Regen

Es war ein schwül warmer tag und er schwitze, als er aus dem Auto ausstieg. Die Sonne verkroch sich langsam hinter Regenwolken die den erlösende Gewitterschauer, welcher im Radio angekündigt wurde, mit sich brachten. Er verließ den Parkplatz und ging zur Haustür. Wieso fühlte er sich heute so niederschlagen? War es das Wetter oder steckte mehr dahinter? Er schloss die Tür auf und betrat das Haus. Es war angenehm kühl. Er ließ die Tasche in der Ecke auf den Boden aufschlagen und warf die Jacke über die Garderobe. Erschöpft ließ er sich auf das Sofa fallen und stützte den Kopf auf den Händen ab. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Irgendetwas fehlte ihm. Wie ferngesteuert ging er auf den Schrank mit den Fotoalben zu, öffnete ihn und nahm sich eines der etwas älteren heraus. Es war wie eine Reise durch die Zeit. Zurück in eine Zeit in der er nicht so einsam gewesen war wie jetzt im Moment. Zurück in eine Zeit in der das Haus zu dieser Tageszeit von Kinderstimmen erhellt wurde. Er schmunzelte, als er die Mädchen auf den Fotos entdeckte. Sie waren beide noch so klein gewesen und die ältere hätte ihre kleine Schwester gerade schon so halten können, dass diese nicht fiel. Als er eine Seite weiter blätterte nahm das beklommene Gefühl in seinem Bauch wieder zu. Auf der Seite war ein Einziges Foto. Ein Foto von ihm. Aber er hatte jemanden im Arm. Nicht etwa eines der Mädchen. Nein. Eine Frau. Er strich behutsam über das Foto und die Tränen sammelten sich in seinen Augen. Plötzlich zweifelte er an seiner Entscheidung. Sie schien ihm immer noch viel zu bedeuten, denn sonnst hätte er wohl kaum mit weinen angefangen. Die Tränen liefen und er legte schnell das Album weg, damit es nicht nass wurde. In seiner belkommenheit hatter gar nicht mitbekommen, dass es bereits zu regnen begonnen hatte. Als er aus dem Fenster sah war seine Entscheidung getroffen. Er ging ohne Jacke oder Regenschirm hinaus in den Garten. Es war ein schöner warmer Platzregen und die Sonne schien nicht mehr. Als er draußen im Regen stand begann etwas von ihm ab zu fallen. Als würde ihm jemand eine ungeheure Last von den Schultern nehmen. Als er die ersten Pfützen entdeckte begann seine Fantasie mit ihm durch zu gehen. Er sah die Mädchen, wie sie beide mit Gummistiefeln in die Pfützen sprangen und dabei einen heiden Spaß hatten. Und er sah sich selbst wieder mit dieser Frau unter einem Regenschirm. Ihr Kopf lehnte auf seiner Schulter und ihr Engelsgleiches Lachen hallte in seinen Ohren. Er trat auf sie zu und streckte die Hand aus doch er griff ins Leere. Die Scene verschwamm Wie das eigenen Spiegelbild im See, wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Stattdessen erschien eine andere Scene. Auf der Terrasse stand plötzlich ein schön gedeckter Kaffeetisch und sie saßen zu viert drum herum. Die Mädchen lachten und spielten Fangen hier im Garten. Sie rannten auf ihn zu und drehten eine Runde um ihn. Er drehte sich mit ihenen. Der Regen mischte sich schon längst mit seinen Tränen und er setzte sich auf die Gartenbank. Er lehnte sich an und genoss das  erlösende Gefühl der Regentropfen auf der Haut. Es war als könne er sich endlich von all seinen Sünden reinwaschen. Er schloss die Augen und richtete den Kopf in Richtung Himmel. Er breitete die Arme aus um es zu genießen.

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So ihr LiebenHeute mal wieder ein Geistesblitz der anderen Art. Dies Hier ist in etwa der Gegenpart von ,,Tränen Lügen nicht". Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr seid mir nicht böse, das ich in letzte Zeit so inaktiv war... sry.

L.G. coconutmilk83 

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