Kapitel 8
Es war nun Nacht. Der Professor schickte Larissa mit zwei seiner Assistenten zu der Villa des Politikers. Sie hatten an alles gedacht. Schwarze Kleidung, Handschuhe, ein Seil, Taschenlampen, eben alles was man für einen Einbruch brauchen könnte. Für die Überwachungskameras hatten sie sich etwas ganz besonderes einfallen lassen: Vögel. Sie flogen nun zu den Kameras, setzten sich darauf, beugten sich hinunter und starrten in die kleine Linse. Sollten Sie den Politiker gefangen nehmen? Nein, er sollte ihre Marionette werden und dafür musste er frei sein. Also wie gingen sie nun vor? Sie brachen ein, schlichen sich zum Politiker und Larissa weckte ihn sanft auf. Sie starrte in seine lieblosen, sturen Politikeraugen und sah alles aus seiner Vergangenheit. Seine Kindheit, was er liebte und hasste und was ihm Angst bereitete. Er war fett. Es war also vorhersehbar dass er Angst davor hatte erneut gehänselt und gemobbt zu werden. Jetzt lag es also am Professor seine Psyche so zu manipulieren, dass er denkt er müsse dass tun was der Professor sagt, damit ihm niemand mehr jemals mobben würde. Einfacher gesagt als getan. Erstmal musste Larissa dem Typen beibringen warum sie mitten in der Nacht in seinem Schlafzimmer stand und ihn anstarrte.
"W-was machen sie hier?",fragte der Politiker. Larissa überlegte und sagte:" Ich bin hier um dir eine schlimme Zukunft vorrauszusagen. "
"Eine S-schlimme Z-zukunft?"
Unglaublich der Typ glaubt das ja wirklich, dachte Larissa.
"Ja, eine schlimme Zukunft. Passen sie auf. Sobald drei Vögel Ihnen die Sicht auf ihr Grundstück versperren, wird ein weiser Mann zu Ihnen kommen und ihnen sagen was sie tun müssen, damit sie nicht von der Bevölkerung gehasst und verachtet werden."
"Aber... "
"Nichts aber! Es ist bereits vollbracht! Die Vögel sind gekommen! Er wird Ihnen den Weg weisen und sie werden auf ihn hören. Lebt wohl!"
Larissa drehte sich um und ging langsam durch die Schlafzimmertüre und wie durch Geisterhand verschloss sie sich vor seinen Augen wie von selbst. Naja. Die zwei Assistenten hatten die Türe zu gemacht, aber das muss der Politiker ja nicht wissen.
Larissa konnte sich das kichern nicht verkneifen. Schnell rannte sie aus der Villa, gab den Vögeln ein Zeichen dass sie zurückkehren konnten und setzte sich in das kleine Auto mit dem sie herkamen. Der Typ hat den Mist echt geglaubt?! Sie lachte laut los. Seitdem sie mit dem Professor kooperierte hatte sie sich verändert. Das Böse und Hinterhältige bereitete ihr immer mehr Freude...
400 Wörter! Yay! Ich versuche ab jetzt die Kapitel wirklich immer mindestens 400 Wörter lang werden zu lassen. Ansonsten sind sie einfach zu kurz. Wie fandet ihr den kleinen Einbruch?
LG Sternwolf
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