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Kann ich über all das schreiben, was danach kam? Kann ich es aushalten, darüber zu schreiben? Will ich mich erinnern? Zeit ist so seltsam, wenn sie vorbei geht, denn irgend etwas bleibt immer zurück, und Erinnerungen können so weh tun - vor allem dann, wenn die Geschichte noch lange nicht vorbei ist...oder wenn alles erst wieder so richtig anfängt. Anfangs aber war alles nur Lust, und nahe kommen heißt immer noch näher kommen, wissen wollen heißt immer noch mehr wissen, und das Meer ist so schön am Strand, aber so schrecklich tief, so unglaublich mächtig, wenn man weit draußen ist und den Strand kaum noch sehen kann. Ich bin nicht mehr unschuldig, und an manchen Tagen weiß ich, dass das das Einzige ist, was mich vielleicht noch retten kann.
Ich weiß nicht mehr, wie alles angefangen hat - wie alles so wirklich angefangen hat - aber ich weiß, dass ich mich jetzt belüge, obwohl ich mich keine Sekunde lang belügen darf. Denn angefangen hat alles mit meinem Tagebuch, das so viele gelesen und einige zum Anlass genommen haben, Kontakt mit mir aufzunehmen - einige, die ich wollte, und einige, die ich dann kaum noch los werden konnte. Ich hatte so viel Macht über ihre Lust, und dieses Gefühl, Macht zu haben, war einfach nur geil, und ich wollte nur noch ficken: Mich selbst genauso wie sie alle, und je mehr es waren, um so besser. Ich musste mich in keiner Beziehung verlieren, wenn ich sie alle haben konnte.
Ich wollte nie, dass es so kommt. Ich wollte nie, dass irgendeine Art von Beziehung zwischen uns entsteht. Aber wir hatten uns hoffnungslos verstrickt: Ich konnte nicht mehr ohne sie, und noch viel weniger konnte ich mit ihr.
Da begann ich, sie zu hassen.
Nicht auf die übliche Art - es war kein reiner, unverfälschter Hass. Ich war nicht auf Zerstörung aus. Aber ich wollte sie leiden sehen. Ihr sollte ganz schnell klar werden, wer von uns beiden die Macht hatte. **
** Passage geschrieben von BeauCyphre
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