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Taehyung Pov

Trotz der neuen Erkenntnis und den Beweisen die im Koffer auf dem Rücksitz lagern, bin ich vollkommen ruhig während ich auf den leeren Straßen fahre.

Das alles ist so verstrickt ineinander, dass meine Gehirnzellen wahrscheinlich allesamt hintereinander abgestorben sind, anders kann ich mir nicht erklären, warum ich so ruhig bin, warum meine Hände ohne zu zittern das Lenkrad umklammern können.

Selbst mein Blick, der auf die Straße gerichtet ist ist klar. Die nasse, halb getrocknete Kleidung stört mich nicht und die Müdigkeit von vorhin ist wie verschwunden.

Vielleicht bin ich froh, weil das alles sehr bald zu ende ist.

Die nächste Polizeiatation befindet sich nur noch zehn Minuten mit dem Auto entfernt und neben der Erleichterung ist da auch Freude die ich verspüre. Ich freue mich bald mein leben mit Jungkook an meiner Seite genießen zu können und zu wissen, dass uns nicht länger irgendjemand bedroht.

Ich lasse das Fenster ganz herunter damit der Fahrtwind mir ins Gesicht wehen und die feuchte Luft im Auto vertreiben kann.

Um das alles richtig zu verstehen, brauche ich eine kleine Zusammenfassung aller Personen die in dieser Sache beteiligt waren.

Da wäre einmal Seowon, welcher während der Veranstaltung auf Hajun geschossen und ihn damit getötet hat. Außerdem war auch er derjenige der Jungsook das Handy wegnahm.

Wo wir bereits von Jungsook reden, ihre Rolle in der ganzen Geschichte ist komplizierter, für mich zumindest. Sie hatte die Aufgabe die Übergabe zu Filmen und sie war auch diejenige mit dem Schlüssel zum einzigen Beweis, der Mr. Kang belasten könnte.

Außerdem hat sie sich Jahrelang mit Seowon getroffen, mit einem Motiv, das ich immer noch nicht verstehe und auch nicht mehr verstehen möchte.

Wenn das alles vorüber ist, muss ich die Sache mit der Affäre ihrem Mann gegenüber wohl aufklären. Nicht ihretwegen, sondern für ihr Kind, das nichts für seine Mutter kann.

Mr. Kang ist der Kern von all dem, er hat alles gestartet und die Schulden von Seowons Mutter genutzt um diesen für ihn arbeiten zu lassen. Er war auch derjenige, der mir damals ins Knie geschossen hat, was aber noch schlimmer ist, er hat zwei Menschen mit Polonium 210 vergiftet.

Ich erinnere mich noch wie die der Tod des Präsidenten alle Zeitungen beherrschte. Es war eine Lebensmittelvergiftung mit der er ins Krankenhaus eingeliefert wurde und der Tag an dem er eigentlich hätte entlassen werden können, war eben der tag an dem es ihm wieder schlechter ging, bevor er eine kurze Weile später verstarb.

Er bekam Haarausfall und fing an ständig aus Nase und Mund zu bluten, das berichteten die Medien. Sein Tod kam überraschend und man fand keine Erklärung dafür, Polonium 210 ergibt da durchaus Sinn.

Es ist das perfekte Gift.

Es ist nur gefährlich wenn man es durch die Nahrung oder Getränke Aufnimmt, denn auch wenn Polonium ein radioaktiver Stoff ist, handelt es sich um einen harmlosen Alphastrahler der bereits durch ein Blatt Papier oder ein Kleidungsstück abgeschirmt werden kann. Selbst wenn es auf die Haut kommt, braucht man sich keine Gedanken machen.

Er muss ihnen das Gift in ihr Essen oder trinken gemischt haben.

In ihr Essen oder trinken...

Die Tasse im Koffer und die durchsichtige Flüssigkeit!

Jetzt ergibt das ganze auch Sinn, zumindest wenn meine Vermutung richtig ist. Ich habe wohl doch richtigen gehandelt, als ich mich dagegen entschieden habe diese durchsichtige Flüssigkeit zu probieren um zu gucken worum es sich handelt, ich hätte mich glatt selbst vergiftet.

Bei der Tasse handelt es sich wahrscheinlich um die, aus der der Präsident getrunken haben muss, die in der das Gift drin war und an beiden Dingen sind die Fingerabdrücke von Mr. Kang dran.

Polonium lässt sich nur in Körperausscheidungen nachweisen, am besten funktioniert das mit Urin, kein Wunder also das sie keine Spuren im Blut gefunden haben, weder beim Präsidenten noch beim Sohn.

Ich trete wieder auf das Gas nachdem das Licht der Ampel von Rot auf Gelb und dann auf grün wechselt.

Er muss viel Geld besitzen, Cho Jihoon hat vor seiner Amtszeit auch bereits eine Firma geleitet, aber selbst mit all dem Geld, das er besitzt wird er keinen Weg aus diesem Schlamassel finden.

Das Licht, welches aus dem geschlossenen Fenster der rechten Seite kommt blendet mich. Automatisch hebe ich eine Hand die auf dem Lenkrad liegt und halte sie vor mein Gesicht um das Licht abzuschirmen, aber obwohl ich weiß das es gefährlich ist, wende ich den Blick von der Straße ab und versuche heraus zu finden, woher das Grelle Licht kommt.

Dann plötzlich läuft alles wie in Zeitlupe an. Ich erkenne das Scheinwerferlicht eines Autos das direkt auf mich zufährt und kaum habe ich das realisiert, spüre ich auch schon die Wucht des Aufpralls als es in meines rein fährt.

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