59

You don't even wanna know about the things I hear. Quick fix, headlights shine bright, you're the fuckin' deer. I'm just wishing it's ambition that got you. Your position. You'll be fishing for far too long. You're the bad guy in this movie. And I ain't wrong, I don't breathe the pollution. And the only solution is making shit confusing. And it ain't about who's winning or losing

Zum zweiten Mal heute wurden Harry und ich von einem energischen Klopfen an unserer Zimmertür geweckt. Müde schälte ich mich aus Harrys Umarmung, schnappte mir meine Klamotten und zog sie mir hektisch während des Gehens über. Gähnend öffnete ich die Tür und blickte in die Augen einer jungen, blonden Frau. "Ah, du musst Roxy sein. Wir haben uns ja immer nur flüchtig gesehen. Ich bin Lou, Stylistin und Mom von Lux, aber wir haben keine Zeit für eine größere Vorstellungsrunde. Paul macht uns unten gerade die Hölle heiß, weil wir schon zehn Uhr haben und euer erster Termin für heute in einer Stunde im Kalender eingetragen wurde. Ihr habt also höchstens eine halbe Stunde Zeit euch fertig zu machen und unten einzuschneien, wenn ihr den heutigen Tag heil überleben wollt." Ein verschmitztes, leicht gestresstes Lächeln, brachte kleine Fältchen oberhalb ihrer Mundwinkel zum Vorschein. "Na los, auf was wartet ihr, raus aus den Federn." Sie drängte sich an mir vorbei und ging geradewegs auf Harry zu, der sich müde die Augen rieb. "Ja, das gilt auch für dich, mein Lieber." In einer schnellen Bewegung versuchte sie Harry die Decke wegzuziehen, doch er war schneller. Er packte sie, als sie gerade auf Bauchhöhe war, mit beiden Händen und rettete sich selbst vor einer Situation, die wirklich in die Hose gegangen wäre. Seine leicht geröteten Wangen machte das ganze nicht besser. "Ehm, Lou", stotterte er beschämt und deutete an sich herunter. "Es wäre möglich, das ich nichts an habe." Wäre sein Gesicht nicht schon feuerrot, hätte ich wirklich alles darauf gewettet, dass sein Körper noch mehr Röte produzieren könnte. "Ah ja, ich versteh schon." Dieses Mal war es Lou, die sichtlich peinlich berührt war. "Keine Sorge, von mir erfährt keiner ein Wort, da kommen die anderen schon von alleine drauf. Spätestens wenn sie euch beiden in die Gesichter schauen." Vielsagend blickte sie zwischen uns hin und her. "Meintest du nicht, dass wir spät dran sind", unterbrach Harry die peinliche Stille. Lou nickte nur und verschwand durch die Tür. Kurz bevor sie sie hinter sich schloss, warf sie uns beiden noch einen vielsagenden Blick zu. "Also irgendwie war das ja schon ein bisschen peinlich." Ich wandte mich wieder Harry zu, der sich gerade ein T-Shirt überzog. "Ach was, das war doch halb so schlimm. An diesen Anblick sollten sie sich gewöhnen, es war sicher nicht das letzte Mal, dass sie uns beide so erwischen." Mit einem vielsagenden Blick ging er langsam auf mich zu. Als nur noch wenige Zentimeter zwischen uns waren, blickte er mir intensiv in die Augen, ehe er seine Lippen langsam auf meine senkte. "Also ich könnte mich wirklich an diesen Anblick gewöhnen", schmunzelte er und löste sich wieder von mir. "Doch das wird nur funktionieren, wenn wir den heutigen Tag überstehen. Erst dann werde auch ich mich mit dem Gedanken anfreunden." Ich fuhr spielerisch langsam mit meinen Fingerspitzen über seinen Oberkörper, ehe ich mich umdrehte und im Badezimmer verschwand.

"Ach, die beiden haben sich auch endlich dazu entschieden, sich zu uns zu gesellen", begrüßte uns Paul genervt, als wir nach zwanzig Minuten im Gemeinschaftsraum ankamen. "Wir haben euch dort drüben ein bisschen etwas von unserem Frühstück über gelassen. Wir wollten dann ja doch nicht, dass ihr verhungert." Louis deutete auf einen kleinen Tisch auf dem ich auf den ersten Blick Semmeln und etwas Obst erkennen konnte. "Aufwecken wollten wir euch eigentlich auch nicht", erwiderte Liam und blickte zwischen Harry und mir hin und her. "Liam, ich bezweifle ganz stark, dass wir die beiden geweckt hätten. Sie sie dir doch an." Niall saß neben Melly auf dem Sofa und hatte einen Arm um ihre Schulter gelegt. Sein Blick sprach mehr als tausend Worte. "Ich denke das Verhör ist hiermit beendet. Unser Privatleben geht hier eigentlich niemanden etwas an." Harry zog mich entschlossen in Richtung Essen. "Oh doch, Harry. Wir sind dein Privatleben", rief Louis und brach mit den anderen in schallendes Gelächter aus. "Wir wollen jedes einzelne Detail hören." Ich fixierte meinen Blick auf einem Apfel und versuchte mein bestimmt knall rotes Gesicht vor den anderen zu verbergen. Gekonnt ignorierten wir beide Louis Kommentar. "Ich glaube, ihr habt die beiden genug blamiert, lasst sie erst einmal in Ruhe in den Tag starten", schmunzelte Melly und ich war ihr wirklich unendlich dankbar.

"Vielen Dank, meine Damen und Herren. Das war One Direction. Ich freue mich, wenn ich Sie morgen Abend wieder bei mir begrüßen darf", ertönte die Stimme des Moderators im Studio. Die Jungs hatten die letzten zwei Stunden ziemlich gut hinter sich gebracht. Mein kurzer Auftritt am Anfang der Show, war glücklicherweise schnell vergangen. Den Fragen über unser Gefühlsleben waren sowohl Harry und ich, als auch die Jungs gekonnt ausgewichen. Schnell hatte der Herr mittleren Alters das Interesse an mir verloren und ich wurde schon in der ersten Pause von dem Scheinwerferlicht, das mich von Zeit zu Zeit sowieso immer mehr nervte, verbannt. Seitdem saß ich neben Melly und Lou auf einem Sofa und versuchte vergeblich Lux still zu stellen, der es anscheinend zu gefallen schien, die Aufmerksamkeit durch lautes Schreien auf sich zu ziehen. Als die Jungs zu uns herüber geschlendert kamen, lächelte ich Harry verträumt an. "Irgendwie gefällst du mir mit Kindern noch besser als sowieso schon." Er strich Lux, die auf meinem Schoß saß beiläufig über den Kopf, ehe er sich zu mir herunter beugte und mir vor versammelter Mannschaft einen Kuss gab. Das anerkennende Pfeifen von Niall ignorierten wir gekonnt. Das fröhliche Lachen interessierte uns eindeutig mehr. Grinsend streckte sie die Arme nach Harry aus, der sie vorsichtig hochhob. Auch ich musste zugeben, dass mir sein Anblick mit einem kleinen Kind ebenfalls sehr gefiel. Das waren allerdings Gedanken, die ich dringend in die Zukunft verbannen sollte. Wir lebten im Hier und Jetzt und das war auch gut so.

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top