Big Comeback

Ein lautes Geräusch riss mich aus meiner Fantasiewelt, die dieses Mal den Namen Talon trug. Ein Schuss ließ mich endgültig in der Realität ankommen. Schnell klappte ich das Buch zu und schnappte mir stattdessen meine Messer, steckte sie in meine Schnallen am Bein und nahm meine Pistole. Ebenso zügig ging ich zur Tür. Als ich einen Körper neben mir, aber auf der anderen Seite der Wand, gegen den harten Stein prallen hörte, riss ich meine Zimmertür auf und trat schnellen Schrittes auf den Flur hinaus.

Irritiert starrte ich Steve an, der angestrengt versuchte ein Messer von seinem Körper fernzuhalten. Nun, das war nicht gerade ungewöhnlich, immerhin waren wir die Avengers, aber da der Angreifer Bucky war, sah die Sache schon anders aus. "Chris. Hilfe. Winter Soldier", stieß Cap knapp aus, bevor er seinen Gegner nach hinten stieß und ebenfalls gegen die Wand schleuderte. Da Steve wohl doch nicht meine Hilfe zu brauchen schien, hatte mein Gehirn kurz Zeit, die Lage zu analysieren. Offenkundig war Bucky wieder der Winter Soldier, aber wodurch? Es kam ja nicht so nach dem Motto: Hey, nah, wie geht's denn so? Ich bin's, dein cooler mordlustiger Freund. Oh du scheinst glücklich zu sein! Na das können wir doch aber schnell ändern!
Also wer hatte ihn verwandelt?

Lange Zeit zu überlegen hatte ich nicht, da ich sehr schnell merkte, etwas vergessen zu haben: die Schüsse. Denn diese ertönten nun erneut und mehrere Kugeln landeten nur knapp neben mir in der demolierten Wand. Noch ehe ich reagieren konnte, wurde ich zu Boden gerissen, was mir das Leben rettete, da Steve nun eine Kugel im Oberarm stecken hatte. Hätte ich noch dort gestanden, wie nur wenige Sekunden zuvor, würde sie sich nun in meiner Brust nahe des Herzens befinden. Aber wenn Steve die Kugel abbekommen hatte... Ich sah auf und erkannte Buckys Gesicht nur knapp über meinem. Also hatte er mich gerettet? Aber er war doch nicht er selbst... Aus dem Augenwinkel nahm ich war, dass Cap an uns vorbei auf den Schützen zu lief. Bucky allerdings bewegte sich keinen Millimeter, denn er starrte mir geradewegs verwirrt in meine Augen. Ich muss irgendetwas tun, sonst verschwindet er für wer weiß wie lange. Vielleicht wieder für Jahre. Noch während ich das dachte, griff meine Hand schon nach dem Mann auf mir und zog sein Gesicht wenige Zentimeter nach unten, sodass sich unsere Lippen berührten. Ich wusste zwar, dass es nicht wirklich Bucky war, aber es fühlte sich so gut an, endlich seinen Gefühlen freuen Lauf lassen zu können und für eine Sekunde wurde der Kuss sogar erwiedert. Jedoch ertönte bald ein ziehmlich greller Ton, wie aus einer Hundepfeife für Menschen und der Winter Soldier sprang auf und rannte den Gang entlang. Noch während ich mich aufrappelte, hörte ich, wie ein Fenster zersprang und ich wusste: Er war nun weg.

Diejenigen von uns, die nicht auf einer Mission waren, befanden sich nun im Wohnzimmer. Müde und mit ernsten Gesichtern starrten wir alle vor uns hin. Eigentlich wollten wir eine Lagebesprechung abhalten, aber keiner von uns konnte wirklich glauben, was nur wenige Stunden zuvor passiert war. Am allerwenigsten ich, weshalb ich wie die anderen nicht gerade vor Tatendrang strotze und bloß an der Wand zum Gang, hinführend zu ein paar der Schlafzimmern hin, lehnte.

Plötzlich ertönte ein lautes >Pling< und sämtliche Köpfe flogen zum Fahrstuhl herum. Aus eben jenem stieg ein bedrohlich aussehender Bucky. Ich konnte gerade nicht sagen, ob er immernoch der Winter Soldier war, aber da er nicht versuchte uns alle umzubringen, verneinte ich diese unausgesprochene Frage im Kopf. "Buck?", fragte Steve ungläubig, denn auch er wusste nicht so Recht, was er von der Situation halten sollte. "Jap", bestätigte der Attentäter ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen, denn dieser hing die ganze Zeit auf mir. Langsam ging er immer weiter auf mich zu. "Aber wie?", stieß der Supersoldat ungläubig aus und wieder folgte nur eine knappe Antwort: "Dankt Chris" Nun sah der Captain mich an, jedoch genauso verwirrt wie zuvor seinen besten Freund. "Christine? Was hat sie denn getan?" Bucky lächelte nur und ging weiter auf mich zu. Wir beide wussten, was ich gemacht hatte. Nur wenige Zentimeter vor mir blieb der braunhaarige stehen. Plötzlich packte er mich abrupt an den Armen und schob mich den Gang entlang, bevor er mich scharf nach links gegen eine Tür drückte-meiner Tür. "Warum?", knurrte der Attentäter. Verwirrt sah ich ihn an. "Warum was?" "Warum hast du mich geküsst?" Rau lachte ich auf und legte ihm meine Hand an seine Wange. "Oh Bucky! Du bist schlau genug um es zu verstehen! Muss ich es denn wirklich aussprechen?", antwortete ich ihm. Ich musste mich extrem zusammenreißen, da meine Konzentration leider immer wieder zu seinen Lippen abdriftete. "Ja, bitte. Ich muss es hören!", flehte er. "Na gut", seufzte ich. Ich holte einmal tief Luft bevor ich ihm in seine wunderschönen braunen Augen sah und sprach: "Ich liebe dich, Bucky!" Kurz huschte ein Grinsen über sein Gesicht, bevor mir dieses immer näher kam. "Das trifft sich gut, denn ich liebe dich auch!", erwiederte der Assassine, bevor er sanft seine Lippen auf die meinen legte. Es war ein berauschenden Kuss, besser als ich es mir je erträumt hatte und besser als der letzte.

Ich genoss ihn in vollen Zügen bis wir uns langsam wieder von einander lösten. Doch so ganz trennten wir uns nicht, da er seine Stirn an meine legte, während er mir tief in die Augen sah. Mein Blick versank in dem wunderschönen Haselnussbraun, doch ich merkte, wie sie immer dunkler und der Blick immer intensiver wurde. Fast gleichzeitig landeten seine weichen Lippen wieder auf meinen und meine Hand in seinen fluffigen Haaren. Der Kuss würde immer fordernder. Hektisch nästelte ich am Türgriff hinter mir herum, denn ich wollte mehr. Als die Tür plötzlich aufging, stolperte ich nach hinten und zog Bucky mit mir mit. Als wir unser Gleichgewicht wiedergefunden hatten, schloss der braunhaarige die Tür und drehte sich mit einem wilden Funkeln in den Augen wieder zu mir herum. Er kam auf mich zu und verwickelte mich erneut in einen tiefen Kuss, doch dieses Mal zerrte er an meinem T-Shirt. Auch meine Hände waren nicht untätig und fuhren schon bald seine starken Bauchmuskeln nach. Wir lösten uns kurz von einander um unsere Oberteile unachtsam in irgendeine Ecke zu werfen und ich konnte Buckys nackten Oberkörper bestaunen. Ich hätte ihn vermutlich ewig angestarrt, hätte er mich nicht nach hinten geschubst, sodass ich rückwärts auf meinem Bett landete. Als mein Körper die weiche Decke berührte, wusste ich, das würde die beste Nacht meines Lebens werden.

Ich liebe dieses Bild einfach!😍
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Hey Leute, ich bin wieder da! Ich weiß nicht, wie lange es hält, aber ich hoffe bis an den Rest meines Lebens! (Wie viele OS das wohl wären?)
Naja jedenfalls wird es in nächster Zeit wieder Oneshots geben.

PS. Okay jetzt Mal im Ernst das muss aufhören! Es gibt doch echt nicht umsonst Zeiten, in denen man schläft und Zeiten in denen man andere Dinge machen kann, wie zum Beispiel lesen oder schreiben. Könnte das bitte Mal jemand meinem Gehirn klarmachen? Denn immer wenn ich fast eingeschlafen bin, habe ich eine Oneshotidee und muss sie sofort aufschreiben... Ist das nur bei mir so?
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