~4~
Ich schreckte hoch und saß aufgerichtet in meinen Holzbett. Die Sirenen im Internat gingen los, wie jeden Morgen. Das bedeutete das es Zeit zum Aufstehen ist, stellt euch das mal vor. Jeden Tag wacht ihr mit heulenden Sirenen auf. Um 5:30Uhr. Jeden Morgen. Naja, vielleicht sollte ich es nicht ganz so übertreiben. Sonntags haben alle so gut wie Frei, denn meistens gibt es nur kleine Sachen die man erledigen muss. Wenn überhaupt.
Streckend stand ich auf und gähnte erstmal, ich hatte nicht wirklich gut geschlafen, dass war nach dem vorherigen Tag wohl auch kein Wunder. Ich hatte sehr viel Energie damit verschwendet mich über den Hauptgefreiten aufzuregen.
Schnell sprang ich unter die Dusche und ließ mir das kalte Wasser auf den Körper nieder prasseln. Ehrlich gesagt hatte ich nichts gegen kaltes Wasser. Man wird wach und es ist gut für die Gesundheit. So sagt man zumindest. Im Winter ist das wieder eine ganz andere Sache..
Nachdem ich fertig mit duschen war, trocknete ich mich ab und zog meine Sachen an. Ich warf einen Blick in den Spiegel. Meine (H/F) Haare gingen mir bis (H/L). Und ich gefiel mir. Ich war zwar ziemlich klein, und wog 55kg, aber wenigstens hatte ich einen normalen Körperbau. Ich hatte Brust und Po und war sehr zufrieden mit mir.
(Ich selber (Autor) bin immer sehr unzufrieden mit den typischen Klischees in Geschichten. (Ich bin 1.70cm und wiege schon 50kg) blablabla. Das ist es, warum Mädchen Selbsthass entwickeln. Ich hatte selber schon mit zu tun. Aber ich schaffe es langsam meinen Körper zu lieben. Und das solltet ihr auch!❤️Per Dm bin ich immer erreichbar!)
Es ist war jetzt sechs Uhr und Zeit Frühstücken zu gehen. Und als ich unten war, war nicht viel los. Die einen waren entweder schon draußen und die anderen verschliefen wohl wieder. Das wäre hier aber nichts Neues. Ich gehe zu der Theke die voll mit essen war. Ich nahm mir ein dunkles Brot und Käse. So etwas gab es nur Selten, denn diese Güter sind sehr wertvoll geworden seit dem ersten Titanen Angriff. Langsam aber sicher normalisierte sich wieder alles und Fleisch ist nicht mehr so selten und teuer. Das selbe gilt für Milchprodukte. Ebenfalls nahm ich mir ein Glas Wasser und setzte mich allein an einem Tisch und fing an zu essen.
Ich war ziemlich verträumt beim Essen und hatte die Zeit vergessen. Als ich auf die Uhr sah, war es bereits halb sieben. Geschockt sprang ich auf, denn um genau halb sieben fing mein Training beim Hauptgefreiten an. Das wird Ärger geben.
So schnell ich konnte brachte ich alles weg. Heute stand Bodentraining an. Das hieß, wir bräuchten unser 3D-Manöver Apparat nicht.
Ich rannte so schnell ich konnte aus dem Internat in Richtung des Trainingsplatzes. Es lag auf eine große Wiese und an dieser grenzte ein Wald an. Und als die Wiese in mein Blickfeld fiel, sah ich bereits mehrere Jugendliche und kaum zu übersehen, den Hauptgefreiten Levi. Sie alle drehten sich zu mir um als ich angerannt kam und sahen mich komisch an, als ich mich am Ende der Reihe stellte und leicht außer Atem war. Unaufgewärmt losrennen ist das schlimmste was es gibt. Wenigstens war die Morgenluft nicht so Kalt wie sonst, denn dann würde meine Lunge brennen wie Feuer.
,,(N/N) anwesend! Ich entschuldige mich für mein Zuspätkommen!"
Rief ich laut und salutierte dabei. Mein Blick blieb starr geradeaus, auch dann als Levi vor mir stand und ich den typisches Männergeruch roch. Langsam gingen meine Augen dann aber doch nach oben und ich sah in seine Augen. Dieser Moment. Es war wie geschrieben in einem Märchenbuch. Alles war still, ich hörte nichts anderes als sein Atem und das Rascheln der Blätter in den Bäumen. Ehrlich gesagt war der Moment aber nicht so traumhaft schön wie in einem Märchen. Mein Herz schlug mir nämlich gerade bis zum Hals.
,,Soldat (N/N) du läufst nachher extra Runden!"
Unterbrach Levi dann die Stille. Es war kein Brüllen das er von sich gab, aber nett war es trotzdem auch nicht. Ich nickte nur und schloss erleichtert die Augen als er wieder vor mit wegtrat. Es hätte schlimmer kommen können.
Konzentriert horchte ich dann der Rede des Hauptgefreiten zu. Er erklärte uns gerade wie der Tag ablaufen wird und wir die nächsten drei Tage hart trainieren werden, denn dann ging die Mission los.
Wir fingen an, mit Liegestütze. Und was soll ich sagen, ich schaffte vielleicht fünf oder sechs ein halb. Leider reichte das nicht ganz und es gab Ärger vom Hauptgefreiten. Genervt verdrehte ich die Augen und blieb stur auf dem Boden liegen, sollte er mir doch Zusatzrunden geben. Genau das ist es nämlich was ich am besten kann. Rennen was das Zeug hält. Lang und ewig kann ich das. Damit bestrafte er mich nicht, er tat mir eher ein Gefallen. Das muss er aber nicht wissen.
Als nächstes machten wir Übungen für unsere Bauchmuskeln. Viele Sit-ups und langweilige Dehnübungen. In dieser Zeit ist zum Glück nichts vorgefallen zwischen mir und dem Hauptgefreiten.
Ich war schon etwas erschöpft und hoffte, dass ich bald mit meinen Runden anfingen durfte, als Levi sagte wir sollen zusammen kommen.
,,Ihr wisst, dass heute auch Nahkampf Übungen statt finden, oder?"
Für einen Moment stockte mir der Atmen. Da war ja noch was. So ein Mist, ich hatte das total vergessen und mich die ganze Zeit ausgepowerte. Dabei sollte ich mich heute gegen Levi behaupten. Und das vor allen anderen. Ich schluckte und sah Levi an. Unsere Blicke trafen sich und ich wusste nicht ob ich es mir einbildete, aber ich vernahm ein klitzekleines Siegesschmunzeln. Er hatte mich mit Absicht ausgepowert, nur damit sein Sieg noch einfacher aussieht! Empört verschränkte ich keine Arme und sah ihn nur noch mit Schlitzen an.
,,(V/N) und ich, werden den ersten Kampf ausführen. Seht zu und lernt."
Sagte er und es ging Raunen durch die Menge der Jugendlichen. Sie sahen mich an und konnten es wohl selber kaum glauben, dass ich, ein zierliches, junges Mädchen gegen den Hauptgefreiten, den stärksten Soldat der Menschheit antritt.
Ich sah den Hauptgefreiten weiterhin mit Schlitzaugen an, und ging zu ihm. Wir standen nun genau voreinander und um uns herum bildete sich ein Kreis.
Levi lies seine Hände einfach sinken und ich begab mich in Kampfstellung. Meine Fäuste waren schützend vor meinem Gesicht. Da er nicht aktiv wurde und eher passiv dar stand, ergriff ich die Offensive und kam näher. Mit Schwung holte ich mit meinem Bein aus und mein Ziel war sein Kopf. Doch eher ich mich versah, hob er einer seiner Hände und wehrte mit seinem Arm mein Bein ab. Er kam schneller näher als ich reagieren konnte.
Plötzlich merkte ich nur noch ein Knie in meiner Magengrube, wie mir im nächsten Moment ein Bein gestellt wurde und ich Rückwärts auf den Rücken landete. Total überrumpelt lag ich erstmal da, und versuchte Luft zu kriegen. Ich sah vermutlich aus wie ein Fisch auf dem Trockenen.
Der Hauptgefreite drehte sich, nachdem er mich kurz gemustert hatte um, und scheint den anderen etwas zu erklären. Das war meine Chance. Nicht umsonst hieß es, dass man seinem Gegner die den Rücken kehren sollte.
Schwungvoll holte ich mit einer Beine aus und trat mit voller Wucht gegen eines seiner Beine. Er fiel tatsächlich und ich fackelte nicht lange und sprang auf ihn, meine Hände hielten dabei seine Handgelenke und ich saß auf seinen Steinharten Bauch. Auch mit etwas Unsicherheit.
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top