langweiligen Stoff wie immer begann. ,,Maddy?" er pickst mich in meine Seite. Ich schlug das Buch auf Seite 217 auf, und sah zu ihm. ,,Seite 217!" antwortete ich ohne auf die Frage zu warten. Peter hatte sein Buch nicht aufgeschlagen, sprich er hatte nicht mitbekommen wo wir waren. Er seufzte. ,,Madison, deine Wange was ist passiert." leicht verdrehte ich meine Augen. ,,Bin hingefallen" antwortete ich kühler als gewollt. Er runzelte seine Stirn und drehte sich weg von mir. Ich entspannte mich leicht, doch wurde traurig. Peter wollte mir nur helfen! Und ich versaute es total ! Als es endlich klingelte stürmte ich aus dem Klassenzimmer. Ich wollte keine Fragen. Denn ich wollte eigentlich nicht lügen! Peter rief mir noch hinterher, doch ich achtete nicht auf ihn. In der Bibliothek fand ich Zuflucht. Die meisten würden jetzt zum Mittag gehen, so wie MJ, Ned und Peter. So konnte ich mich hier in Seelenruhe verstecken. Seufzend lehnte ich mich gegen ein Bücherregal und atmete tief aus, als die Tränen kamen. Flashbacks. Sie erfüllten mich seit gestern regelmäßig. Meist wenn ich allein war, und viel Zeit hatte nach zu denken! Ich drückte meine Hände gegen den Kopf, um von diesen Bildern los zu kommen ! Ich wollte sie nicht sehen. ,,Maddy?" ich zuckte zusammen als jemand meinen Arm Berührte. Ich wollte die Hand abschütteln und geriet in Panik, bis ich bemerkte wer es war. ,,P..Peter!" mein Herz raste und meine Atmung war doppelt so schnell wie gewöhnlich. ,,Hey alles ok?" er hockte vor mir, und sah mich besorgt an. ,,J..ja. Alles gut!" Er nickte leicht. ,,Möchtest du reden?" schnell schüttelte ich meinen Kopf. ,,Wir können.. gehen. Ein Eis essen oder so!" er lächelte leicht, doch wieder schüttelte ich meinen Kopf. ,,wir haben Schule Peter!" er seufze. ,,Nach der Schule?" erneut musste ich meinen Kopf schütteln. ,,ich.. muss nachhause. Mein Vater braucht meine Hilfe." er nickte leicht enttäuscht. ,,Tut mir leid.. ein anderes mal!" er nickte und half mir auf. Leicht lächelnd sah ich in sein Gesicht. ,,Ich.. muss los." ich eilte an ihm vorbei und ließ ihn dort einfach stehen. Verdammt! Er wollte helfen und ich stieß ihn beiseite.
Seufzend verbrachte ich also den restlichen Schultag, eher abwesend.
,,bin wieder zuhause!" ich hoffte sie waren beide noch arbeiten und betrat die Küche. Meine Tante sah mich an. Sie seufzte leicht, und stand auf. Sie öffnete den Kühlschrank. ,,setz dich!" sie holte gekühlte Erbsen heraus und gab sie mir. Ich legte sie mir gegen die Wange und lächelte leicht. ,,MJ hat was von Klassenfahrt erzählt!" sie nickte. ,,Ja und?" ich legte meinen Kopf schief. ,,Ich weiß nichts davon!" sie weitete ihre Augen. ,,Dein Vater sollte dich informieren!" ich seufzte. Wir redeten noch etwas über die Fahrt. Die schon in zwei Wochen sein würde, und ich erzählte ihr auch von Stark Industries! Doch auf meine Wange sprach sie mich nicht an. Dies war typisch für meine Familie. Jeder ignorierte es, und schwieg es einfach Tod! Keiner wollte ihm sagen was für ein arschloch er ist! Seufzend lehnte ich mich zurück. Er war mein Vater! Ich liebte ihn, konnte ihn gleichzeitig aber nicht ausstehen! ,,Ich geh schlafen." meine Tante sah auf die Uhr. Es war nicht mal fünf Uhr nachmittags, doch sie nickte. ,,schlaf.. gut kleines!" ich lächelte leicht in verließ dann die Küche. Im Bett angekommen kuschelte ich mich in die Decke.
m: tut mir leid Peter! Ich wollte nicht so böse sein in der Schule!
Schnell legte ich mein Handy beiseite und sah an die Decke.
Ein normaler Tag..
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