"Du bist echt ein Idiot!"

~Harrys's PoV.~

„Nein, sei mir nicht Böse Harry, aber wir beide sind erst einmal fertig miteinander. Ich brauche jetzt erst einmal Zeit für mich und vor allem Abstand.“

Mit einem lauten Knall verlässt Joyce die Wohnung. So viel enttäuschung und schmerz habe ich in ihren Augen noch nie gesehen. Die Worte saßen echt. Wer konnte auch damit rechnen, dass sie doch Gefühle für mich hat. „Wir führen eben nur eine Fakebeziehung.“, hatte ich zu ihr gesagt, als wir am Morgen nach unsere gemeinsame Nacht aufgewacht sind. Sie hat nicht widersprochen. Nicht eine Reaktion kam von ihr, dass sie es nicht so sieht. Und nun?

„Harry, du solltest ihr jetzt ernsthaft hinter her laufen.“, höre ich Eleanor sagen, die mich aus meiner starre herausholt.  „Ja ich weiß, aber es würde nichts bringen. Ihr habt sie doch gehört sie will Zeit für sich.“, erwidere ich. „Das hat sie vielleicht gesagt, aber niemals so gemeint.“,  versucht es nun auch Louis. Ich schüttle den Kopf. „Ich kenne sie schon länger, wenn sie abstand haben will, dann bekommt sie auch abstand u...“ – „Sei doch einmal nicht so stur wie deine beste Freundin. Sie hat dir grade gesagt, dass sie Gefühle für dich hat und du lässt sie einfach so gehen?“, unterbricht El mich. „Ja, du hast doch selber gesehen, dass sie mit MIR nicht sprechen will.“, kontere ich und kann es immer noch nicht glauben, dass Joyce ernsthaft grade gesagt hat, dass es für ihr schon lange mehr als bloß eine Fakebeziehung ist. Warum habe ich es denn nicht bemerkt? Wie lange hat sie diese Gefühle schon? Lebten wir bisher echt nebeneinander her? Sie hat meine Gefühle ja auch nicht richtig gedeutet oder war ich einfach ein schlechter übermitteler?

"Sie geht nach Afrika.", höre ich Louis Freundin sagen. "Ich weiß, wir haben drüber gesprochen und ich unterstütze sie."

"Habt ihr auch darüber gesprochen, dass sie MORGEN fliegt?"

Ich runzle die Stirn. "Nein, dass hätte sie mir doch erzählt.", kontere ich.

"Wann denn? Samstagmorgen? Da ist sie nach dem Essen schneller verschwunden, als man ihren Namen sagen kann. Dann waren wir bis gestern in Frankreich und du hattest nichts anderes zu tun als dir eine andere Uschi an zu lachen.", verteidigt Louis Joyce. Ich ziehe meine Augenbrauen hoch. Wusste er etwa davon? "Wusstest du es?" "Ja, Eleanor hat es mir gesagt.", antwortet er mir. Ich fasse es ja nicht. "Ach und warum erzählst du mir sowas nicht?", will ich von ihm wissen. "Na vielleicht, weil es nicht meine Aufgabe ist? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Joyce es dir erzählt hätte, wenn du dich verdammt noch mal nicht so benommen hättest."

Ich weiß ja das er recht hat.....

Ich will grade ansetzen um etwas zu erwidern, als Eleanor mir zuvor kommt. "Du bist echt ein Idiot!"

"Danke, dass weiß ich jetzt auch. Wer rechnet denn auch damit, dass Joyce das selbe fühlt?", kontere ich. "Wärt ihr beide nicht so verdammt stur und Blind, wäre das alles schon längst geregelte Sache. Ihr hättet einfach mal miteinander reden sollen!", schimpft El nun. "Ich weiß es ja jetzt selber, danke.", kommentiere ich und verziehe mich in mein Zimmer.

Zugegeben in den fünf Monaten, in denen wir diese Fakebeziehung führen, habe ich immer gehofft, dass es in Joyce Gefühlstechnisch genauso aussieht wie bei mir. Ich bin nicht erst seit gestern in ihr verliebt, Nein bei mir liegt der Zeitpunkt schon viel länger zurück, aber wann genau ich es nun bemerkt habe, kann ich auch nicht mehr sagen.... Die Fakebeziehung war einfach die perfekte Gelegenheit Joyce näher zu kommen und überhaupt mit ihr mehr Zeit zu verbringen. Vor einem halben Jahr haben wir uns vielleicht alle zwei Wochen getroffen und wenn dann entweder nur hier oder bei ihr - niemals sind wir zu zweit raus gegangen und wenn wir doch mal zusammen Feiern waren, dann kam sie immer nur nach oder war bereits da. Sie wollte von dem ganzen Öffentlichenkram einfach so wenig mitbekommen wie es nur geht.  Was die letzten Monate angeht, kann ich mich diesbezüglich nicht beklagen, aber das sie ernsthaft genauso fühlt wie ich, hätte ich jetzt nicht gedacht. Mir ist es einfach nie aufgefallen. Wir haben miteinander geschlafen, klar, aber auf meine Aussage hin, dass es alles bloß auf den Alkohol zurück führen ist, hat sie ja auch überhaupt nichts erwidert....

Obwohl ich grade noch gesagt habe, dass ich Joyce den Abstand gewähre den sie grade gefordert hat, nehme ich mein Handy und versuche sie anzurufen. Wie nicht anders erwartet drückt sie mich weg und auch bei den nächsten vier versuchen, die ich ganz kurz hintereinander durchführe, sieht es nicht anders aus. Vielleicht hätte ich ihr doch nachlaufen sollen?

Ich verlasse wieder mein Zimmer. "Eleanor, kannst du mir vielleicht dein Handy einmal borgen? Ich habe versucht Joyce anzurufen, aber mich drückt sie weg.", bitte ich Louis Freundin. Ein wenig skeptisch schaut sie mich an. "Wolltest du ihr nicht Zeit für sich geben?", hakt sie nach. "Eigentlich schon ja, aber mich lässt die Sache einfach nicht los. Ich muss nochmal mit ihr sprechen.", gebe ich von mir. "Wärst du ihr nachgelaufen, so wie ich es vorgeschlagen habe, wäre alles viel einfacher gewesen.", erwidert sie und reicht mir ihr Handy. Schnell habe ich die Nummer von Joyce gefunden und versuche sie anzurufen, aber auch hier drückt sie mich einfach weg. "Das gibt es doch echt nicht.", fluche ich und plötzlich kommen mir Eleanors Worte in den Kopf. "Fliegt sie morgen echt nach Afrika?"

"Ja, also so war der Stand am Freitag. Sie wollte ja mit dir darüber reden, aber ja da ist wohl einiges ein wenig schief gelaufen bei euch.", antwortet sie mir.

Ein bisschen ist gut....

Ich seufzte und ziehe mir meine Schuhe an. "Was hast du jetzt vor?", will Eleanor von mir wissen. "Ich werde zu ihr gehen. Es kann doch nicht sein, dass sie einfach so das Land verlässt ohne das wir miteinander geredet haben.", informiere ich sie. "Ihr beide tut ja einiges ohne vorher miteinander geredet zu haben.", bemerkt Louis. "Ja danke, vielleicht verkneift ihr euch eure blöden Kommentare einfach mal.", zicke ich die beiden an und verlasse die Wohnung.

Zum Gück, ist die Wohnung von Joyce und den Mädels nicht alt so weit weg, weswegen ich relativ schnell bei ihr bin. Ich schelle und muss ernsthaft feststellen, dass mir auch hier niemand auf macht. Ich schelle weiter und weiter - es kann doch nicht sein, dass noch nicht einmal Lyn oder Naomi die Türe öffnen, von hier oben sieht man doch nicht, wer unten steht... Sicher vielleicht kann sie es sich denken, dass ich es bin, immerhin kennen wir uns nicht erst seit Gestern, aber erhlich gesagt, habe ich von Naomi in so ein Fall echt etwas anderes erwartet. Sie ist einfach nicht die Person, die tatenlos rumsteht, wenn ihr Freundin verletzt wurde, eigentlich habe ich nun damit gerechnet, dass sie mir mal gehörig die Meinung geigt...

"Junger Mann, ich glaube sie können  es sich sparen hier sturm zu schellen. Die Damen des Hauses haben vor nicht ganz einer viertel Stunde samt Koffer, die Wohnung verlassen.", informiert mich ältere Nachbarin der drei die, die Wohnung im Erdgeschoss bewohnt.

Das kann doch nicht ernsthaft Joyce ernst sein. Sie ist doch sonst nicht jemande der einfach davon läuft und nicht über ihre Probleme redet. Es kann doch echt nicht sein, dass es das nun war mit unserer Freundschaft...

Ich habe echt keine Ahnung, was ich jetzt machen soll, was ich aber weiß ist das ich kämpfen werde, ich will auf kein Fall durch das ganze aneinander vorbei reden unsere Freundschaft verlieren - was sich eventuell danach noch ergibt das werden wir sehen....

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top