2
Ich hing kraftlos und an Armen und Beinen gefesselt an der Wand, schluchzte stumm vor mich hin und wartete nur darauf, endlich sterben zu können. Ich wollte dass alles nicht mehr mit machen, ich konnte die schmerzen nicht mehr ertragen, wenn sie mich folterten, wenn sie mich schlugen und traten, wenn sie mir mit brennendem Eisen die Haut verbrannten, mir Spritzen gaben und mir die Haut aufschlitzten. Mein ganzer Körper zitterte vor Schmerz, Angst aber vor allem vor Wut. Ich war STINKwütend! Ich war wütend auf die Meschen, die mich Folterten, auf die Mensche die tatenlos zu sahen, auf die blöden Ketten, die mich an die kalten Steinwände Fesselten, auf Gott, weil er falls er überhaupt existierte es nicht für nötig zu halten schien, mir zu helfen, auf die ganze Welt, weil sie so ungerecht und grausam war. Und auf mich selbst. Ich war wütend auf mich selbst, weil ich geboren wurde und lebte und mein Körper nicht einfach aufgeben und los lassen wollte.
Wie durch dichten Nebel, hörte ich das knacken des Schlosses und das Knarzen der Tür, als diese aufgestoßen wurde. Mein Körper fing noch mehr an zu Zittern, was mich nur noch wütender machte.
Drei Männer und eine Frau traten in mein Sichtfeld. Sie trugen wie immer ihre weißen Kittel, die von Blutflecken gesprenkelt waren. Mein Blut und das der vielen Menschen , die dass gleiche Schicksal erleiden mussten wie ich. Diese Menschen lebten jedoch schon lange nicht mehr. Einige von ihnen hatte ich gekannt, z.B. Mo, der Junge, mit dem dauer-grinsen im Gesicht, welches auch während der Folterung stehts auf seinem Gesicht blieb. Er hatte nicht besonders lange gelebt. Ein paar Tage vielleicht, aber immer noch länger, als dass kleine Mädchen, welches immer weinte und wirres Zeug redete. Keiner jedoch hatte so lange gelebt wie ich. Ich wusste nicht genau, wie lange ich schon hier, an diesem Ort war, aber es war schon eine Ewigkeit. So lange, dass ich mich nicht einmal an meinen Namen oder mein vorheriges Leben erinnern konnte. Das mag vielleicht auch an dem ganze Zeug liegen, welches sie mir eingeflößt hatten, oder ich wurde auch einfach verrückt. Jeder der herkam wurde früher oder später verrückt und fing an, mit sich selbst oder mit der Wand zu reden, sie krabbelten auf allen Vieren, hüpften von einem Bein auf das andere, klatschten unaufhaltsam in die Hände oder verlernten das Laufen vollständig. Ich glaube, ich habe es auch verlernt, falls ich es überhaupt jemals gekonnt hatte.
Die Töter, wie ich sie heimlich nannte, kamen auf mich zu, ihre Folter Ausrüstung in den Händen. Sie hatten ein paar neue Gegenstände, die mir noch unbekannt waren. Aber ich würde ihren Zweck ja noch früh genug erfahren. Sie legten mich auf die Folter Liege und schnürten mir Arme und Beine fest. Zuerst gaben sie mir ein paar spritzen. Bei jeder weiteren, die sie aufzogen und mit einer neuen Flüssigkeit füllten, hoffte ich, dass sie mich umbringen würde, oder zumindest ohnmächtig machen würde, damit ich die Qualen nicht bei vollem Bewusstsein erleiden müsste. Doch auch die letzte Flüssigkeit bewirkte nichts dergleichen. Natürlich nicht. Die volle Wirkung würde sich erst später bemerkbar machen, jetzt verursachten sie mir nur starke Kopfschmerzen, Schwindel und so starkes Herzrasen, dass ich dachte, ich müsse daran ersticken. Jetzt kamen die echten schmerzen. Die Töter schnitten mir die Haut auf, brachen mir die Finger der linken Hand und verstümmelten sie.
Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich geschrien, geweint und um mich geschlagen. Aber all dass konnte ich nicht mehr, nur ein trockenes krächzen drang aus meiner Kehle und dann wurde alles Schwarz. Endlich.
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top