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Das knistern des Lagerfeuers sorgt für eine angenehme Atmosphäre und die untergehende Sonne macht den Abend perfekt. Mit vollem Bauch und eingekuschelt in eine karierte Decke, sitze ich zwischen Glens ausgestreckten Beinen und kann mich entspannt an ihm anlehnen. Seine Arme liegen locker auf meinem Bauch und ich spüre sein Herz regelmäßig an meinem Rücken schlagen.

Wir sitzen mit unseren Freunden im Kreis um das Feuer herum und haben nebenher noch Musik auf kleiner Lautstärke laufen. Es ist ein Tag, wie ich es mir schon einige Male erträumt habe: mit Freunden am Strand chillen, etwas grillen und dann den restlichen Abend ausklingen lassen.

Leon und Brian erzählen lustige Geschichten vom Footballtraining der Jungs, was uns alle regelmäßig zum Lachen bringt.

„Und dann hat er allen ernstes zu unserem Trainer gesagt »Machen Sie doch selbst die scheiß Liegestützen im nassen Gras« und der Coach hat eiskalt durchgezogen. Ihr hättet das Gesicht von Marco sehen sollen, er wusste direkt, dass er verkackt hat."

Lachend stelle ich mir das Szenario vor und muss zugeben, ich wäre zu gerne mal bei einem Training der Jungs dabei.

Allison scheint das ähnlich zu sehen: „Wann nehmt ihr uns denn mal mit zum Training? Das klingt auf jedenfall spaßig."

„Sorry, keine Mädels erlaubt", meint Leon schulterzuckend, woraufhin Allison eine hand-voll Sand nach ihm wirft: „Klappe!"

„Ist aber so, Trainingsregel Nummer eins: Keine Menschen mit weiblichen Geschlechtsteilen auf dem Trainingsgelände."

„Wie bitte?", kichert Jocelyn, „Ernsthaft? Wer hat das festgelegt."

„Der Coach", meint Leon.

„Ich glaube, er war es leid, andauernd irgendwelche Groupies vom Platz zu scheuchen. Und viele der Jungs fanden es aufregend, mit ihren Verflossenen ein bisschen Spaß in den Umkleiden zu haben. Der Coach war nicht begeistert."

„Aber als ob wir nicht mal zuschauen dürfen", kommt es ungläubig von Jocelyn.

„Wir erfinden das nicht. Der Coach ist echt streng, was das Thema Mädels beim Training angeht. Er meint, die würden uns nur ablenken und auf dumme Gedanken bringen."

„Was für ein Spießer."

„Wisst ihr noch, als Timmy seine Schwester mitbringen wollte und der Coach sie eiskalt vor die Tür gesetzt hat", fragt Kiyan grinsend in die Runde und die Jungs beginnen lautstark zu lachen.

„Tim ist aber auch ein Idiot manchmal. Wie oft der zum Training zu spät kommt oder irgendwas wichtiges verpeilt ist nicht mehr normal."

Die Jungs diskutieren noch eine Weile über ihre Teamkollegen, wobei ich ehrlich gesagt nicht wirklich zuhöre. Ich habe keine Gesichter zu den Namen, die sie nennen und kann somit nicht wirklich folgen.

„Hast du Lust morgen bei mir zu übernachten?", flüstert Glen mir ins Ohr und sofort überzieht eine Gänsehaut meine Arme. Sein Atem kitzelt leicht meine Wange und ich wende ihm mein Gesicht zu: „Ja, gerne. Wollen wir davor noch in's Kino? Der neue Actionfilm läuft gerade."

„Da bin ich auf jeden Fall dabei", meint Glen grinsend und drückt mir einen kurzen Kuss auf die Stirn.

„Das dachte ich mir", erwidere ich, bevor ich meine Aufmerksamkeit wieder unseren Freunden zuwende.

„Leute, wir müssen mal wieder was cooles Unternehmen", fordert Luke uns auf, „Wir könnten mal wieder Kiyans Ferienhaus einen Besuch abstatten oder Ski fahren gehen?"

„Ski fahren wäre halt schon echt cool, vor allem in Kanada gibt es wirklich schöne Strecken", stimmt Brian zu und schon verfallen alle in eine wilde Diskussion über die besten Skigebiete.

„Warst du schon mal Skifahren?"

„Yup, einmal mit meinen Eltern. Keine Ahnung, ob ich das überhaupt noch kann", antworte ich Glen, „Und du?"

„Alle paar Jahre mal mit meiner Familie. Wir haben ab und zu auch mal Kiyan mitgenommen, wen dem sein Dad keine Zeit für Urlaub hatte."

„Ihr Jungs kennt euch schon lange, oder?"

„Seit der Grundschule", bestätigt Glen meine Vermutung und ich muss zugeben, kurz durchfährt mich das Gefühl von Neid. Es ist ein ekliges Gefühl, aber was habe ich früher falsch gemacht? Warum hatte ich nie solche Freunde? Bevor ich mich komplett in der Vergangenheit verliere, verwerfe ich den Gedanken und konzentriere mich auf das hier und jetzt.

Glen hat seine Arme immer noch um meine Mitte geschlungen und streicht sanft mit seinen Fingern auf und ab. Ich lege meine Hand auf seine und höre auf mein Herz, als ich leise sage: „Ich liebe dich, Glen."

Kurz erstarrt der Junge hinter mir, bevor er mich eng an sich zieht und meint: „Ich liebe dich auch, Sophia. Du hast mich vom ersten Tag an fasziniert und ich wusste einfach, dass du zu mir gehörst."

Spätestens jetzt gehört mein Herz vollkommen ihm. Er hat Recht: Ich gehöre zu ihm, genauso, wie er zu mir gehört. Man könnte es fast als Schicksal bezeichnen, dass wir uns begegnet sind. Fakt ist, ich werde ihn nie wieder gehen lassen.

Mit dem Umzug hierher habe ich mein persönliches Happy End gefunden. Ich habe Freunde, die mich so schätzen, wie ich bin; einen Freund, der mich liebt und Eltern, die immer für mich da sind. Alles hat sich zum Guten gewendet. Das zeigt mal wieder, dass man immer positiv denken sollte und sich das Leben so unfassbar schnell ändern kann - ins negative, aber genauso gut ins positive.



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Leute, DAS WAR DAS LETZTE KAPITEL :(
Jetzt kommt nur noch der Epilog.

Denkt an den ⭐️! <3

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