Training
Deine Sicht
Mir kam es wie eine Ewigkeit vor, bis wir endlich beim Hauptquartier ankamen.
„Ich werde euch nun noch ein paar Aufgaben zuteilen und wenn ihr diese erledigt habt, dürft ihr euch alle erstmal ausruhen. Ihr habt heute alle gut gekämpft!", sagte Erwin zu uns.
Ich saß immer noch auf meinem Pferd und mir tat alles weh. Ich will einfach nur noch ins Bett. Ich konzentrierte mich schnell wieder auf das Hier und Jetzt, um nicht zu verpassen was ich machen muss. Ich war in der Gruppe die beim Pferdestall für Ordnung sorgen muss. Ich wollte gerade von meinem Pferd steigen, als ich aus versehen mit einem Fuß im Steigbügel hängen blieb und über mein Pferd auf den Boden fiel. Glücklicherweise hat mich Hauptmann Levi noch im letzten Moment aufgefangen. Warum eigentlich immer er? Levi half mir wieder auf und musterte mich von oben bis unten.
„Du machst heute gar nichts mehr, sonst muss ich dir bestimmt noch viel öfter wieder hoch helfen. Du gehst dich jetzt waschen und dann ruhst du dich aus.", sprach Levi ruhig zu mir.
„Vielen Dank Hauptmann. Das ist sehr nett von Ihnen. ... Sie können mich übrigens wieder loslassen." Tatsächlich hielt er mich noch immer fest, als könnte ich sofort wieder umfallen. Er lies mich sofort los und antwortete nur mit einem einfachen „Tch" und so schnell wie er da war, war er auch schon wieder weg.
Ich lief den langen Flur entlang, der nun so verdammt leer war, weil ja alle noch draußen mit dem aufräumen beschäftigt waren. In meinen Gedanken war ich schon voll und ganz unter der warmen Dusche. Früher habe ich gedacht ich würde mich niemals in den langen Fluren zurecht finden und jetzt finde ich alles schon im Schlaf. Ich nahm mir ein großes Handtuch und machte mich auf den Weg ins Bad.
Ich drehte den Wasserhahn auf und genoss die Stille. Ich zwängte mich aus meinen dreckigen Sachen raus und warf sie in die Ecke. Ich spürte wie das warme Wasser meinen Körper hinunterfloss. Es tat gut diese angenehme Wärme zu spüren. Ich wusch das ganze restliche Blut weg. Eine gefühlte Ewigkeit später lies ich endlich das schön warme Wasser hinter mir und trocknete mich mit meinem Handtuch ab. Ich zog mir frische und bequeme Sachen an. Die schmutzigen Sachen stopfte ich in einen Beutel. Ich lief wieder die langen Flure entlang und ging meinen Gedanken nach.
„Ach (v/n) da bist du ja!", rief Erwin zu mir. Neben ihm stand Levi der mich genervt ansah.
Levis Sicht
Endlich ist diese langweilige Sitzung zu Ende. Nachdem wir wieder am Hauptquartier ankamen, hat uns Erwin sofort zu sich gerufen. Warum auch immer er so dringend mit der Eliteeinheit reden musste.
Erwin und ich standen auf dem Flur, da wir noch etwas geredet hatten.
„Du Levi. Warum ist (v/n) eigentlich nicht gekommen?", wollte Erwin auf einmal wissen.
„Ihr ging es nicht gut und ich hab ihr dann frei gegeben."
Es würde mich echt brennend interessieren warum Erwin so vernarrt in (v/n) ist.
„Erwin dürfte ich wissen warum du dich so sehr um (v/n) kümmerst? Sie ist auch nur ein einfacher Kadett."
„Naja das schon, aber seit ihre Eltern umgebracht wurden, fühle ich mich verantwortlich für sie. Verstehst du? Ich wollte sie damals eigentlich bei mir aufnehmen, aber mir wurde verboten die Kinder bei mir wohnen zu lassen und so musste ich sie wieder wegschicken. Es ist wirklich bedauerlich, dass (v/n) auch noch ihre Schwester verloren hat. Und deshalb kümmere ich mich um sie. Ich möchte für sie da sein, weil ich es früher nicht sein konnte.", erklärte Erwin langsam.
„Verstehe."
„Ach (v/n) da bist du ja!", rief Erwin auf einmal durch den Flur. Na toll, einen besseren Zeitpunkt hätte sie sich ja wohl nicht aussuchen können.
„Ähm ja, was gibt es denn Erwin?" (v/n) klang immer noch ziemlich erschöpft. Warum spricht sie Erwin eigentlich mit 'du' an und mich nicht?!
„Geht es dir schon besser? Levi sagte dir geht es nicht gut."
„Oh ja, danke der Nachfrage. Ich bin nur ein wenig müde, das ist alles. Dürfte ich also bitte in mein Zimmer gehen?", fragte sie Erwin unsicher. Dieser nickte nur langsam. (v/n) lächelte uns zum Abschied beide an und ging dann wieder durch den langen Flur in unser Zimmer.
Deine Sicht
Ich lies mich in mein Bett fallen, glücklich endlich wieder zu Hause zu sein. Es ist zwar noch Morgen, aber so gut wie jeder im Hauptquartier geht jetzt wohl schon schlafen. Ich bin froh endlich im Bett zu liegen. Der Tag an sich war wahrscheinlich der schlimmste meines Lebens, aber zumindest lebe ich noch.
Lange habe ich anscheinend nicht geschlafen, denn als ich aufwachte war es erst später Nachmittag. Mein Körper tat nicht mehr so sehr weh, wie heute morgen noch. Die Dusche und das Schlafen hatten anscheinend eine gute Wirkung. Im Bett liegend, starrte ich die Wand an und ging meinen Gedanken nach. Nach einer Weile wurde mir ziemlich langweilig und ich beschloss noch ein paar Runden laufen zu gehen. Ich zog mir also meine Sportsachen an und ging aus meinem Zimmer. Levi saß an seinem Schreibtisch und machte irgendwelchen Papierkram. Hat der überhaupt mal geschlafen? Er schaute mich misstrauisch an.
„Auch schon wach?" Er schaute nun wieder auf seine Zettel und machte weiter, als hätte er gerade nicht mit mir geredet.
„Ich gehe noch ein bisschen auf den Trainingsplatz."
„Jetzt noch? Warum das denn?" Seine Aufmerksamkeit galt immer noch dem Papierstapel.
„Naja jetzt ist es nicht mehr so heiß draußen und es ist sonst niemand auf dem Platz der mich nerven könnte.", erklärte ich ihm.
„Da hast du Recht. In Ordnung dann geh!" Ohne weiteres verließ ich das Zimmer und ging zum Trainingsplatz. Ich wärmte mich zuerst mit ein paar Übungen auf. Ich habe beschlossen mehr zu trainieren um besser zu werden. Ich werde wieder stärker werden und es auch wieder in die Eliteeinheit schaffen! Ich holte einmal tief Luft und fing dann an meine Runden zu laufen. Ich lief und lief und lies meinen Gedanken die ganze Zeit freien Lauf. Ich lief sehr lange, denn als ich aufgehört habe, war es schon Dunkel. Ich ging noch in die Küche um ein Glas Wasser zu trinken, da ich verdammt durstig war. Ich bin auf meinem Weg niemandem begegnet. Naja, kein Wunder. Die meisten werden schlafen. Ich machte leise die Tür zu unserem Zimmer auf und schaute mich im Raum um. Levi saß auf dem Fensterbrett, den Kopf an die Fensterscheibe gelehnt. Ist er etwa so eingeschlafen? Warum sitzt er überhaupt am Fenster? Ich ging auf das Fenster zu um nach draußen zu schauen, aber viel spannendes gab es da nicht zu sehen. Eins muss man dem Zimmer hier lassen. Man hat einen perfekten Ausblick. Man kann eine wunderschöne Blumenwiese sehen, den künstlich angebauten Wald in dem wir immer mit unseren 3D-Modulen trainieren und denTrainingsplatz. ... Den Trainingsplatz auf dem ich gerade die ganze Zeit gelaufen bin. Sitzt Levi etwa deswegen hier? Hat er mich etwa die ganze Zeit beobachtet? Sofort fiel mein Blick auf Levi, der noch immer seelenruhig dasaß und schlief. Eine Haarsträhne hing ihm im Gesicht und ohne groß nachzudenken strich ich die Strähne aus seinem Gesicht. Ich spürte wie sich Tränen in meinen Augen bildeten. DieHaarsträhne rutschte wieder in sein Gesicht und ich musste schmunzeln. Ich strich mit meinen Fingern über seine Wange und sagte ganz leise: „Levi ... wenn du nur wüsstest was du mit mir anstellst." Ich gab ihm einen Kuss auf die Stirn und ging in mein Zimmer.
„Erzähler" Sicht
(v/n) ging in ihr Zimmer, zog sich ihre Schlafsachen an und legte sich ins Bett. Levi saß noch immer ruhig auf dem Fensterbrett, die Augen geschlossen, doch mit einem zufriedenem Lächeln im Gesicht.
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Ahhhhh es tut mit soo verdammt leid, dass so lange nichts mehr von mir kam, aber die Schule war so verdammt stressig und wir schreiben ja auch bald Prüfungen. D:
Ich versuche jetzt wieder öfter zu schreiben, doch ich kann leider nichts versprechen. Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen. Das wichtigste ist ja dass es weiter geht oder? :D
Ich würde mich über ein Kommentar und eine Bewertung sehr freuen.
Dankeee =^-^=
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