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Die Worte hallten immer wieder durch meinen Kopf, sie spielten sich ab, als wären sie auf Band, immer und immer wieder, ich merkte wie die ersten Tränen über meine Wangen strömten, dann schlug ich mir die Hand vor den Mund und starrte die beiden an. "Das kann nicht sein!" rief ich dann aus und sprang auf. "Sie ist gesund! Sie wollte heim kommen! Sie kommt bestimmt noch! Die Frau im Krankenhaus kann nicht meine Mutter sein!" rief ich und begann zu schluchzen. "Wir lassen Sie dann allein" meinte der andere dann und die beiden gingen. "Das kann nicht meine Mutter sein!" schrie ich und sah Taddl gequält in die Augen. "Sie kommt bestimmt gleich heim" schluchzte ich dann und sank zu Boden, Nero sah mich von der Couch aus mit großen Augen an. Ich saß auf den Knien und hatte meine Hände vor dem Gesicht und heulte, ich schluchzte auf und mein Körper bebte. Taddl zog mich hoch und hob mich dann hoch, ich klammerte mich an ihn, als würde ich versuchen mich vor dem Ertrinken zu retten.
"Shhhh" machte er leise, ich hatte mein Gesicht in seiner Halsbeuge vergraben und heulte weiter, er setzte sich in Bewegung, rief Nero leise und verließ dann das Haus, lief rüber zu ihm und klingelte.
Ich weinter einfach weiter, immer weiter. Meine Arme um seinen Hals geschlungen, sein Arm unter meinem Hintern um mich fest zu halten und halb auf seiner Hüfte hängend. Die Tür öffnete sich und ich nahm eine leise Konversation wahr, während ich weiter weinte. Ich nahm nur die fetzten, Mutter, Unfall, ruf Marley an, er soll fahren, Krankenhaus. Dann setzte sich Taddl mit mir auf die Couch, Luna saß auch da, was ich verschwommen war nahm, ohne Taddl los zu lassen, Nero ließ mich keine Sekunde aus den Augen und ich hörte wie durch Watte leise Gespräche, alles was ich wahrnahm, war das tätowierte Digimon auf Taddls Hals, allerdings auch nur verschwommen.
Ich saß neben Taddl in Marleys Auto, er fuhr über die Straße, meine Augen brannten vom weinen und ich kaute auf meiner Unterlippe herum, Taddl hielt meine Hand in seiner, es fühlte sich alles so kalt an und ich zitterte leicht. Immer wieder strich Taddl über meinen Handrücken mit seinem Daumen und sprach leise Worte. Marley sah mich durch den Rückspiegel immer wieder besorgt an. Ich kaute so lange auf meiner Unterlippe, bis ich blut schmeckte, was mich allerdings nicht abschreckte und einfach weiter kaute.
"Heyy, lass das" murmelte Taddl und wischte das Blut von meiner Lippe und ich sah ihn an, ich konnte immer noch nicht glaube, dass meine Mutter wirklich im Krankenhaus sein sollte, weil ihr jemand kurz vor unserem zu Hause die Vorfahrt genommen hatte. Wir kamen am Krankenhaus an, ich stieg aus, Mary und Taddl ebenfalls. Kurz stand ich vor dem großen Gebäude und wollte nicht hinein, am liebsten wollte ich wieder umdrehen, mich zu Hause verkriechen, aus disem Albtaum aufwachen und dann mit meiner Mutter zusammen lachen und einen Film schauen, mit ihr kuscheln.
Ich griff nach Taddls Hand und sah zu ihm hoch, er drückte meine Hand leicht und dann sah ich zu Mary und er schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln, ich lief los, die beiden an meiner Seite durch die Drehtür nach Innen, die Frau am Empfang sah mich an. "Die Besucherzeit ist schon vorbei" wies sie mich dann auf die Zeit hin.
"I-ich weiß" ich schluckte schwer. "Meine Mutter Sarah Buchzang wurde vor einigen Stunden hier eingeliefert und ich habe eben erst davon erfahren" unbemerkt begannen mir wieder Tränen übers Gesicht zu laufen, die Frau sah mich über ihre Brillengläser hinweg an und musterte uns alle. Ich zog meinen Ausweis raus und legte ihn ihr vor, in der Hoffnung, sie würde mir so eher sagen, wo sie ist.
"Also gut, ich frage einen Arzt, ob sie noch zu ihr dürfen, die beiden Herren müssen allerdings draußen warten, da sie auf der Intesivstation liegt" gab sie dann schließlich nach, ehe sie nach dem Telefon griff und irgndwen anrief. "Alles wird gut okay?" meinte Taddl leise und drehte mich zu sich, wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und umarmte mich dann, ich lehnte mich an ihn und wischte mir immer wieder die Tränen aus dem Gesicht.
Dann kam eine Ärztin auf uns zu. "Sind sie Frau Buchzang? Die Tochter von Frau Buchzang?" wollte sie dann wissen und ich nickte. "Folgen Sie mir bitte." fügte sie dann hinzu.
"Ich warte hier unten" meinet Mary, umarmte mich noch mal, dann lief ich in Taddls Begleitung der Ärztin nach.
"Sie liegt in einem künstlichen Koma, da sie schwere Innere Verletzungen hat" erklärte sie auf dem Weg zur Intesivstation, dann redete sie etwas von quetschungen, Traumats, Brüchen, ich hörte jedoch nicht mehr zu und sah mich nervös in den Gängen um. Als wir dann ankamen, sah sie Taddl an. "Ab hier dürfen Sie nicht mehr mit" sie sah ihn freundlich aber auch bedauernd an, er nickte und sah mich dann an. "Du schaffst das Igel okay? Sie wird wieder" meinte er und umarmte mich mal wieder und ich wusste wirklich nicht, wie ich durch die letzten Jahre gekommen war, ohne ihn. Die Ärztin reichte mir so einen Kittel, den ich überziehen musste um Keime und Baktereien fern zu halten.
Dann musste ich noch meine Hände waschen und desinfizieren ehe ich dann in den Raum zu meiner Mutter durfte, ich setzt mich auf einen Stuhl der das stand und nahm ihre Hand. "Wenn Sie irgendwas brauchen, einfach den Knopf da drücken" lächelte die Ärztin ehe sie dann raus ging.
"Hallo Mom, ich weiß, vielleicht hörst du mich nicht, aber ich bin jetzt da" flüsterte ich und wischte mir eine Träne weg. "Ich sage dir das vielleicht zu wenig, aber ich liebe dich und ich will, dass du wieder zurück kommst. Okay?" meine Stimme bebte und ich ließ die Tränen laufen, sie tropften einfach von meinem Kinn hinab. "Wir schaffen das zusammen, du kommst wieder auf die Beine, du wirst wieder gesund" flüsterte ich mit brüchiger Stimme und weinte leise vor mich hin. "Ich liebe dich Mom, ich liebe dich so sehr" hauchte ich und strich über ihre Hand, die Geräte machten regelmäßige Geräusche und ich legte meinen Kopf in den Nakcen, atmete tief durch. "Mom, bitte, du schaffst das, du bist stark! Hörst du?" flüsterte ich dann eindringlich aber mit zitternder Stimme und schließlich saß ich Minuten einfach nur regungslos da, es kam mir vor wie Stunden, dann kam die Ärztin wieder rein und bat mich heraus.
Als ich neben Taddl stand sah sie mich ernst an. "Wir werden Sie über den Zustand ihrer Mutter auf dem Laufenden halten. Haben sie Verwandte zu denen sie gehen können?" wollte sie dann von mir wissen. "Ich bleib mit meinem Hund bei meinen besten Freunden, sie wohnen direkt neben an und ich denke ich werde vorrübergehend einfach bei ihnen einziehen" meinte ich dann und die Ärztin nickte. "Gut, wenn es ihnen schlechter gehen sollte, dann können wir Ihnen gerne Psychologen vermitteln" lächelte sie und ich nickte langsam: "Danke."
Dann verabschiedeten wir uns und liefen die Treppe hinab zum Empfang, wo Marley auf uns wartete. Die Rückfahrt verlief still und ich starrte nur auf die Straße hinaus, wischte mir immer wieder Tränen aus dem Gesicht. Taddl und Marley unterhielten sich leise. Als wir am Haus ankamen, ging Taddl mit mir schnell ein paar Sachen von mir holen, Marley ging schon mal drüben rein, da Taddl ihm seinen Schlüssel gegeben hatte.
Das Haus kam mir plötzlich so kalt und leer vor, dabei lebten wir hier noch nicht so lange, es fehlte trotzdem irgendwas, heute morgen noch hatte ich sie gehört, so lebendig und jetzt lag sie einfach an unzählige Maschienen angeschlossen im Krankenhaus, sie war so bleich gewesen und ihre Haut war so kalt gewesen. Ich nahm mein Ladekabel, einen Pulli meiner Mutter, Neros Decke, meine Kuscheldecke, meine Schlafsachen und mein Ladekabel mit. Taddl stand im Türrahmen und beobachtete mich, irgendwann sank ich auf mein Bett und begann wieder zu weinen, zu schluchzen und teilweise schrie ich auch einfach nur auf.
Er nahm mich wortlos in den Arm und war einfach da, da für mich, da wenn ich ihn brauchte und dann hob er mich wieder hoch, nahm die Tasche, packte einhändig den Rest hinein, dann nahm er meinen Schlüssel von unten mit, löschte die Lichter und trug mich rüber, ich hing an seiner Schulter, starrte nur noch vor mich hin, mit leeren Augen. Ardy sah mich besorgt an, nahm Taddl die Tasche ab und dann fiel mein Blick zu Nero, er sah mich traurig an. Ich merkte wie meine Unterlippe zu zittern begann und ich wieder begann zu weinen. "Nero" hauchte ich fast tonlos. Taddl setzte mich ab, meine Beine gaben einfach nach, klappten unter mir weg als wären sie Streichhölzer und könnten mich nicht tragen.
Nero kam auf mich zu und schleckte mir über die Wange, ich klammerte mich dan den grauen Rüden und vergrub mein Gesicht in seinem Fell und weinte weiter, er legte sich auf meine Beine und ich lag mit dem Oberkörper halb auf ihm und er leckte immer wieder über meine Beine. Bis wir uns irgendwann gegenseitig los ließen, Taddl mir aufhalf und dann in den ersten Stock in sein Zimmer brachte, ich beachtete nicht wie es aussah, nur das Sonnensystem-Mobile fiel mir auf und ich sah es mir an, dann zog ich mich langsam um, mir war in dem Moment alles egal, mir war egal, dass Taddl noch im Raum wahr als ich den BH von meinem Körper löste und meinen Pulli überzog, mir war es so egal, mir erschien einfach alles so sinnlos. Sie lebte zwar und trotzdem fühlte sich alles so sinnlos ohne sie an.
Ich legte mich auf die Matratze und rollte mich an die Wand und starrte sie an, starrte einfach nur vor mich hin. "Igel" flüsterte Taddl, legte sich neben mich und zog mich an sich. "Ich liebe sie doch! Wieso sie?!" fragte ich ihn und wieder liefen mir die Tränen über die Wangen. "Und wieso hat diese Bitch ihn bekommen?" heulte ich dann weiter und gestand mir das offensichtliche endlich ein. Dann heulte ich mich in den Schlaf mit dem Kopf auf Taddls Brust.
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