Chapter 16(Amy)
Heftig blinzelnd öffnete ich meine Augen, drehte sehr sehr langsam den Kopf und konnte dann, noch langsamer erkennen, warum ich aufgewacht war. Ein Sonnenstrahl schien durch das Fenster, direkt in mein Gesicht und durch unser Zimmer hüpfte zusätzlich noch ein kleiner Sonnenschein.
„Guten Morgen!" Lou lief zu meinem Bett und schmiss sich mit Schwung darauf, kaum das sie bemerkt hatte, dass ich wach war, beziehungsweise die Augen aufhatte. „Hmmpfff" machte ich nur, auch wenn ich ein Morgenmensch war, war mir das grade alles viel zu früh und viel zu schnell.
Ich setzte mich langsam auf und schwang die Beine aus dem Bett, so dass ich genau neben Lou saß und sie anblinzelte. „Hallo, du kleiner Wirbelwind. Was ist denn in dich gefahren?". Meine Stimme war sehr heiser und leise.
Sie hingegen strahlte mich an: „Glück! Verliebtheit! Alles!"
Da wachte auch mein verschlafenes Gehirn endlich auf und ich erinnerte mich, dass Lou gestern Abend freudestrahlend von ihrem Date mit Anton zurückgekommen war.
Die beiden hatten sich wirklich gefunden und Verdient!
Anton hatte, nachdem sie sich am Tor der großen Halle getroffen hatten, seine Pläne offenbart. Denn er hatte einen Picknickkorb dabei und Lou und er setzten sich an einen Bach, ganz in der Nähe von Hogsmeade. Es war wunderbar idyllisch gewesen, Lou kam garnicht wieder aus dem Schwärmen heraus.
Die beiden waren dort gewesen, bis die Sonne untergegangen war und hatten sich anschließend auf den Weg zurück gemacht, aber nicht ohne dabei die Sterne zu beobachten.
Auf dem Rückweg hatte Anton dann ganz vorsichtig Lous Hand genommen und so waren sie zurück zum Schloss gelaufen.
Als ich daran dachte, konnte ich mir ein kleines Quietschen nicht verkneifen. So süß und so romantisch!
Naja, eine schlechte Nachricht hatte Lou uns dennoch mitgebracht: wir hatten heute, um 9 Uhr, Quidditchtraining.
Und weder Lily, noch ich waren begeistert von dieser Idee. Lou, naja, war nicht wirklich Objektiv bei dieser Sache. Egal wann, egal wie, Anton wiederzusehen war für sie immer toll.
Grummelnd stand ich auf und lief ins Bad. Nach einer kurzen, sehr kalten Dusche zog ich meinen Quidditchumhang an und weckte, zusammen mit Lou, Lily auf.
Das allerdings, gestaltete sich ähnlich schwierig, wie einen Bären aus dem Winterschlaf zu erwecken. Denn Lily wollte, egal ob sie Wach war oder nicht, keinesfalls aufstehen.
Grummelnd, böse und genervt stand sie dann schließlich doch auf, aber wir mussten ihr erst die Decke klauen.
Zusammen liefen wir also, mehr oder weniger wach, runter in den Gemeinschaftsraum. Dort wartete auch schon ein Großteil der Mannschaft, allerdings fehlte der wichtigste Teil noch: Anton.
Wir stellten und zu Mona, die ungefähr alle zwei Sekunden gähnte und warteten schweigend auf unseren Kapitän.
Ich sah mich nochmal genauer um. Mona, Ich, Lou, Lily, James, Sirius. Und zu meinem erstaunen auch Remus, der sich grade mit James unterhielt. Genau in diesem Moment stieß mich Lou in die Seite: „Amy? Da ist Lupin!".
Nickend drehte ich mich zu ihr „Ich weiß, hab ich auch grade bemerkt."
Erwartungsvoll sah sie mich an. „UUUUUnnnnddd?", „Was UUUUUnnnnddd?" fragte ich zurück. „Magst du ihn? Also so.... beziehungsmäßig?"
Damit hatte Lou ausgesprochen, was ich dachte, beziehungsweise mich fragte. „Ich... ich weiß nicht. Eigentlich ja, aber... wenn er.... mich nur als Freundin sieht?"
„Das wirst du nicht herausfinden, wenn du ihn nicht fragst!"
Ich biss mir auf die Unterlippe „Wenn ich ihn frage und er... nein sagt, dann kann ich nie wieder ein Wort mir ihm reden!"
„Das stimmt nicht! Und ausserdem, so wie er dich immer ansieht wird er zu 0,0% Nein sagen! Ich hab mich auch getraut Anton zu fragen!"
Wenn man vom Teufel spricht! Anton kam grade die Treppe hinunter gejoggt und lief direkt an uns vorbei zum Portraitloch. „Kommt Leute! Los gehts!"
Wir joggten einmal Quer durchs Schloss und dann zum Quidditchfeld. Als wir alle Keuchend zum Stehen gekommen waren, begann Anton auch schon zu erzählen: „Sooo, meine liebe Mannschaft. Ich habe gestern einmal mit Professor McGonagall gesprochen und sie nach dem ersten Spiel der Saison gefragt. Und das Spiel iiiiiiiissssttttt:" Er machte eine Dramatische Pause und rief dann: „Gryffindor gegen Slytherin!!"
Auf Antons Gesicht spiegelte ich pure Begeisterung wieder, während alle anderen Still waren und ihn fassungslos ansahen.
Mona schaffte es als erstes etwas zu sagen: „Slytherin? Was?"
Immer noch enthusiastisch nickte Anton: „Jap, Slytherin!"
„Aber... die haben seit drei Jahren den Hauspokal gewonnen? Wie sollen wir das denn bitte schaffen?" diesmal war es Lou, die ihn verzweifelt ansah.
Beim klang von ihrer Stimme huschte ein Lächeln über Antons Gesicht. „Ich glaube an euch! Unsere Mannschaft ist so gut wie schon lange nicht mehr und glaubt mir, wir schlagen die Haushoch!"
„Du bist echt ein Optimist!! Wann ist denn das Spiel?" fragte Sirius.
„Nächstes Wochenende!"
Das war der Moment, in dem ich mich auf den Rasen fallen ließ. „Wie viele Stunden hat nochmal ein Tag?" Fragte ich Anton.
Dieser guckte mich etwas verwirrt an. „Ähhmm... 24?"
„Und wie viel davon schläft man?"
„Am besten 6-8 Stunden?"
„Das heißt wir haben nicht mehr viel Zeit, Schule gibts ja auch noch!"
Nach einem kurzen Moment der Unsicherheit klatschte Anton trotzdem in die Hände: „Weiß ich, genau deswegen sind wir hier! Wir müssen einen Trainingsplan aufstellen! Ich denke mal es ist klar, das wir jeden Nachmittag die Woche bis Samstag trainieren?"
Wir alle stöhnten. James ließ sich neben mich auf den Boden fallen und murmelte leise: „Der Kerl ist doch verrückt!"
Ich schnaubte zur Antwort. Da hatte er definitiv recht.
„Lasst uns Anfangen!"
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„Ich spüre meine Hände nicht mehr!" klagte Mona als wir uns zum Mittagessen zusammen mit ihr und Alice an den Gryffindortisch Quetschten.
Auch meine Schultern schmerzten und ich konnte kaum mehr aufrecht sitzen. Egal in welche Richtung ich sie lehnte, es tat immer höllisch weh.
Wir hatten vier Stunden lang hart trainiert.
Anton hatte uns alle getrimmt bis zum geht nicht mehr, als das Training endlich zu Ende war, lagen wir alle mehr oder weniger Tot auf dem Boden.
Noch dazu kamen Kopfschmerzen, die meiner Meinung nach von zu wenig Pause und Wasser während des Trainings kamen.
Schon die Gabel zu halten, war unglaublich schmerzhaft, denn meine Hände hatten zu viele Quaffel gefangen und geworfen.
Mein Esstempo, was ohnehin schon sehr sehr langsam war, wurde nochmal so verringert, das ich Ewigkeiten brauchte um endlich Satt zu werden.
Als wir uns alle schließlich in den Gemeinschaftsraum geschleppt hatten, ließ ich mich sofort auf eines der Sofas fallen. Lou legte sich mit ihrem Kopf neben meinen Kopf, ihre Beine hingen über der gegenüberliegenden Lehne.
Sie setzte an: „Also Amy, nochmal zurück zu vorhin...." doch ich war schon nach diesen par Worten ins Land der Träume hinübergeglitten.
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