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P.o.v Jungkook

"Und dann, wenn wir am Abend-", "Nein Jimin, wir gehen nicht heimlich am Anfang des Jahres in den Verbotenen Wald, nur weil du glaubst dort eine Fee gesehen zu haben. Ich würde gerne, länger als ein paar Tage, dieses Schuljahr erleben", unterbrach ich den Älteren und steckte mein Handy in meine Hosentasche, um die Tür zum Speisesaal zu öffnen, welcher sich über Meter vor uns erstreckte in all seiner Bracht. "Das heißt aber nicht, dass wir es nicht irgendwann einmal machen werden", kam es wieder von ihm weshalb ich belustigt meine Augen verdrehte und mit dem ersten Schritt den Speisesaal betrat, in welchem sich schon all unsere anderen Freunde befanden. "Vielleicht", war meine Antwort auf seine Aussage, weshalb ich leicht mit meiner Schulter zuckte und weiter in Richtung unserer kleinen Gruppe ging, welche in zwei gespalten, an einem der meterlangen Tische, saß. "Warum sitzt Yoongi so weit weg von den anderen?", fragte ich leicht verwirrt nach, doch noch zuckte Jimin nur mit seinen Schultern. "Wahrscheinlich hat er wieder schlecht Laune, ist mit dem falschen Fuß aufgestanden, Tae und Hobi sind ihm zu aufgedreht oder er erträgt Jin seine Witze nicht mehr.", hing er nur hinten dran, doch bevor ich auf seine Aussage einging, gingen wir schon an Yoongi vorbei, welchem ich sachte durch sein Haar, im Vorbeigehen, wuschelte, um mich dann wenig später neben Taehyung zu setzen, sodass ich gegen über von Namjoon saß. "Dürfte ich fragen, was ihr mit Yoongi angestellt habt, sodass er so weit weg von uns sitzt?", fragt ich leicht belustigt, als ich gerade meinen Rucksack auf den Boden stellte und Jimin sich nun auch neben mich setzte.

Doch anstatt eine Antwort zu bekommen, sahen mich alle leicht bedrückt an, weshalb ich leicht meine eine Augenbraue nach oben zog. "Ist was passiert?", kam es nun von Jimin, welcher sich gerade etwas von Tae seinem Essen nahm. "Außer das du mir gerade Essen klaust, ja", kam es sofort von Taehyung, welcher leicht Jimin seine Hand wegschlug, doch sodass es ihm nich weh tat, weshalb er dennoch diese dann wenig später wegzog.

"Yoongi seine Eltern wurden in der letzten Woche ermordet", kam es ruhig von Namjoon, welchen ich ungläubig nach seiner Aussage anblickte. Doch bevor ich hätte etwas sagen können, erklang schon die Stimme von Hoseok. "Als er gestern Abend ankam, war er schon ziemlich abweisend, weshalb ich und Namjoon mehrfach nachgefragt haben was los sei", "Und dann hatte er uns knapp gesagt das seine Eltern durch einen Luctus gestorben sind, weil er nicht sprechen wollte. Anscheinend wollte sie von ihm wissen, woher wir wussten, wo sie sich aufhielten", fuhr Namjoon fort. "Durch einen Luctus?", fragte ich noch einmal ungläubig nach, da dies ziemlich surreal klang. Doch Namjoon und Hoseok nickten leicht bedrückt. "Aber was machen die denn in der normalen Welt?", kam es leicht verwirrt von mir, doch die beiden blieben stumm, weshalb ich leicht seufzte und meinen Blick zu Yoongi rüber gleiten ließ. "Ich geh mal zu ihm rüber", sagte ich und war schon dabei aufzustehen, doch durch Jin wurde ich in meiner Bewegung gestoppt. "Lass, er braucht gerade Zeit für sich. Wir haben auch schon probiert mit ihm zu reden. Doch ohne Erfolg-", "Ich möchte ihn jetzt auch ungern da einfach alleine herumsitzen lassen", unterbrach ich Jin. "Yoongi braucht einfach Personen die für ihn da sind, wenn es wirklich stimmt, dass seine Eltern deswegen umgebracht wurden, denkt ihr dann ernsthaft er gibt sich nicht die Schuld dafür?", hing ich hinten dran, doch bevor jemand etwas darauf erwidern konnte, stand ich schon auf und ging auf Yoongi zu, welcher lustlos in seinem Essen herumstocherte. "Hey", sagte ich ruhig und setzte mich neben ihn. Doch es kam keine Antwort von ihm, er blickte einfach weiter auf sein Essen. "Wie geht es dir?", und wieder kam keine Reaktion von ihm, weshalb ich leicht meine Hand auf seinem Arm platzierte und über diesen strich. "Willst du vielleicht darüber reden?", doch nun schüttelte er seinen Kopf minimal. "Sicher?", fragte ich noch einmal nach, aber bekam erneut keine Reaktion von ihm, stattdessen wurde sein Gesichtsausdruck immer trüber. "Komm", und somit stand ich auf und hielt ihm meine Hand entgegen. "Ich weiß das du jemanden zu sprechen brauchst", "Jungkook es passt schon", kam es nur ruhig und leise von ihm, dabei stocherte er weiter in seinem Essen herum, was mich dazu brachte, dass ich erneut meine Augen verdrehte. "Wir reden jetzt darüber", gab ich noch von mir, bevor ich mich hinter ihn stellte, meine Arme um ihn legte und ihn wenig später nach oben zog. "Jungkook lass", war das einzige was er von sich gab doch es brachte ihm nicht viel. Denn nicht einmal wenig später stand er nun vor mir, bevor ich seine Hand ergriff und ihn aus dem Speisesaal zog. "Ich will aber nicht darüber reden", doch ich ignorierte seine Aussage und lief weiter mit ihm in den Schlossinnenhof, bevor ich mich auf eine Bank setzte und er es mir gleichtat.
"Yoongi... du bist nicht dran schuld", fing ich an und blickte ihn leicht zögernd. "Doch, dass bin ich"

"Erzähl mir was passiert ist", "Du weißt es doch schon", kam es knapp von Yoongi. "Ich möchte es aber gerne von dir hören", und nun blickte er wieder zu Boden und fing leicht an auf seiner Unterlippe herum zu kauen. "Waren es wirklich Luctus die deine Eltern umgebracht habe?", hauchte ich schon beinahe und zögerlich nickte Yoongi. "Woran hast du es erkannt?", "An dem Nebel und ihrer Aura", kurz stoppte er, bevor er weitersprach. "Ich habe gerade etwas geschrieben und auf einmal fühlte ich mich wieder träge. Doch es war nicht dieses normale, sondern das von damals und als ich dann aufblickte und aus meinem Fenster blickte, erkannte ich, wie ein mir zu gut bekannter, dunkler Nebel mein Haus umhüllte.", "Warte, wie ging es dir dabei? Letztes Mal bist du beinahe deswegen zusammengebrochen.", "Mir ging es wie beim letzten Mal, doch als ich mich dafür entschied mein Zimmer zu verlassen, nahm das Gefühl ab.", erklärte er mir weshalb ich verstehend nickte. "Ich konnte nichts machen", hauchte er und dabei konnte ich erkennen, wie seine Augen immer glasiger wurden. "Yoongi...", flüsterte ich seinen Namen und zog ihn in meine Arme. "Du hast alles gemacht, was du hättest machen können", doch er schüttelte nur seinen Kopf, welchen er wenig später hängen ließ. "Ich hätte sprechen sollen. Dann wären sie noch am Leben.", und nun folgte ein kaum hörbares Schluchzen. "Warum solltest du sprechen?", fragte ich ruhig nach und strich ihm über seinen Rücken. "Sie wollten wissen, woher wir wussten, wo sie sich befanden. Ich wollte es aber nicht sagen, da mir klar war, dass sie dann auch zu euch gehen würden und das wollte ich nicht. Ich wollte nicht, dass euch etwas passiert. Sie haben mir gedroht, dass wenn ich nicht gleich spreche, dass sie meine Eltern umbringen, aber was hätte ich denn sagen sollen? Dass du das Buch hast, in welchem beschrieben steht, wo sie sich auffinden, sodass du in Gefahr kommst? Nein, das wollte ich nicht", erklärte er mir und seine Tränen hörten nicht auf. "Ich hätte doch einfach sagen können, dass wir ein Buch gefunden hatten, dann wären sie noch am Leben.", und nun fing er stärker an zu weinen, weshalb ich ihn näher zu mir zog, sodass er sein Gesicht in meinem Pullover vergrub. "Sie hätte doch einfach mich töten können-", "Sie hätten niemanden töten sollen. Weder deine Eltern, noch dich.", "Aber sie haben es am wenigsten verdient zu sterben. Sie sind durch mich gestorben. Sie hatten nicht einmal irgendwas damit zu tun.
Sie haben immer gesagt, ich soll das nachforschen sein lassen und nun sind sie deswegen nicht mehr am Leben. Der Luctus, welcher das Leben von meinen Eltern genommen hat, hätte meins nehmen sollen, wie er es auch zuvor vor hatte.", brachte er unter Tränen hervor.
"Das Leben ist nicht fair", "Ich weiß Yoongi", sachte strich ich über seinen Rücken, da ich nicht wusste, wie ich ihn hätte beruhigen können, denn Yoongi hatte noch nie vor mir zuvor geweint.
"Wo gehst du jetzt hin, wenn wir wieder nach Hause gehen können?", fragte ich sachte nach einiger Zeit wieder, doch von ihm kam nur ein Schulterzucken. "Nicht mehr zu mir nach Hause... Wahrscheinlich bleib ich einfach hier. Ich muss sowieso die nächsten Tage noch einmal zu mir nach Hause, um meine Sachen zu holen", sagte er ruhig und legte seinen Kopf auf meiner Schulter ab. "Ich komm dann mit", sagte ich ruhig und strich ihm weiter über seinen Rücken.

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