>> E y e s <<

C.

"Du fragtest doch mal ob wir Flügel haben. Stimm's"?
Aline nickte.
Aziraphale stand auf. Hinter seinen Rücken fing es zu flimmern an.
Nach kurzer Zeit zeigten sich weiße Flügel.
Aline stand auf, und starrte ihn geschockt an. Ihre Augen glänzten, und ihr Lächeln war breiter als ihr zartes Gesicht.
"Wow! Ich glaub's nicht... Aziraphale du- deine Flügel sind wunderschön..."
Sagte sie und trat näher, die Hände verschlungen vor ihrer Brust.
"Oh-äh heh Danke..."
Ich rollte die Augen über das erröten von dem Engel der kurz mit den Flügeln zuckte.
"Darf ich...Sie berühren"?
Fragte sie.
Argh! Sie war so nett! Ist ja furchtbar mit anzusehen! Wie Aziraphale bloß in weiblich!
Ich sah zu wie sie mit den Händen über die Federn des Engel's strich- sichtlich bewundert darüber. Aber wer konnte es ihr schon verübeln. Und irgendwie war es doch ganz süß von ihr wie sie extra ein Buch mitbrachte um mir ihre Angst vor Dämonen zu erklären.
Aber niemals sollte sie denken ich wäre 'nett'. Keiner hat es je gedacht, wieso dann sie?
Und ich wusste beim besten Willen nicht wieso das Universum, Gott, Satan oder was weiß ich nicht wer- und dazu verdammt hat auf der Erde bei einem Kind zu bleiben, und es zu beschützen. Wirklich nicht. Wieso schickten die ihr nicht nur Aziraphale? Was sollte ich schon groß bewirken?
Ich sah das Kind von der Seite an.
Sie sah noch sehr jung aus, aber wenn sie schon in der Berufsschule ging- musste sie wohl etwas älter sein.
Ich beobachte sie, dieses mal genauer als das vorige mal. Eine alte Angewohnheit von mir, denn in der Hölle musste man immer auf der Hut sein.
Sie trug enge schwarze Röhrenjeans, dazu Boots im Camuflage Muster. Sie trug einen schwarzen Gürtel mit Schlangenmuster darauf. Eine dünne Kette führte von einer Hosentasche zur anderen.  Sie trug eine etwas zu groß wirkende Jacke im dunklen Grün gehalten. Darunter ein Schwarzes Sweatshirt.
Sie hatte Ohrringe, und einen Ring am oberen rechten Ohr. Hellbraune lange Haare waren zu einer kompliziert aussehenden Frisur hochgesteckt. Der Pferdschwanz hing ihr über den Rücken. An den Händen trug sie graue, Fingerlose Handschuhe.
Sie war hübsch.
Jetzt drehte sie ihren Kopf zu mir, und sah mich mit ihren dunkelgrünen Augen an.

A.

Ich war so erstaunt über Aziraphale's weiche Federn, dass ich Crowley ganz vernachlässigte.
Ich drehte den Kopf zu ihn.
"Lass mich raten, deine sind Schwarz"?
Fragte ich ihn.
Er lachte nur kurz auf, als kurz danach zwei Pechschwarze Flügel hinter ihn in die Höhe stiegen.
Ich schaute diese bewundernd an, als er mit wiegenden Gang zu mir kam und seine Flügel nach oben streckte. Sie waren so groß- dass sie beinahe die Deckenlampe striffen.
Das schwarz glänzte wie Schwarzgold. Aziraphale's wie Weißgold. Wunderschön.
"Darf ich..."?
Fragte ich vorsichtshalber.
Er schien kurz zu überlegen und senkte seine Flügel wieder.
Ich trat an ihn heran, mit etwas Furcht und berührte die Außenseite.
Sie fühlten sich etwas rauer als die von Aziraphale an. Crowley zuckte mit dem Flügel etwas. Ich wartete geduldig ab und versuchte es erneut.
Ich ging soweit, das ich bis nach oben auf der beuge, die flauschigen Federn Strich.
Umso näher ich an seinen Rücken kam, desto heftiger zuckte er- bis er schließlich zurück wich. In seinem Gesicht konnte ich ein unterdrücktes Lächeln wahrnehmen.
"Eure Flügel sind der Wahnsinn. Wirklich. Danke das ich euch kurz belästigen durfte,hehe."
Ich ging nicht weiter auf der Situation ein, und versuchte es stadtessen mit einen Witz.
Der Weißhaarige lachte.
Er zog seine Flügel wieder ein.

"Ich würde wirklich gerne wissen wieso ihr gearde mir zugesandt wurdet. Ich bin nichts besonderes um mir gleich zwei magische Wesen zu schicken."
Rätselte ich.
"Jeder ist etwas besonderes Liebling. Auch du."
Der Engel lächelte mir warm zu.
Ich konnte nicht anders als ebenfalls zu Lächeln.
"Ich freue mich aber das ihr hier seit. Ich mag euch. Vielleicht werden wir gute Freunde..."
Sagte ich vorsichtig.
Crowley zog eine Augenbraue hoch.
"Naja, ob du uns beide magst weiß man nicht so genau."
Ich starrte ihn an.
"Was soll das heißen"?
"Tz, ist doch ganz klar. Du bist gläubig. Dir wurde beigebracht, dass du dich vor Dämonen fürchten sollst. Du kannst mir nicht sagen das du nicht Angst vor mir hast."
Crowley lehnte sich an einen der Regale , und ließ seinen Blick nicht von mir weichen.
"Äh... Ich habe nie gesagt das ich Angst vor dir habe, Crowley."
Ich kam näher.
Er lachte nur kurz auf, und sah mich weiterhin an.
Ich kam so nahe das ich meine eigene Spiegelung in seinen getönten Gläsern sehen konnte.
"Wieso trägst du die eigentlich die ganze Zeit? Es ist schon dunkel- und du hast sie noch kein einziges mal abgenommen."
Fragte ich.
Sein Blick war starr.
"Ich erspar dir den Anblick, kleines."
Er ging an mir vorbei.
Ich sah ihn hinterher, völlig zerwühlt. Er schien so als ob er mich nicht leiden könne.
Aziraphale kam zu mir und zog mich am Arm nach hinten in einen anderen Raum.
Auch dieser war mit Büchern vollgestopft, und vor einem Fenster stand ein altmodischer Schreibtisch , aus knorrigen Holz.
"Aline... Du musst wissen- Crowley ist nicht wie die anderen Dämonen."
Fing er an.
"Er ist... naja. Er war auch mal ein Engel, dass war aber schon sehr lange her. Aber das macht ihn zu keiner schlechten Person. In der Hölle hat er schon vieles durchgemacht. Das hat ihn geprägt. Aber tief drinn- in seinem Herz, ist er ein guter Freund. Auch wenn er es nie zugeben würde..."
Seine blauen Augen huschten kurz nach hinten.
Ich seufzte.
"Ich hab das Gefühl dass er mich nicht leiden kann, Aziraphale."
Sagte ich.
"Nein, nein- gib ihn ein bisschen Zeit. Du bist so ein nettes Mädchen, warum sollte er dich nicht mögen? Äh... Ich bin übrigens froh das du nicht so bist wie..."
"Wie ein... böser Mensch"?
Half ich ihn auf die Sprünge.
"Genau"!
"Hm. Danke. Weißt du, du bist auch ziemlich nett. Wir haben auch vieles gemeinsam."
Ich lächelte. Er ebenfalls.
"Du kannst mich auch jederzeit besuchen kommen. Crowley ist nicht immer hier."
Er zwinkerte mir zu.
Ich lächelte breit.
"Alles klar. Ich hoffe wir Freunden uns auch mal irgendwann an."
"Ganz sicher. "
Wir kehrten zurück.
Crowley saß auf dem Sessel wo ich zuvor saß, und begutachtete meine Tasche die mit Pins zugekleistert war.
"Du stehst wohl auf Fantasy, was"?
Fragte er mich.
"Ja..."
"Du sagtest doch mal du kommst nicht von hier. Kommst du zufällig aus Deutschland"?
"Ja. Woher weißt du das"?
"Deutsche Flagge."
Er deutete auf einen der Pins.
"Ich habe miterlebt wie die Nazis ihr Unwesen trieben. Ziemlich schlechte Menschen- ich bin froh das du nicht so bist."
Er sah hoch zu mir.
Ich lächelte flüchtig, wusste nicht was ich darauf Antworten sollte.

Nach einiger Zeit war es für mich Zeit zu gehen.
Ich verabschiedete mich von den beiden.
"War ein schöner Tag mit euch zwei."
Lächelte ich.
"Ganz unsererseits. Stimmt's, Crowley"?
Aziraphale stupste den Dämon an.
"Klar. Bist gar nicht so nervig wie ich dachte."
Ich lächelte.
"Danke."
Aziraphale zog mich zur Verabschiedung in einer kurzen Umarmung.
Er roch nach alten Büchern und...einer Mischung aus kamille und Weihrauch.
Ich lächelte und ließ ihn los.
Mit einen kurzen Blick auf Crowley wusste ich nicht ob ich ihn jetzt auch umarmen sollte oder nicht. Er sah mich genauso erwartungsvoll an, und als keiner von uns beiden etwas tat, sah ich wie Aziraphale Crowley etwas am Rücken drückte.
"Äh... ja- bis dann."
Auch er zog mich in einer kurzen Umarmung mit einen Arm.
Er hingegen zu Aziraphale roch nach Männerparfume - aber nicht diese mit einer strengen Note. Außerdem schwang noch ein Hauch von etwas verbrannten mit.
Diese Situation war sichtlich seltsam - weshalb ich mich direkt wieder aus dem Staub machen wollte- bis mir wieder etwas einfiel.
"Ach , bevor ich's vergesse: ihr bekommt auch meine Nummer- wenn was ist."
Ich durchsuchte meine Taschen nach einem Stift, und als ich keinen fand, wollte ich schon meine Tasche hervor holen, als Crowley anfing zu reden.
"Lass."
Ich er schnippste mit den Fingern und ein Kugelschreiber erschien in seiner Hand.
Ich nahm ihn entgegen- als er mir seine Hand entgegen streckte.
"Ich verbasel Zettel sehr leicht."
Gab er als Erklärung ab.
"Ich auch. Meistens."
Ich nahm seine Hand in meiner und fing an, sie auf seinem Handrücken zu schreiben.
Seine Finger waren warm und knochig. Und deutlich größer als meine.
Ich merkte wie rot ich wurde, und schrieb die letzten Zahlen auf.
Als ich fertig war, warf er einen kurzen Blick auf seiner Hand, als er Aziraphale's nahm und seinen Handrücken auf seinen drückte.
Als er die Hand wieder zurück zog, war eine Kopie auf der Hand des Engel's.
Ich lachte etwas .
"Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen."
Ich gab ihn den Stift zurück, den er mit einen weiteren schnippsen in einer Stichflamme wie bei einem Feuerzeug aufgehen ließ.
Ich schreckte kurz zurück, aber als Crowley grinste, tat ich es auch.





























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Hoffe euch hat's gefallen ,

Bis zum nächsten Kapitel ♡♡♡

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