Feier
Für die beiden war der Tag anstrengen, wobei Lucifer schon vorher wusste was zu tuen sein würde.
Gegen Mittag erschienen die Händler mit ihren LKWs in der Ferne und bezogen ihr jährlichen Platzt auf einer der Wiesen am Dorfrand. Kurz darauf hielt auch schon ein Tankwagen mit Lucifers Treibstoff vor seinem Haus.
Es hat für sie eine Stunde gedauert den Treibstoffschlauch durch das Haus so zu verlegen, das man an den Tank im Keller kommt, den Tank zu Füllen und den Schlauch wieder auf zu wickeln.
Immer wieder kamen auch Fremde aus anderen Dörfern vorbei und kauften von Lucifer Werkzeuge und Waffen, mache hingegen haben auch einen Auftrag für spezielle Gegenstände bei ihm hinterlegt.
Die Sonne beginnt schon die Sonne herab zu sinken, als Lucifer die Tür zum Gasthaus erreicht. Obwohl er die Tür noch nicht einmal geöffnet hat, schallt schon das Gelächter der Dorfbewohner und der Händler heraus. Dies Spiegelt das Innere auch wieder. Dicht bei Dicht zusammengedrängt lachen alle zusammen mit Bierkrügen in der Hand. Lediglich die Drillinge haben mehrere Krüge in den Händen, wobei sie sich zwischen den Männern und Frauen hindurch zwängen müssen.
So auch Lucifer, der sich bis zum Tresen hindurch kämpfen muss. Anders als vor ein paar Tagen wird er jedoch nicht gegrüßt, da alle mit sich selber beschäftigt sind. Kurz vor dem Tresen wird er jedoch an der Schulter gepackt und zur Seite gezogen. Sota hat ihn mit einem Krug in der Hand beiseite genommen. „Und, was ist Gestern bei dem Gespräch heraus gekommen?" fragt er direkt nach. „Kann ich dir gleich erzählen, ich würde kurz die jährliche Rede halten, und dann können wir uns vor der Tür unterhalten, muss nicht jeder mitbekommen." gibt Lucifer als Antwort zurück. „Ist gut." lächelt Sota schon leicht angetrunken und schiebt Lucifer zurück auf den Weg. „Sota wieder mal." lacht er leise für sich, als er den Tresen auch schon erreicht.
„Und, Lucifer, ein Bier?" wird er direkt am Tresen von der Wirtin gefragt. Kopfschüttelnd lehnt er ab. „Ich will nur kurz die Rede halten und dann schon wieder verschwinden. Die Kleien ist noch bei mir und ich will sie ungern zulange alleine lassen." erklärt er und bekommt ein „Dann spring rauf." lachend zurück.
Wie es ihm erlaubt wurde, springt Lucifer kurzerhand auf den Tresen und verschafft sich mit „Bier ist Aus!" eine verwunderte Ruhe. „War nur ein Scherz. Anders bekommt man hier ja keine Ruhe rein." scherzt er. „Als Dorfvorsteher habe ich mal wieder die Ehre die jährliche Rede für unsere Freunde, den Fahrendenhändlern, zu halten. Dieses Jahr wird sie leider nur kurz. Jedes mal, wenn ihr kommt, erlebt unser Dorf einen Aufschwung an Verkaufszahlen durch Besucher aus anderen Dörfern. Wir verdanken euch wie immer viel, weshalb wir euch wieder mal dieses Abend schenken. Und von mir gibt es noch ein zusätzliches Geschenk: Die zwanzig letzten Krüge, die ausgegeben werden, gehen auf mich." Unter Applaus springt Lucifer wieder herab und sofort bricht das Laute Gelächter und Gerede wieder los, durch das sich Lucifer durch Kämpft, um wieder gehen zu können.
An der Tür selber wartet Sota auch schon auf ihn. „Erklär mir einfach alles auf dem Heimweg, solange kann ich auch mit dir gehen." nuschelt er leicht. „Wird aber ein wenig viel, auch wenn ich jetzt schon weiß, das du meine Entscheidung nicht magst." lacht Lucifer ernst und verlässt mit Sota das Gasthaus wieder.
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