Chapter 4 | Mate?

Präsens

Langsam ließ ich Luke's Hand wieder los und sah zu wie sich seine Wunden langsam wie durch ein Wunder wieder schlossen, sich selber heilten...

Ich hatte es geschafft, dachte ich freudig doch plötzlich überfiel mich ein starkes Gefühl der Müdigkeit.

Vorsichtig legte ich mich neben Luke auf das Bett drauf und kuschelte mich an seiner Brust dran. Keine Sekunde später hatte mich die Dunkelheit wieder wie damals vor 2 Jahren zu sich genommen.

Als ich meine Augen wieder öffnete lag ich alleine auf dem Bett.

"Göttin sei dank, du bist wieder wach Amanda!" Luisa rannte sofort auf mich zu und umarmte mich fest.

"Wie lang war ich dieses mal weg?" Ich massierte mir meinen Nacken und blickte um mich herum. Alles war genauso wie davor in diesem Zimmer, nichts hatte sich geändert.

"Nur einen Tag. Aber Amanda... Sie kommen..." flüsterte sie mir voller Furcht zu und blickte aus dem Fenster heraus.

Draußen war es schon Nacht und nur der Mond allein schmückte den schwarzen Himmel.

"Luisa wo ist Luke?!" Abrupt setzte ich mich auf und versuchte Luke auch per Gedanken zu erreichen, doch er hatte mich blockiert, ausgeschlossen...

"Er hatte sich vor kurzem von dir verabschieden und nun ja... er wartet mit den anderen auf ihre Ankunft..." Unsicher schloss sie ihre Hand um meine und wartete meine Reaktion ab.

"Du weißt genau das unser Rudel keine Chance gegen das Blackmoon Rudel hat. Ich hab Luke nicht geheilt damit er wieder in den sicheren Tod reinspaziert!" Wütend riss ich die Decke von mir runter und sprang vom Bett auf.

"Amanda warte! Wo willst du hin? Du weißt genau das alle Frauen und Kinder zum Panikraum gehen müssen!"

Ich hörte wie Luisa noch mehrmals meinen Namen rief, doch nichtmal sie könnte mich davon abhalten.

Ich riss die Eingangstür auf, zog mein Kleid aus, sprang in die Luft und verwandelte mich in meiner Wölfin.

Als ich kurze Zeit später die Lichtung im Wald erreichte, erkannte ich vom weitem schon die Männer meines Rudels die alle bereits ihre Angriffspositionen angenommen hatten.

Ich verwandelte mich wieder zurück und zog das Kleid an das ich zwischen den Zähnen hielt als ich in meiner Wolfsgestalt hierher rannte.

Ich wollte gerade auf sie zulaufen als mich plötzlich jemand am Handgelenk zurückriss.

"Was zur Hölle machst du hier Amanda?!" Knurrte mich mein Vater wütend an und schaute mir direkt in die Augen.

"Du solltest doch im Panikraum zusammen mit den anderen sein!" Panisch blickte er um sich herum und schaute mich dann wieder wütend an.

"Dad ich muss noch was mit Luke klären, ich weiß er ist hier. Lass mich kurz mit ihm sprechen und dann kehre ich sofort wieder zurück."

Als mein Dad ergeben nickte, umarmte ich ihn fest und küsste ihn auf die Wange.

"Bitte pass auf dich auf Dad. Ich hab dich lieb..."

Zwar sprach es niemand aus doch jeder wusste, dass wir heute sterben würden. Kein Rudel hatte es bis jetzt geschafft einen Zusammenstoß mit dem Blackmoonrudel zu verhindern und mein Rudel war zu stolz um sich zu ergeben.

Freiheit oder Tod, hieß es.

Ein letztes Mal lächelte ich ihn an und lief dann durch die Menge hindurch bis ich vorne an der vordersten Front ankam.

Zielstrebig lief ich direkt auf ihn zu und er schien meine Anwesenheit gespürt zu haben, denn keine Sekunde später drehte er sich sofort zu mir um.

"Amanda?!"  Rief er beinahe schon hysterisch und schaute mich mit offenen Mund und kreidebleichen Gesicht an.

Ich schloss die letzten Meter zwischen uns und klatschte ihm als aller erstes eine rein.

Das Klatschen hallte natürlich in den ganzen Wald wieder und mehrere meiner Rudelmitglieder verfolgten gespannt das ganze Geschehnis.

Nachdem ich ihm eine reingeklatscht hatte, fiel ich ihm sofort um den Hals um und schlug mehrmals auf seinen Brustkorb ein.

"Wie konntest du mir das antun du Idiot! Ich hab dich doch nicht geheilt damit du heute wieder stirbst! Und was war das Bitteschön für ein Abschied, wenn der andere Bewusstlos auf dem Bett rumliegt?!" Tränen der Verzweiflung bildeten sich in meinen Augen und ich schluchzte ungewollt auf.

"Shhh, alles wird gut okay? Und ja, ich weiß es war falsch aber ich hatte keine Zeit mehr. Jetzt geh bitte zurück zu den anderen. Ich könnte es mir nie Verzeihen wenn dir etwas zustößen würde..."

Ich schloss meine Arme noch fester um ihn und zog den Geruch seines T-shirts in mir ein.

"Ich wünschte wir wären Mates..." flüsterte ich in seinem T-shirt hinein und kurze Zeit später spürte ich wie er mir über die Haare strich. Als ich wieder zu ihm aufsah umfasste er vorsichtig mit beiden seinen Händen mein Gesicht.

"Das wünsche ich mir auch Amanda aber bitte, du muss hier sofort weg sie sind schon fast...."

Ehe er seinen Satz beenden konnte erfüllte ein wundervoller Geruch meine Nase. Eine Mischung aus frische Minze und Lavendel. Dieser Geruch war verführerisch und maskulin zugleich.

"Mate! Geh zu Mate, finde ihn!"

Schockiert riss ich die Augen auf und schaute um mich herum.

Mein Mate... Er.. er ist hier?

Ich sah zu Luke rüber und sah das er mich komisch anblickte. Wahrscheinlich weil mir gleich die Augen rausfallen würden.

"Dort hinter den Bäumen!"

Meine Wölfin wurde so unruhig das ich langsam sogar die Kontrolle über sie verlor. Sie wollte unbedingt endlich ihren Mate sehen aber....

Mehrere Wolfsgeheule füllten die stille Nacht und langsam fingen dunkle Gestalten an den gesamten Waldrand zu bedecken. Hinter ihnen tauchten immer mehr und mehr Wölfe auf.

Luke schob mich beschützerisch hinter sich doch meine Wölfin war garnicht damit einverstanden.

Sie dachte das uns Luke davon abhalten wollte unseren Mate zu finden. Ohne es verhindern zu können, knurrte ich ihn an.

"Amanda was soll das?! Was ist mit dir los?" Fragte mich Luke und schaute mich stirnrunzelnd an.

Ich schüttelte den Kopf um wieder zu mir zu kommen und trat einen Schritt zurück.
"Ich... Luke, ich glaub ich hab meinen Ma.."

Ein Knurren brachte den ganzen Waldboden zum beben und mehrere unserer besten Krieger zuckten sogar vor Schreck zusammen.

Das Meer der feindlichen Wölfen vor uns, öffnete sich und ein riesiger schwarzer Wolf trat hervor. Mit jedem einzelnen seiner Schritte hatte man das Gefühl das der Boden unter ihn nachgab.

Er lief weiter und kam mehrere Meter vor uns zum stehen. Seine Größe war vom Nahen noch beeindruckender und ein einziger Blick auf ihn reichte um zu wissen, dass er dich ohne mit der Wimper zu zucken einfach so in zwei reißen könnte.

Das schwache Mondlicht drang durch die dichten Baumkronen und landete direkt auf seine Wolfsaugen.

Als ich bemerkte das er mich die ganze Zeit direkt in die Augen blickte lief mir ein kalter Schauder den Rücken runter.

Ich wollte gerade mehrere Schritte zurückweichen und am liebsten sofort zum Rudelhaus zurückrennen, aber eine Stimme hinderte mich daran.

"Mate!" hörte ich eine Stimme, seine Stimme in meinen Gedanken und ich bekam am ganzen Körper Gänsehaut.

Pechschwarze Augen durchbohrten mich und im diesen Moment wurde mir endlich klar das er es war!

Kyran Jonathan West war mein Mate.

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Hola meine Babes❤️
Naaa? Auch mal am Ende angekommen?😂

Keine Angst nächstes mal bekommt ihr mehr zu lesen😛

Bis dahin...🙈

Xoxo eure
Savageperson ❤️

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