IV

Entscheidung

„Das können wir nicht zulassen!"

„Niemals! Die Umchithi sind gefährlich, wer kann bürgen, dass sie Umondli nicht ebenso ausbeuten und zerstören wie ihre Mutter Erde?

Solche und ähnliche Rufe erfüllten die Halle. Bis: „Wir sollten ihnen eine Chance geben. Sicherlich sind nicht alle Umchithi eine Gefahr." Die Worte hallten ruhig und unaufgeregt durch die tosende Halle. Sie bewirkten beinahe sofort allumfassendes Schweigen. Br'k'olun der Vermummte sah sich entspannt um, als alle Augen auf ihn gerichtet waren. Sogar die Ratsvorsitzenden, die sich bis jetzt im Hintergrund gehalten hatten, wandten sich nun dem Minotaur zu.

„Bei Uthando, Ihr seid wahnsinnig", durchbrach ein wütender Schrei die Ruhe.

Lasst ihn reden, erstickten die Vorsitzenden das wieder aufkeimende Murren im Keim. Er hat Wichtiges zu sagen.

Zustimmend schüttelte der Minotaur sich, dann erhob er wieder seine Stimme. Diesmal klang sie laut und durchdringend, beschwor die Versammlung zu Aufmerksamkeit. „Es ist keine 5 Mondrunden her, da hat eine Dürre die Ernten von acht Völkern vernichtet und Flüsse und Seen zu Wüsten gemacht. Nur durch den Zusammenhalt dieser Gemeinschaft hat eine Krise verhindert werden können. Doch es gab Streitige unter uns, die für Unruhe und Uneinigkeit gesorgt haben. Dieser Rat hat geschlossen gehandelt und es konnte Schlimmes verhindert werden." Er stoppte, um seine Worte wirken zu lassen. „Was ich sagen will", eindringlich ließ er seinen Blick schweifen, „ist, dass wir die Lage geschickt gemeistert haben. Es gibt auch unter uns Ingozi. Sicher gibt es unter den Umchithi welche, die ihre Heimat geliebt haben, sie umsorgten und pflegten, in dem Bestreben, sie zu retten. Sie sind lange unterwegs gewesen, heimatlos und suchend, ohne Möglichkeit zur Umkehr, wie mein Volk vor vielen Gezeitenwenden, als unsere Ekhaya von Umondli zurückgeholt wurde." Das nun aufkommende Gemurmel war positiver, ein Großteil der Ratsmitglieder bekundete durch entsprechende Gestik und Laute ihre Zustimmung. Die wenigen verbliebenen kritischen Stimmen wurden mehrfach übertönt, bis sie zum Erliegen kamen. Die Völker Umondlis waren stark in ihrer Einigkeit und wer wären sie, gestrandete Heimatlose ohne Hoffnung abzuweisen.

Wie schlagt Ihr vor, sollen wir verfahren, Br'k'olun von den Mro'tha?

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top