Kapitel 1

September 2007/ Mein 6. Geburtstag und gleichzeitig schlimmster Tag meines Lebens

Mamaa!! Ich mag nicht in diesem stickigen Auto nachhause fahren! Ich mag eine Nachtwanderung machen, das wäre soo toll und es ist mein Geburtstag!

Wir waren 3 Tage in Paris und gerade auf der Heimfahrt. Es war nur noch eine fünf-minütige Fahrt oder sogar weniger. Aber ich wollte nicht mehr im Auto sitzen, gelangweilt und nichtstuend. Auch wenn es nur noch für ein paar Minuten sein würde. Und jetzt, wo es schon dunkel war, wäre es so lustig das letzte Stück einfach nach Hause zu wandern.

Lächelnd sah Mama mich an, nahm meine Hände, beugte sich zu mir hinunter und sagte:

Mäuschen, ich kann doch nicht einfach das Auto hier stehen lassen.

Doch kannst du!!

erwidere ich bestimmt, aber da griff Papa schon ein:

Trici, ich werde mit dir nachhause gehen und Mama wird fahren. Ist das okay so?

fragt er lächeln und ich nicke eifrig.

Natürlich wäre es lustiger gewesen, wenn Mama auch mitgekommen wäre, aber mit Papa alleine zu gehen ist besser als gar nicht zu gehen.

Papa erklärte mir während wir gingen, was die raschelnden und knacksenden Geräusche in der Dunkelheit zu bedeuten hatten. Wir kamen immer näher zu unserem Haus, als wir plötzlich rot-oranges Licht sahen. In diesem Licht waren ebenfalls knacksende Geräusche zu hören.

Was bedeuten diese Geräusche?

fragte ich leise, verängstigt von diesem grellen Licht.

Das ist Feuer...

flüsterte Papa.

Plötzlich hörten wir Schreie und ich erkannte eine Person im Feuer.

Mama!!

schrie ich und lief in das Feuer genannte Licht hinein, auf sie zu...

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