Kapitel 11.
P.o.V Paluten:
Es war lustig im Schwimmbad. Die Rutschen hielten die gute Laune oben. Es gab lange und langsame Rutschen, oder steile, dafür aber schnelle, Rutschen. Insgesamt hatten wir einen schönen Tag im Schwimmbad, wenn man von den ganzen peinlichen Situationen ansah, für die selbstverständlich ich zuständig war. Ich konnte meinen Blick einfach nicht von Manus Lippen wenden, die vom Wasser mittlerweile ganz blau geworden waren.
"Du hast ja schon ganz blaue Lippen", holte er mich aus meiner Starre. Ich fuhr leicht zusammen.
"Du auch", meinte ich.
"Wir sollten etwas essen gehen", schlug Manu vor und ich nickte. Eigentlich hatte ich gar keinen Appetit, was schon seit Tagen der Fall war, aber ich fror auch schon, weshalb ich raus aus dem Wasser wollte.
Wasser tropfte aus Manus braunen Strähnen, was unglaublich sexy aussah. Wir wickelten uns in unsere Handtücher.
Vielleicht war es ja ganz gut, dass ich keinen Appetit hatte. Hast Recht, Patrick. Dann nimmst du wenigstens ab... Langsam begann ich, der Stimme zu glauben. Immerhin entstand sie ja in meinem Gehirn. Da würde schon was dran sein.
P.o.V Manu:
Ich sah hinüber zu Patrick, der nachdenklich zum Wasser schaute.
Er war in der letzten Zeit merkwürdig blass geworden und aß viel weniger. Ob er krank war? Vielleicht gefiel es ihm hier bei mir nicht
"Ist alles okay?", fragte ich mit sorgevollem Unterton.
"J-ja klar", meinte dieser sofort. Ich nickte bloß.
"Du kannst mir alles sagen, weißt du das?", hakte ich nocheinmal nach.
"Ich weiß", er zwang sich ein Lächeln auf.
***
"Was willst du essen?", fragte ich ihn, als wir vor der großen Karte standen, auf der das ganze Essen aufgelistet war.
"Nicht viel", meinte er. "Nur... eine Pommes"
"Dein Ernst?!", fragte ich entsetzt, aber er nickte nur.
P.o.V. Paluten:
Es war einfach ein schreckliches Gefühl, mit seinem bestem Freund nicht über seine Gefühle reden zu können.
Ich hatte die ganze Zeit auf meinen Teller gestarrt, auf dem der verbliebe Ketchup und ein paar einzelne Pommes lagen. Als ich meinen Kopf hob und zu Manu sehen wollte, starrte ich direkt in seine grünen Augen. Irgendwas in mir ließ meinen Bauch kribbeln.
Er sah total besorgt aus.
"Ist echt alles okay?", fragte er nochmal.
Ich senkte meinen Blick wieder auf meinen Teller und schüttelte den Kopf.
Wie konnte ich nur von einem auf den anderen Tag so traurig werden? War ich nicht gestern, und sogar heute morgen noch, total glücklich gewesen? Ich hätte die ganze Welt umarmen können. Jetzt wollte ich einfach nur noch verschwinden.
"Was ist los?", er streichte sanft über meine Hand, die zitternd die Gabel hielt, mit der ich eben noch gegessen hatte.
"Was würdest du machen, wenn du mit einer Person befreundet wärst, aber...", ich schluckte. "...total verliebt wärst?"
P.o.V. Manu:
Ich sog Luft ein. Eigentlich konnte ich ihm ja nicht erzählen, was ich machen würde, sondern was ich tatsächlich tat. Denn immerhin traf genau diese Aussage auf mich zu.
Ich musste schlucken. Die Tränen. Und verschluckte mich auch noch fast daran.
"Es klingt total komisch, ich weiß, aber...", meinte er verlegen.
"Nein, alles gut", meinte ich.
Er liebt jemand anderen. Ein Mädchen, Manuel. Vergiss ihn einfach. Niemand will dich.
Als hätte man mir einen Schlag in die Magengrube versetzt, atmete ich ruckartig aus.
"Manu?", rief Patrick. "Du bist total blass!"
"Ach...", murmelte ich. "Ich bin immer blass..."
"Was ist denn los?", er sah total besorgt aus.
"Mir ist schlecht", würgte ich hervor, und tat so, als müsste ich mich übergeben. Alles, nur nicht, dass er merkt, weshalb ich gerade so reagiert habe.
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