Kapitel 19

Es ist mal wieder Zeit für ein neues Kapitel. Wie ihr sicherlich mit bekommen habt, habe ich ab und zu Phasen wo ich keine Kapitel hochlade, das liegt hauptsächlich an fehlender Motivation. Es tut mir schrecklich leid. Ich versuche mich echt zu bessern.

Lg itshaanna

Pov. Leon

Als die Besuchszeit vorbei war gingen Alex und ich gemeinsam aus dem Krankenhaus.

„Er wird es noch begreifen." meinte Alex zu mir.

Ich nickte.

„Bei Josh war das am Anfang auch so."

„Ich weiß, jedoch wünsche ich mir, dass er es nie begreifen würd. Es tut mir zu sehr weh ihn leiden zusehen." sagte ich niedergeschlagen.

Alex nickte mitfühlend. Er wusste wie es mir gerade gehen würde, dasselbe machte er ja gerade mit Josh durch.

„Der einzige Unterschied ist, dass Josh meine fester Freund ist." beendete Alex meinen Satz. „Du hast wohl laut gedacht." schmunzelte der braunhaarige.

„Ups."

„Das wird schon wieder. Kopf hoch." sagte er noch.

Wir verabschiedeten uns und ich fuhr alleine nachhause. Dies würde meine erste Nacht in unserer Wohnung ohne Jonas werden. Das breitete ihn mir ein mulmiges Gefühl aus.

Zuhause angekommen machte ich mir erstmal was zu essen. Ich hatte den ganzen Tag über nichts wirklich zu mir genommen. Später legte ich mich dann ins Bett.

Sooft ich es jedoch versuchte, ich konnte einfach nicht einschlafen.

Jonas fehlte mir, trotz dass wir sonst auch nie in einem Zimmer schlafen spürte ich, dass er nicht da war.

Ich setzte mich auf und fing leise an zu weinen. Das alles gerade setzte mir doch mehr zu als woher gedacht. Seit langem hatte ich nicht mehr so viel geweint wie gerade, denn ich war eigentlich keine Heulsuse. Doch ich sah im Moment keine andere Lösung als zu weinen. So fiel irgendwie alles von mir ab, zumindest ein Teil.

Vor lauter Sehnsucht schlich ich aus meinem Zimmer und blieb vor Jonas' Tür stehen. Sollte ich?

Egal. Ich öffnete vorsichtig die Tür und ging in das Zimmer. Langsam tastete ich mich bis zu seinem Bett vor und schlüpfte anschließend hinein.

Es roch herrlich nach Jonas. Das mulmige Gefühl verschwand fast vollständig als ich in seinem Bett lag.

Jedoch konnte ich immer noch nicht einschlafen, ich musste über Josh und Alex nachdenken. Die zwei sahen so glücklich zusammen aus. Je mehr ich über die zwei nachdachte desto mehr sehnte ich mich nach genauso einer Beziehung. Alle Beziehungen die ich bisher hatte waren eher so LaLa. Natürlich waren Gefühle mit von der Partie, allerdings war ich nie richtig glücklich.

Mit dem Gedanken woran dies gelegen hat schlief ich endlich ein.

'Piep' 'Piep'

„Nein." stöhnte ich.

'Piep' 'Piep'

„Ist ja gut." stöhnend griff ich nach meinem Handy. Eine unbekannte Nummer rief mich an.

„Hallo." brummte ich genervt.

„Dr. Stevens hier, sie müssen so schnell wie möglich ins Krankenhaus kommen. Alles weitere erzähle ich ihnen gleich."

„Bin schon unterwegs."
Nun hellwach sprang ich aus dem Bett und klaute mir schnell Klamotten aus Jonas' Schrank. Es war kurz vor 4 Uhr morgens, langsam wurde es hell draußen. Ich sprintete zum Auto und machte mich auf den Weg ins Krankenhaus. Verkehr gab es um die Uhrzeit zum Glück noch keinen weshalb ich in Rekordzeit im Krankenhaus war.

Ich musste wissen was mit Jonas war.

Am Eingang wartete schon Dr. Stevens.

„Guten Morgen, es tut mir sehr leid sie so früh herrufen zu müssen, jedoch hat sich Jonas' psychischer Zustand wie erwartet sehr verschlechtert. Er liegt nun schon seit 2 Stunden weinend in seinem Bett und er lässt keinen an sich ran. Wir haben schon versucht ihn ruhig zu stellen, dann fängt er jedoch an zu schreien."

Das sein Zustand sich so schnell verschlechtert hatte ich nicht erwartet. Schnell eilten wir zu dem Zimmer.

„Ich bleibe hier draußen, falls etwas sein sollte, rufen sie einfach." sagte der Arzt noch bevor ich das Zimmer betrat.

Ich schloss die Tür hinter mir und beobachtete für einen kurzen Moment das Geschehen.

Jonas lag zusammen gerollt auf dem Bett, mit dem Rücken zu Tür und schluchzte laut. Daneben, mit ein bisschen Abstand saß Josh im Schneidersitz und versuchte auf ihn einzureden.

Josh bemerkte mich sofort und schaute mich traurig an. Ich presste die Lippen aufeinander und bewegte mich in Richtung Jonas. Josh machte mir Platz und ging zurück in sein Bett.

Leise zog ich meine Schuhe und meine Jacke aus und stieg in das Bett. Erschrocken drehte sich Jonas zu mir um. Jetzt erst sah ich seine angeschwollenen Augen und seine roten Wangen.

Für einen kurzen Moment war es still im Raum, doch dann fing Jonas wieder an zu weinen. Vorsichtig legte ich meine Hand an seine Wange und fing an sie sanft zu streicheln. Erst wehrte sich Jonas doch dann ließ er es zu und fing an es zu genießen, er weinte aber immer noch weiter.

„Ich werde sterben Leon. Ich habe einen Tumor und werde sterben." fing Jonas irgendwann an zu schluchzen.

Ein Kloß bildete sich in meinem Hals.

„Psst. Jonas es wird alles gut." versuchte ich ihn zu beruhigen.

Er riss sich von mir los und schaute mich unglaubwürdig an.

„Nichts wird gut, Leon. NICHTS." schrie er wütend.

„Doch, wir schaffen das. Zusammen!" sagte ich einfühlsam und zog ihn wieder runter zu mir, damit wir wieder nebeneinander lagen.

„Ich werde dich immer und überall hin begleiten um dich zu unterstützen. Gemeinsam können wir das schaffen." flüsterte ich in sein Ohr.

Ich nahm seinen Kopf und legte ihn auf meine Brust, sodass er halb auf mir lag.

Er hatte die Augen geschlossen und es flossen noch einige Tränen seine Wangen herunter, doch er schluchzte nicht mehr so schlimm wie vorher.

Ich genoss seine Nähe regelrecht, wie er auf mir lag ließ mein Herz schneller schlagen. Sanft strich ich ihm durch seine weichen blonden Haare und beobachtete wie er langsam einschlief. Zufrieden drückte ich ihm ohne nachzudenken eine Kuss auf seine Haare, sofort bereute ich dies aber und kam mir blöd vor.

Einige Sekunden später jedoch formten sich seine Lippen zu einem kleinen Lächeln.

Er atmete noch einmal tief ein und fiel dann endlich in den wohlverdienten Schlaf.

Kommentar nicht vergessen!
















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