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Die letzten Partikel des Portals erloschen, und ließen mich hektisch ein und aus atmen. Unbewusste hatte ich seit dem letzten Satz der Schlange die Luft angehalten. Ich schloss stumm die Augen, sackte leicht in mich zusammen und ließ die Schultern und den Kopf hängen, stabilisierte mit einer Hand meine, auf der linken Seite liegenden, Rippen ehe ich hörbar ausatmete. ,,Scheiße..."
Er hatte recht, er hatte verdammt nochmal recht in allen Punkten. Sowohl die Sache mit meinem Sharingan, als auch der Fakt, dass ich grade jetzt woanders sein sollte. Konoha war vom Krieg geschwächt, hatte viele Verluste und definitiv nicht die benötigten Ninja um mit Horden von Untergebenden der Schlange, ohne Verluste, klar zu kommen. Ich war hin und her gerissen ließ mich auf den Boden sinken und starrte regungslos an die Stelle, auf welcher vor weniger als fünf Minuten noch Orochimaru gestanden hatte.
Erst jetzt wurde mir bewusst, wie tief ich eigentlich in die ganze Sache verwickelt war, es war im Endeffekt meine Aufgabe das wieder grade zu biegen. Wäre ich niemals in die Welt der Helden gekommen, hätte ich eventuell einige Tode verhindern können und somit auch weiterhin für die Sicherheit meine Dorfes sorgen können. Wäre ich aber tatsächlich hier geblieben, was wäre dann mit Orochimaru geschehen? Wäre er dann auch hier geblieben, oder wäre er trotzdem in die Welt der Helden gekommen?
Ich spürte eine Hand, welche sich sanft auf meine Schulter legte, kurz darauf nahm ich warmen Atem an meinem Ohr war, und eine Frage welche ich mir wohl die letzten Minuten öfter durch den Kopf gingen ließ, als sonst irgendwas.
,,Was wirst du jetzt machen, Yuna?"
Ich biss die Zähne fest aufeinander, ballte meine Hände zu Fäusten und spannte meinen gesamten Körper an. Ja Yuna. Was wirst du jetzt tun, wie wirst du handeln um deine Entscheidung nicht zu bereuen? Ehrlich gesagt habe ich absolut keine Ahnung, mein Denkvermögen, sowie meine Stimmbänder hatten sich wohl spontanen Urlaub genehmigt, denn nur ein undefinierbarer Laut, welcher einem erstickten Schluchzen wohl am meisten Glich, verließ meine Lippen.
Ich schloss die Augen, beschloss kurzerhand meine Gedanken einfach so stehen zu lassen und sie wann anders zu ordnen, und stattdessen wieder langsam auf die Beine, zog meine Schultern zurück und Atmete tief ein. ,,Hast du schon einmal etwas von so einer Genmutation gehört?" Fragte ich mit rauer Stimme an Sasuke gerichtet, während ich mich mit neutralem Blick zu diesem und Shoto umdrehte.
Sasuke reicherte sich ebenfalls voll auf, schüttelte verneinend mit dem Kopf. ,,Genmutationen welche Kekkei Genkei übergreifend sind, sind zwar nicht unmöglich, meitsens bezieht sich das aber auf Verbindungen der Elemente. Das ein Doujutsu ebenfalls 'künstlich' und mit den gleichen Fähigkeiten entstehen kann, höre ich zum ersten Mal." Zähneknirschend ballte ich meine Hände zu Fäusten, nickte jedoch als Zeichen das ich es verstanden hatte. Schweigend nahm ich dabei zur Kenntnis, dass er das während seiner Zeit bei Orochimaru gelernt haben dürfte.
,,Glaubst du das-" - ,,Konohagakure ist ein starkes Dorf. Sollten sie mal nicht genügend Leute haben, erstellt Naruto einfach ein paar Schattendoppelgänger." Unterbrach der Uchiha mich leicht genervt, fuhr sich seufzend durch die Haare ehe er mich mit kühlem Blick musterte. ,,Du musst nicht alles alleine grade biegen Yuna. Todoroki, sag bitte deinen Kameraden das ihr zurück geht."
~*~
Schmunzelnd musterte ich mich im Spiegel ehe ich zu meinem Vater und Sasuke schaute. ,,Muss das wirklich sein? Das kommt dann doch viel zu dramatisch rüber." Ich stand hier wohl wirklich in voller Montur, die 'Anbuuniform' inklusive den Stiefeln und den Armschützer. Mit einer vollen Kunaitasche, und einer separat gefüllten Tasche, mit Nahrungspillen,Verbänden und sogar einigen Schmerzmittel-Tabletten. Es wurde sogar daran gedacht, das ich mit einigen Schrifftrollen arbeitete, welche griffbereit an meinen anderen Bein befestigt werden können. Ein Standard Katana, inklusive das des Heldenmörders waren an meinem Rücken befestigt, sodass der eine Griff rechts neben meinem Kopf, und der andere links war.
,,Sei froh, dass wir die Tiermaske weggelassen haben." antwortete mein Vater ebenfalls schmunzelnd worauf ich mit einem knappen ,,bin ich." antwortete.
Nach einem langen und ausführlichem Gespräch, welches nebenbei bemerkt nicht länger als fünf Minuten gedauert haben dürfte, sind wir, Ich, Sasuke und mein Vater, zu dem Entschluss gekommen, dass Konoha stark genug ist, und ich mich lieber auf den bevorstehenden Krieg rüsten sollte. Wobei ich den Begriff 'Krieg' zu übertrieben finde. Es geht doch lediglich um eine komplette Dimension, welche von einem S-Rang Kriminellen übernommen werden könnte.
~*~
Geschickt band ich meine Haare zu einem hohen Zopf zusammen, und band das Konoha band um meine Stirn. ,,Ich sehe aus als würde ich gleich in den nächsten Bürgerkrieg maschieren." nörgelte ich, während ich die Maske über meinen Mund und meine Nase zog. ,,Tust du auch, sozusagen." - ,,Du hast gesagt das wir erst in ein bis zwei Tagen mit der Schlange rechnen können."
Es war mittlerweile schon Nachmittag, während Sasuke und ich über die Dächer sprangen , auf dem Weg ins Uchiha Viertel. Aufgrund den umständen hatten wir beschlossen, schon heute wieder in die andere Dimension zu gehen. Damit wird die Schlange wohl auch hundertprozentig rechnen, die Frage ist nur, ob er ernst macht, oder lieber mit uns spielt. Er alleine wird nämlich entscheiden, wann die Auseinandersetzung startet.
Sauber kam ich auf dem einfachen Steinboden auf, passierte somit das Viertel und joggte in einem angenehmen Tempo Richtung der beiden Häuser, in welchen meine Kameraden bestenfalls sitzen sollten. Sasuke wartete noch vor dem Uchihaviertel auf den Medic-nin und einen weiteren Shinobi, welche uns ebenfalls begleiten sollten.
Zugegeben, unwohl war es schon in voller Montur, inklusive zahlreichen Waffen und Panzerung an Armen und Oberkörper. Meine Klassenkameraden waren teilweise nicht so dumm wie sie aussahen, sprich, ich durfte dann erklären was im Moment abgeht. Wenn Shoto es nicht schon ausgeplaudert hatte....
Vor der Tür des Hauses, in welchem ich die Nacht verbracht hatte blieb ich kurz stehen und zögerte. Ich war mir fast sicher, dass sich alle in diesem Haus versammelt hatten. Jedoch war es schon fast wieder zu still im inneren des Hauses. Ich schloss einen Moment die Augen, atmete tief durch ehe ich die Tür aufschob und ins innere trat.
,,Ähm...?"
Kein Wunder warum es so still war. Alle, bis auf Bakugou und Aizawa hatten sich im Wohnzimmer auf den Boden gesetzt und schwiegen sich gegenseitig an. Die Ausnahmen hatten es sich auf das Sofa gesetzt und beobachteten ebenfalls schweigend den Sitzkreis. Überrascht wanderten meine Augenbrauen in die Höhe und meine angespannte Körperhaltung lockerte sich langsam aber sicher.
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