46.
Ich stocherte Gedanken verloren in meinen Nudeln herum. Peter sah immer mal wieder zu mir, doch sprach wie ich kein Wort. Wir würden ein Baby bekommen. der Entbindungstermin war kurz Vor den Abschlussprüfungen. Also würde ich vor den Prüfungen zuhause bleiben, das Kind bekommen und die Prüfungen nachholen. Vielleicht konnte ich sie aber auch vorziehen. Würden Peter und ich umziehen? In eine eigene Wohnung ? Wir brauchten einen Kinderwagen, ein Babybett, Kleidung. Wir brauchten so viel! Würden wir das schaffen? Der Arzt hatte etwas von Abbruch geredet. Ich war immer dagegen! Aber jetzt wo ich selber betroffen war? Würde ich überhaupt eine gute Mutter werden ? ,,Maddy?" ich zuckte zusammen als ich Peters Hand auf meiner spürte. ,,Du weinst ja.. wieso weinst du?" schnell wischte ich mir über die Wangen, tatsächlich hatte ich begonnen zu weinen. ,,Was wenn wir das nicht schaffen Peter ? Wenn wir dem Baby nicht gerecht werden?" ich zog zitternd die Luft ein. Ich wollte nicht das mein Kind irgendwann nichts hatte! ,,Hey! Maddy Denk nicht darüber nach. Wir werden das schaffen! Und das Baby wird die besten Eltern der Welt bekommen, okay?" ich nickte leicht und schon mein Essen von mir. ,,Können wir nachhause gehen?" er nickte sofort und stand auf um das Essen zu bezahlen. Während dem ganzen Weg nachhause hielt Peter meine Hand. Überall sah man kleine Kinder, Kinderwagen oder schwangere. Als wir an einer Ampel aufs Grün warteten sah hinüber auf die andere Straßenseite. Dort stand ein kleiner Junge, vielleicht drei Jahre alt. Er hielt mit der einen Hand einen Roten Luftballon, und mit der anderen hielt er die Hand seines Vaters. Eine schwangere Frau stand neben den beiden, und erzählte dem Mann etwas. Vielleicht das sie das Kind spürte ? Oder wie glücklich sie war? Der kleine zupfte an der Hand des Vaters woraufhin sich der Mann zu ihm herunter beugte. Er hielt ihm eine Action Figur hin und erzählte ihm etwas. Vielleicht würde Peter irgendwann dem kleinen erzählen was er jeden Tag als Spiderman erlebte ?
,,Schatz?" ich stellte die Einkaufstasche auf die Theke. Wir waren eben noch einkaufen gewesen, damit ich Pepper eine Aufgabe abnehmen konnte. ,,Denkst du er wird wie du?" Peter runzelte seine Stirn und blickte mich an. ,,was meinst du?" ich seufzte. ,,Naja wie du halt. Spiderman!" er wollte zu einer Antwort ansetzen, doch ich gab ihm dazu keine Chance. ,,Ich liebe dich! Wirklich! Aber ich mache mir jedesmal" ich seufzte erneut. ,,Jedesmal sorgen wenn du da draußen bist!" Peter setzte erneut zur Antwort an. ,,Doch was mach ich wenn er mit 6 Jahren draußen mit dem Roller rumfährt, und jedem zeigt was er Kann? Es würde ihn gefährden!" Peter lächelte sanft und kam zu mir. ,,Er, wird diese Fähigkeiten vermutlich nicht geerbt haben. Und wenn er das hat." er strich mir meinen Haare hinters Ohr, und hob meinen Kopf leicht an. ,,Dann werden Du und ich das schaffen!" er legte beide Hände an meine Wange. ,,Wir werden ihm beibringen wie er seine Kräfte einzusetzen hat! Hörst du?" ich nickte leicht und legte meinen Kopf an seine Brust. ,,wie sage ich es nur Pepper und meinem Vater ?" Peter strich durch meine Haare. ,,Wie du denkst? Sie werden es sowieso herausfinden. Wenn du bereit bist sagen wir es deinem dad, Pepper und Tante May okay?" leicht lächelnd nickte ich. ,,Peter?" er sah leicht zu mir herab, und legte die Arme um meinen Rücken. ,,Wir bekommen ein Baby!" er lächelte, beugte sich zu mir herab und küsste mich.
Seit wir beim Arzt waren, sind zwei Wochen vergangen. Ich bin jetzt in der neunten Woche, und habe den Arzt gewechselt. Heute Abend wollen Peter und ich es meinen Eltern erzählen. Dazu habe ich kleine Socken in Blau gekauft. Ich gehe stark davon aus das ich einen Sohn bekomme. Einen kleinen Peter! Meine Beschwerden hingegen waren besser geworden, die Krämpfe sind zurück gegangen und auch die Müdigkeit hat nachgelassen. Ich war jetzt erst zwei Monate schwanger, aber die Freude auf den kleinen wird von Tag zu Tag größer. Peter hingegen schien langsam die Panik zu packen. Er will die Schule abbrechen und arbeiten gehen, das konnte ich ihm aber zum Glück austreiben! Wie sollte er ohne Schule einen Job finden ? Bei Peters Berührung zuckte ich leicht zusammen. Er hatte seine Hand auf meinen Bauch gelegt, und war näher an mich gerutscht. ,,Guten Morgen!" er küsste sanft meine Wange und ich begann zu lächeln. Er wird der beste Daddy den es gibt. Dessen war ich mir sicher! Ich beugte mich zu Peter und küsste ihn. In den nächsten Monaten würde es für uns schwer werden. Wir werden an unsere Grenzen gebracht werden. Und wir werden zweifeln. Aber wir werden das schaffen! Weil wir uns haben. Leicht lachend stand ich auf. ,,wieso lachst du?" schmunzelnd hog ich die Gardinen auf. ,,Ich habe kitschige Gedanken." Peter grinst und stand auf. ,,Ich wollte vor heute Abend noch mal... Spiderman Sachen machen. Ist das okay?" ich nickte. Peter war die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft. Egal wann er konnte ging er raus und half jedem. Von Hausbrand zur verwirrten Oma. Er grinst und küsste mich erneut. ,,Ich bin rechtzeitig zuhause!" lächelnd betrat er den Kleiderschrank um sich umzuziehen während ich in die Küche ging.
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