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Langsam steige ich die Treppen des Hochhauses hinauf, bis in unser Stockwerk. Dort hole ich den Schlüssel aus meiner Tasche und schließe die Tür auf, ehe ich unsere Wohnung betrete. Im Flur ziehe ich mir Jacke und Schuhe aus und begebe mich daraufhin in die Küche. Ich öffne den Kühlschrank, um nach etwas Essbarem zu suchen, als mein Handy einen Laut von sich gibt. Es ist eine Nachricht von Jimin. Ich komme heute nicht nach Hause. Ist er bei dem Jungen? Ich hoffe es, denn wenn Jimin mitten in der Nacht alleine durch die Straßen wandern würde und ihm dabei etwas zustieße, würde ich mir das nie verzeihen.

Im Kühlschrank finde ich noch etwas Joghurt, weshalb ich mir eine Schüssel aus dem Regal und einen Löffel aus der Schublade nehme. Ich setze mich an den Küchentisch und beginne zu essen. Dabei kreisen meine Gedanken jedoch nur um eine Sache, wie immer. Um Jimin. Wer ist dieser andere Junge? Oder besser, wer ist er für Jimin? Hoffentlich behandelt er ihn gut. Ich denke schon, denn immerhin bringt er Jimin zum Lachen. Er macht ihn glücklich. Etwas, das ich nie schaffen werde.

Ich räume das Geschirr in die Spülmaschine und schalte diese an. Dann begebe ich mich in unser Schlafzimmer und schaue mich um. Der Spiegel hängt immer noch an der Wand. Den haben wir bestimmt schon ewig. Ich weiß noch, ein paar Jahre ist es bestimmt schon her, als Jimin und ich vor ebendiesem Spiegel standen und Outfits anprobiert hatten. Wir hatten viel gelacht dabei. Ja, früher hatten wir viel gelacht. Am Anfang unserer Beziehung war alles so schön. Wir waren glücklich. Wir waren immer glücklich, auch wenn wir einfach nur im Bett gelegen haben und gekuschelt oder einfach nichts getan haben. Und jetzt sieht Jimin immer so traurig aus. Und immer habe ich das Gefühl, ich bin der Grund dafür.

Langsam gehe ich zum Schrank hinüber und öffne ihn. Ich suche mir Schlafklamotten raus und ziehe mich um. Dann lege ich mich ins Bett und schalte das Licht aus. Ich schließe die Augen und kuschel mich in mein Kissen. Viel lieber würde ich jetzt mit Jimin kuscheln. Aber diese Zeiten sind wohl vorbei. Langsam drifte ich ab ins Reich der Träume, wo mich natürlich wie immer Jimin erwartet.

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