Ironie

Outing

Vielleicht hätte ich dieses Kapitel Outing nennen sollen. Vielleicht. aber die Ironie hinter dieser Geschichte ist das eigentliche was interessant ist. Outing. Ein komisches Wort. Warum muss man sich Outen... Ich dachte, es würde man mir ansehen das ich Lesbisch bin. Ich dachte es wäre mir auf die Stirn Tätowiert: Vorsicht Lesbe!

Was hat Outing mit Ironie zu tun. Sehr viel in meinem Fall. Diese Geschichte, ist im nachhinein schon fast lustig, wenn man auslässt, das ich eine verdammte Panikattacke hatte. 

Es ist am 19.07 passiert. Ein Samstag. Ein schöner Samstag. Ich erinnere mich noch an den Blauen himmel, die wärme... Hätte ich gewusst, was mir an diesem Tag blüht, ich währe nicht aus dem Bett aufgestanden. Ich war glücklich an diesem Tag, meine Woche war großartig. Ich war echt glücklich an diesem tag.

Ich war bei meiner Oma, wie jeden Samstag. Ich habe ihr davon erzählt, warum ich nicht mehr mit meiner besten Freundin befreundet bin. Was Passiert ist. Ich war in rage. Damit sie es versteht, habe ich ihr das erzählt, was die Geschichte zusammen bringt...

Das ich lesbisch bin.

Sie war geschockt. Sie meinte, ich wäre die letzte Person von der sie es erwartet hätte. Sie hasst mich nicht. Ich weiß das sie mich Liebt, aber sie hat mir so angst gemacht. Sie sagte mir, das ich mir in meinem alter(18) doch überhaupt nicht sicher sein kann. Egal wie sehr ich versucht habe sie davon zu überzeugen das ich niemals mit einem Jungen zusammen komme, ist sie fest davon überzeugt, das ich den Richtigen Treffen werde. Alleine das verletzt mich zu tiefst. Es tut so weh nicht ernst genommen zu werden. Ich dachte es wäre gut wenn sie es weis. Sie hat mir später gesagt: wie ich ihr das antun konnte... Sie hatte diese Perfekte Bild von mir. Ich war sozusagen die einzige Hoffnung. Ich fühle mich so unfassbar schlecht für etwas, wofür ich nicht mahl etwas kann. Ich hätte es einfach für mich behalten sollen. Ich sollte einfach den nächst besten mann heiraten, damit mich alle in ruhe lassen. Damit ich diesen scheiß druck nicht mehr habe...

Aber das ist noch nicht einmal das Ende der Geschichte. 

Meine Oma hat mir mit ausdruck gesagt, es nicht meinen Eltern zu erzählen. Sie würden vielleicht nicht schrecklich reagier aber so lange ich mir nicht sicher bin soll ich ihre Hoffnung nicht zerstören, weil alle seit Ewigkeiten predigen, das ich die einzige Hoffnung auf ein Mann und Kinder bin, da meine Schwester wahrscheinlich Lesbisch ist. 

Aber die Ironie kommt ja erst. 

Meine Schwester war an dem Abend da, wir waren alle zusammen essen. Sie hatte sich an diesen Abend geoutet und meine Eltern haben natürlich super reagiert, weil sie es einfach wussten. Sie wussten das meine Schwester lesbisch ist. 

Ich hatte einfach eine Panikattake. Ohne das es jemand gemerkt hat mitten am Tisch während meine Eltern sich Fröhlich mit meiner Schwester über ihr Studium unterhalten haben. Ich konnte nicht mehr reden, und war sehr glücklich das wir bereits fertig mit dem essen waren, sonst hätte ich nichts herunter bekommen. Es ist ihnen nicht mal aufgefallen. Es ist ihnen nicht mahl aufgefallen, das ich seit mehreren tagen erkältet war. 

Ich fühle einfach diesen Druck mit dem ich es nicht schaffe um zu gehen. Ich habe so lange bis abends so getan als ob es mir gut ging. Als ich abends wusste, dass meine Eltern schlafen, hab ich geweint. Ich habe einfach stunden Lang geweint, weil ich diese Ironie so passend fand. Ich bin einfach gefangen. ich habe sie unglaublich angst irgend jemanden zu sagen was oder wer ich bin. Ich komm damit nicht klar. Ich bin froh wenn ich es am tag einfach vergessen kann. Ich einfach glücklich für mich sein kann. Es tut so weh zu weinen, ohne das es jemand sieht, ohne das mich irgendwer in den Arm nimmt. 

Ich habe so angst den Erwartungen nicht zu entsprechen. Ich kann nicht mehr. Ich kann mich nicht Outen, weil ich dann das Gefühl habe, alle zu eintäuschen, wie meine Oma. 

Das ganze Thema geht mir einfach zu nah. Ich kann weder darüber sprechen noch darüber schreiben ohne an zu fangen zu weinen. 

Ich weiß, das bestimmt irgend jemand sagen wird, warum mir die Meinung meiner Eltern und Oma so wichtig sind.  Sie sind die die ich liebe und die mich lieben. Ich will sie nicht enttäuschen.

(kurzeneben Geschichte)
Es hat mich fertig gemacht, als meine Mutter essen gemacht hat, ich gesagt habe, das es mir nicht schmeckt, nicht wegen ihrer koch kunst, sonder weil ich es einfach nicht mag. Sie hat mich angeschriehen.  ich konnte ihr an diesem Abend nicht mehr in die Augen schauen. Ich habe nicht mehr an diesem tag mit ihr geredet, sondern einfach mich stumm Auf mein Bett gesetzt und geweint. 

Anscheinend, bin ich nichts wert. Anscheinend geht jeder davon aus, dass ich damit klar kommen muss. Wie soll ich nur abends ruhig einschlafen, wenn mich dieser ganze druck jagt, und mich nicht ausruhen lässt. Ich weis nicht mal, wie ich mich jetzt brühigen soll. Ich will nur mit jemanden darüber Reden. Aber niemand hat Zeit und das ist ok. Es ist nicht das erste mal, das ich mit meinen Gedanken alleine gelassen werde. 

Ich bin in einer Zwickmühle zwischen den anderen zu gefallen und ich selbst sein...

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