Kapitel 18
"Na dann werde ich dich mal foltern in dem ich sage dass wir arbeiten müssen!" grinse ich frech und ernte dafür einen enttäuschten Blick von Jeff. Kichernd gebe ich ihm einen Kuss auf seine nasenspitze und winde mich aus seinem griff. "Na komm schon... Je schneller wir hier fertig sind, desto schneller sind wir wieder zuhause!" er nickt und wir gehen gemütlich aus dem Haus, nachdem jeff die leiche verstaut, den Mundschutz umgebunden und sein messer gereinigt hat. Die warmen strahlen der morgensonne wärmen uns und verleihen der ganzen umgebung wieder einen friedlichen anblick. Vögel zwitschern und langsam erwacht hier alles zum leben. Ich kann die ersten Menschen erkennen, die sich noch im halbschlaf und in einem Bademantel die zeitungen aus ihren briefkästen holen. Wenn sie grüßen, grüße ich freundlich zurück. Einige male will uns jemand sogar in ein gespräch verwickeln. Doch ich lehne immer mit den worten: "Tut mir leid! Aber wir müssen echt weiter! Sonst verpassen wir noch den Bus!" ab und diese nicken dann verständnissvoll. Endlich kommen wir in den belebteren und auch unpersönlicheren teil der stadt. Hier ist es genau andersherum. Anstatt ein komisches gesicht wenn man NICHT grüßt, bekommt man dies WENN man grüßt! Ich schüttle leicht den kopf. "Verstehe einer die städter!" brumme ich. Jeff ist die ganze zeit schon schweigend neben mir hergelaufen. "Ist irgendwas jeff? Ansonsten bist du ja sonst nich so von der stillen sorte!" Er zuckt zusammen, als wäre er aus seinen Gedanken gerissen worden und sieht mich an. "Ich versuche mir nur einen schlachtplan zu überlegen. Also wie wir das machen sollen in sachen Nicole!" Ich nicke und überlege dann selbst. "Also zuerst müssen wir uns mit der gegend hier vertraut machen. Was nützt es uns wenn wir zu zweit sind, aber in einem unbekannten gebiet jagen?" Ich ernte einen halb anerkennenden und halb besorgten blick. "Will ich wissen woher du das weißt?" Ich kichere und sehe ihn dann beruhigend an. "Keine sorge. Das mit paps war wirklich das erste mal auf der jagd! Aber ich zocke ein wenig... Und da muss man sich auch auf der Map auskennen um seinen gegnern fallen stellen zu können!" ein wenig erleichtert nickt er. "Gut. Dann werden wir den heutigen Tag damit verbringen uns unser Jagdgebiet näher anzuzusehen!" gibt er von sich. "Ay! Ay!" grinse ich und sehe mich nun genauer um. Die komplette stadt durchzieht ein feines netz aus kleinen gässchen und dunklen ecken. Einige davon sind sackgassen und wir müssen echt aufpassen um uns nicht zu verlaufen! Wieder gehen wir in eine Gasse. Plötzlich höre ich aus einer dunklen ecke eine stimme. "Hey Zuckerpüppchen!" Die gestalt tritt breit grinsend uns siegessicher aus dem Schatten. Ich sehe mich um. Gut! Keine menschenseele in der nähe! "Eine schönheit wie du sollte nicht mit einem schmächtigen und ungepflegtem Kerl wie ihm umherlaufen! Komm zu mir und wir werden einiges an spaß haben!" Ich sehe Jeff an. Dieser ist sichtlich NICHT begeistert von der ansprache der Person. Er will schon losstürmen, doch ich halte ihn zurück. "Überlass das erstmal mir... DANN kannst du ihn zerfleischen okay?" ein knurren kommt aus seiner kehle, doch er hält sich zurück. Schüchtern lächelnd drehe ich mich zu dem immer noch breit grinsenden Kerl um. "Also... Ich... Ähm... Wir sind auf der suche nach meiner cousine..." gebe ich stotternd von mir und sehe dabei auf den Boden. Soll ja unterwürfig aussehn oder? "Oh meine kleine hat hier verwandschaft! Na dann rück mal raus zuckerpüppchen, wie deine liebe cousine heißt!" ich spiele mit meinen Haaren und sehe ihn von unten an. Ich lasse meinen blick aussehen, als wäre er eine mischung aus bewunderung und dankbarkeit. "Sie heißt Nicole Férel. Relativ groß, blond mit braunen spitzen und trägt meistens einen bleistiftrock!" Der schmierige typ überlegt kurz. "Ich kenne da eine die auf die beschreibung passt! Sie arbeitet hier gleich um die ecke an so nem kiosk!" vor freude hüpfe ich auf und ab. Und diesmal ist es mir ernst, denn so erspare ich uns ein wenig suchzeit! "Danke! Danke! Danke!" rufe ich und er beugt sich zu mir hinunter. "Diese info kostet dich aber nen kuss schätzchen!" ich nicke langsam. Dann lehne ich mich zu ihm. Anstatt zu seinem Mund gehe ich zu seinem Ohr. "Du solltest meinen Freund nicht als schmächtig bezeichnen..." ich trete einen schritt zurück zu jeff und lasse einen verwirrten typen zurück. Ich nehme den weißen hoody und entblöße Jeff's Bauch mit den leichten Muskelansatzen und der durchtrainierten Form. Überrascht sieht dieser mich an. Doch ich zwinkere nur und kann dann unter der maske ein grinsen erahnen. Dann sehe ich wieder zu dem nun leicht erstaunten kerl. Langsam lege ich meine Hand auf seinen Bauch und fahre hoch und runter. "Das mein freund... Ist nicht schmächtig. Nichtmal ansatzweise. Und weißt du was?" ich grinse breit. "Das gehört alles nur mir!" Als hätten wir das als zeichen ausgemacht stürmt Jeff nach vorne und tötet den kerl schnell. Ich stehe nur da und passe auf dass kein passant auf dumme ideen kommt zu sehen, wieso es sich anhört als wäre hier ne fleischerei! Ich drehe mich wieder zu Jeff um. Er sieht kalt auf den "leicht" zerfetzten körper. "Du weisst schon dass ich mich vorher ziemlich zusammenreissen musste um nicht über dich herzufallen oder?" Ich siehe ihn mit einer unschuldsmiene an. "Ach wirkliiiiich? Das wuuuuuusste ich niiiiicht!" Man kann ein grinsen unter der Maske erahnen. Dann sehe ich auf seinen Hoody und seufze. "Wir haben ein problem. Dein hoody is voller blut!" Er sieht ebenfalls an sich herab und verdreht dann die Augen. "Scheiße..." Ich grabe in meiner hosentasche rum. Da finde ich neben meinem Handy ein bisschen Geld und ziehe es raus. "Ich geh für dich einkaufen. Du wartest hier!" Er kommt zu mir und hält mein Gesicht in seinen Händen. Ich ziehe seine Maske runter und küsse ihn kurz. "Ich geh dann mal!" widerwillig lässt er mich los und ich gehe in das nächste Kleidergeschäft. Ohne umschweife zieht es mich in die Männerabteilung und ich bleibe vor einem Hoody stehen, bei dem es mir die sprache verschlägt. Und zwar nicht vor freude sondern eher, weil ich mir auf die Lippe beisse um den Laden nicht vollzulachen! DAS IST PERFEKT!! Schnell kauf ich den Hoody und lasse ihn einpacken. Mit einem breiten grinsen schlendere ich zurück zur Gasse und übergebe ihn mit einem unschuldigen Lächelnd die Tüte. Als er den Hoody auspackt erstarrt er. Er sieht mich halb amüsiert und halb wütend an. "Du hasst mich gerade oder was?"
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