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Ich nahm Ty's schmale Hand in meine und zusammen liefen wir die Straßen entlang, bis zu dem Kindergarten, in den Ty seit wir vor einem Jahr hergezogen waren ging. Vor dem Tor blieb ich stehen und beugte mich zu meinem Bruder hinunter um im einen Kuss auf die Stirn zu drücken. ,, Benimm dich, okey?'' Sagte ich und schob in in Richtung Tor ,,Ich wünsche dir viel Spaß mein kleiner Teddy! Ich komme dich dann nachher abholen.'' Ty winkte mir zum Abschied zu und lief in Richtung Kindergarten. Ich beobachtete wie er an den anderen Kinder vorbei ging ohne das ihn jemand beachtete, das machte mich etwas traurig, obwohl Ty schon seit einem Jahr in diesen Kindergarten ging, hatte er noch nie einen Freund gehabt oder sich mit jemandem verabredet. Traurig seufzend ging ich weiter in Richtung Schule und war mal wieder froh darüber, dass es so nah war. Mit etwas Verspätung kam ich ins Klassenzimmer und war froh, dass ich in der ersten Stunde deutsch bei Mrs Millers hatte, die sich meistens zwanzig Minuten Verspätete. Erleichtert ließ ich mich auf meinen Platz neben meinem Freund Robin fallen, der mich verschmitzt aus seinen Blauen Augen anguckt ,,Na, mal wieder den Eingang nicht gefunden?'' Fragt er mich, worauf ich ihm genervt durch die roten Haare strubelte. Robin zog mich immer noch damit auf, das ich an meinem ersten Tag an der Schule gegen die Glastür gerannt bin und deshalb eine halbe Stunde zu spät zum Unterricht gekommen bin.
,,Nö,Nö den Eingang habe ich gefunden! Das Problem war die Treppe! Ich hätte schwören können, das die Treppenstufen sich gegen mich gewendet haben!''
Sagte ich mit gespielt ernster Miene. Robin kicherte und wollte gerade etwas erwidern, als die Lehrerin den Raum betrat. Die nächsten Stunden vergingen nur langsam und ich hatte das Gefühl, das sich auch noch die Uhr gegen mich gewendet hatte. Nachdem ich die ersten drei Fächer (Deutsch, Chemie und Kunst) mehr oder weniger heile überstanden hatte, hatten wir Mathe bei Mr Gage.
Wie immer verbreitete er schon schlechte Laune als er das Klassenzimmer betrat. Mit einem lauten Knall, ließ er seine Tasche auf den Pult fallen und verkündete, ohne uns zu begrüßen: ,,Heute wiederholen wir das kürzen und erweitern von Brüchen, da ihr das in der letzten Arbeit ja verschissen habt!''
(Sehr gutes Vorbild^^)
Die Klasse stöhnte genervt auf und einige Schüler protestierten lautstark. Mr Gage ignorierte das und schrieb die ersten Aufgaben an die Tafel. Verwirrt starrte ich an  die Tafel und kam zu dem Schluss, das ich das eh nicht kann und genau so gut aus dem Fenster schauen und träumen konnte.
Ich hörte dem geschehen in der Klasse nur mit halbem Ohr zu, weil ich ganz damit beschäftigt war darüber nach zu denken was ich heute zu Mittag kochen sollte.
,,Leonie McConners!'' Wurde ich aus meinen Gedanken gerissen.
,,Was?'' Fragte ich ungehalten,
,,Löse doch bitte die Aufgabe an der Tafel.'' Sagte Mr Gage.
Ich schaute an die Tafel, musterte die Zahlen und Striche und überlegte wie ich da ohne Nachsitzen zu müssen wieder heile rauskam. Ich schaute zur Uhr und stellte fest, dass der Unterricht in fünf Minuten beendet werden würde. Denk dir was aus Leo!
Sagte mir meine Innere Stimme.
,, Ja, also...'' stotterte ich ,,Das ist doch einfach! Wollen Sie mir nicht eine schwerere Aufgabe stellen?''
Sagte ich, wobei Robin mich misstrauisch anguckte ,,Hilf mir Rob!'' Bettelte ich ihn verzweifelt an, Robin seufzte und schrieb die Lösung für die neue Aufgabe, die
Mr Gage an die Tafel geschrieben hatte, auf ein Blatt Papier und schob es zu mir rüber.
Ich sagte die Lösung und musste mir ein Grinsen verkneifen, als ich sah wie enttäuscht Mr Gage guckte.
,,Danke!'' Flüsterte ich Robin zu ,,Du hast was gut bei mir.''
,,Merk ich mir!'' Erwiderte Robin mit einem Grinsen im Gesicht.
Da ertönte endlich die Schulglocke und alle stürmten aus der Klasse.
Auf dem Schulhof angekommen, umarmte ich Robin zum Abschied, weil der mit dem Bus fuhr.
,,Nichts da!'' Sagte Robin grinsend,
,,Ich komme mit zu dir.''
,,Okey,'' erwiderte ich, ,, aber ich muss noch Ty vom Kindergarten abholen.'' ,,Klar, kein Problem!''
Als wir am Kindergarten ankamen, wartete Ty wie immer vor dem Tor. ,, Hallo Bärchen, wie war es im Kindergarten?'' Fragte ich ihn und umarmte ihn kurz.
,,Sowie immer.'' Antworte er.
Eine Mutter mit einem kleinen Mädchen an der Hand kam an uns vorbei und guckte komisch.
,,Wir sollten jetzt gehen!'' Sagte Robin. ,, Du hast recht.'' Sagte ich und wir gingen los.
Zum Mittagessen kochten Robin und ich Bratkartoffeln mit Spiegeleiern und zum Nachtisch gab es Pancakes (*-*)
Nach dem Essen, erledigten wor schnell unsere Hausaufgaben und gingen dann noch mit Ty in den Garten, um mit ihm Sandburgen zu bauen. Als es langsam dämmerte machte Robin sich auf den Nachhauseweg und ich half Ty sich Bett fertig zu machen und schlüpfte selbst in bequemere sachen, dann schaute ich mir zusammen mit Ty eine Kindersendung im Fernsehen an und brachte ihn anschließend ins Bett. Ich ging nach oben in mein Zimmer, legte mich auf mein Bett und war ein bisschen am Handy.
Als ich gerade das Licht ausmachen wollte, hörte ich leise Schritte auf dem Flur und meine Zimmertür wurde geöffnet, Kurz darauf kam Ty in mein Bett gehüpft und kuschelte sich an mich, mit einem Lächeln auf dem Lippen machte ich das Licht aus und Schlief kurz darauf mit Ty in den Armen ein.

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