Kapitel 12.

P.o.V. Paluten:
Erschrocken schaute ich ihn an. Was war denn plötzlich los?! Eben ging es ihm doch noch so gut.

"Sollen wir nach Hause fahren?", er nickte.

***
Manu legte sich sofort ins Bett, als wir ankamen, weshalb mir nichts anderes mehr übrig blieb, als Videos zu schneiden.

Als ich damit fertig war, rief ich Peter an.

P.o.V. Manu:
Das Stechen in meinem Herzen wurde schlimmer und ich traute mich nicht mehr, Patrick in die Augen zu schauen. Möglicherweise würde er meine Gedanken ablesen.

Er wird glücklich mit irgendeinem MÄDCHEN, Manuel. Nicht mit dir. Warum sollte er dich wollen?! Ihr kennt euch doch erst seid kurzem richtig. Das Mädchen ist bestimmt total hübsch. Sie wird ihm alles bieten, was er will. Aber noch ist er nicht glücklich. Warum unterstützt du ihn denn nicht?! Das ist deine Aufgabe. Als sein bester Freund. Du bist ein schlechter Freund. Kein Wunder, dass er dich nicht will...

Meine Gedanken machten mich total fertig. Immer wieder stellte ich mir das Mädchen vor, dass die Ehre hatte. Irgendwann liefen mir die Tränen die Wangen hinunter und mir entfuhr ein Schluchzen.

Die Tür zu meinem Zimmer ging auf und Patrick trat herein. Hektisch wischte ich mir die Tränen weg und versuchte, nicht mehr zu weinen.

"Was ist los?", fragte er zugleich sanft und traurig. "Willst du mit mir nicht darüber reden?" Ich erinnerte mich an meine Worte, als er im Schwimmbad so traurig geguckt hatte. Ich hatte ihm angeboten darüber zu reden... Das gleiche tat er jetzt.
"Ich hab dir deine Frage noch gar nicht beantwortet...", meinte ich und fuhr direkt fort. "Sag es ihr einfach. Lad sie ein, oder so..."

Er nickte und setzte sich auf die Bettkannte. "Hattest du schon mal eine Freundin?", fragte er mich. Ich überlegte lange, bis ich nickte. Er konnte es ruhig wissen. Für uns beide sollte es ja schließlich keine Zukunft mehr geben...
"Ich nicht...", murmelte er verlegen.
"Aber bald", ich zwinkerte ihm zu.

P.o.V. Paluten:
Innerlich verzweifelte ich gerade. Er hatte meine Frage völlig falsch interpretiert. Er dachte nun, ich stünde auf ein Mädchen und bräuchte seine Tipps.

"Weißt du, Manu...", begann ich seufzend. "Du hast da was falsch verstanden. Ich stehe nicht auf irgendein Mädchen. Ich hab das nur für einen Kumpel gefragt."
Er wirkte plötzlich erleichtert. "Echt?" Ich nickte.

Und da waren sie wieder. Die unzähligen Schmetterlinge in meinem Bauch.

Geht es ihm deshalb so schlecht? Liebt er mich auch? Vielleicht dachte er ja, dass ich Gefühle für jemand anderen empfinde. Hat er Liebeskummer?

P.o.V. Manu:
Es war plötzlich merkwürdig leise in meinem Zimmer. Ich stand auf und ging auf ihn zu.

Dann nahm ich ihn einfach in die Arme.

"Du kannst mir wirklich alles sagen...", murmelte ich in die Umarmung hinein.

Das Kribbeln in meinem Bauch, welches durch die Nähe zu ihm ausgelöst wurde, verstärkte sich, als ich spürte, dass Patrick Gänsehaut hatte. Ich lächelte in mich hinein.

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