Kapitel 9

Bald kam Weihnachten. Da Draco nach Hause fuhr, sah ich keinen Sinn darin, in der Schule zu bleiben und schrieb meiner Mutter, dass ich Weihnachten zu Hause verbringen wollte. Also fuhr ich an Weihnachten zurück.

Das restliche Schuljahr war recht ereignislos, abgesehen von der Tatsache, dass Prüfungen anstanden. Ich lernte ein wenig, wusste aber, dass ich einen großen Vorteil hatte, und gut abschneiden würde. Dann, nach den Prüfungen wurde bald bekannt, dass Harry Potter die Welt vor Voldemort bewahrt hatte. Draco wurde, wie erwartet, fuchsteufelswild, doch die Tatsache, dass Gryffindor Quidditch verloren hatte, und so wohl auf keinen Fall den Hauspokal kriegen würde, heiterte ihn ein wenig auf. Wenn er nur wüsste...

Dann kam das Fest. Dumbledore sagte die Punkteanzahl und als Slytherin erwähnt wurde, grölten alle um mich herum laut. Ich nicht, ich wusste was kommen würde. Draco sah mich fragend an. Doch seine Frage erklärte sich von selbst. Dumbledore gab den Gryffindors 170 Punkte, und sie gewannen.

Draco haute sauer auf den Tisch. Ich legte den Arm um ihn. "Hey, I know Harry probably only gets the points because Dumbledore likes him, but he deserves a little, right? I mean, he's done a lot. " Draco sah mich an und nickte langsam.

***

Ich hatte Bestnoten bei den Jahresabschlussprüfungen, was mich nicht überraschte. Crabbe und Goyle hatten es mit Hängen und Würgen geschafft und Draco hatte es auch ganz gut hinbekommen.

Wir fuhren mit den Booten zurück zum Bahnhof Hogsmeade und stiegen dort in ein Abteil. Während der Fahrt las ich „The standard book of spells, by Miranda Goshawk , grade 3" (Ich hatte mir das schon einmal gekauft, weil die ersten beiden so langweilig einfach waren).

Als wir dann schließlich angekommen waren, gingen wir munter schwatzend aus dem Abteil raus. Ich ging als erste aus dem Abteil heraus und stürzte auf das Gleis. Dann ging ich durch das Tor zur Muggelwelt. Dort standen meine Mutter, mein Vater, Sabine und Milan. Sie strahlten alle. Und ich strahlte zurück. Ich fiel in ihre Arme und sie umarmten mich.

Dann fuhren wir mit dem Muggelzug nach Hause. Während der Fahrt konnte ich ihnen nicht von meinem Jahr erzählen, aber als wir dann endlich zu hause waren, erzählte ich ihnen ausnahmslos alles. Und auch Rocky, Emmy und Diana erzählte ich alles.

Ich hatte schöne Ferien. Es war mal eine Abwechslung zu Hogwarts, obwohl das ja auch schön war. Diana, Emmy und Rocky hatten auf St. George Freunde gefunden. Sie sollten die zweite Woche der Sommerferien Diana, Emmy und Rocky besuchen. In der dritten Woche dann, sollten Diana, Emmy und Rocky eine ihrer Freunde besuchen, wie Diana mir erklärte.

Diana, Emmy und Rocky wollten unbedingt, dass ich die beiden kennenlernte, also kam ich mit, als sie sie vom Bahnhof abholten. Wir standen also dort und warteten. Schließlich rief eine Stimme: „Diana, Emmy, Rocky!" Ein rothaariges Mädchen und ein blondhaariges Mädchen liefen auf uns zu. Diana, Emmy und Rocky begrüßten die beiden und stellten sie mir vor: „Das ist Katharina", sagte Rocky und meinte das rothaarige Mädchen. „Das ist Lisa.", sagte Diana und meinte damit das andere Mädchen.

Dann meinte Emmy: „Und das ist Rose." damit meinte sie natürlich mich. Ich lächelte die beiden an und sie lächelten zurück. Sie schienen tatsächlich ganz nett zu sein. Wir fuhren nach Hause. Dort angekommen setzten wir uns in Dianas Zimmer und Katharina forderte mich auf:

„Erzähl doch mal, wie ist es so in Hogwarts?"

Also begann ich zu erzählen: „Also, eigentlich ist Hogwarts ziemlich cool, aber das ich in Slytherin gelandet bin, habe ich ein Problem-"

„Du bist was?", fragte Lisa erstaunt.

„Ja,", bestätigte ich. „Der sprechende Hut hat mich ohne auch nur eine Sekunde zu zögern nach Slytherin geschickt. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich ein wenig beleidigt war. Doch ich habe versucht, das beste aus der Situation zu machen. Was ja wirklich nicht einfach ist. Wenn man eine Slytherin ist, will keiner aus einem anderen Haus mit einem befreundet sein. Und in Slytherin gibt es nur wenige, die mir vom Charakter her gefallen. Nun war ein Junge, Draco Malfoy, immer nett zu mir. Aber nicht zu anderen. Er war scheußlich zu ihnen. Ich habe nie über jemanden gelästert. Ich weiß, dass es nichts ausmacht, als was man geboren wird, viel eher, was man wird. Aber er ist bis jetzt mein einziger Freund dort."

Ich hatte aufgehört zu erzählen. Die beiden waren vermutlich ziemlich beeindruckt. Aber nicht nur das. Sie fanden mich anscheinend auch sympathisch und so kam es, dass ich den Rest der Woche mit ihnen und Diana, Emmy und Rocky verbrachte.

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