Chapter 14.
„hm~ n'Abend", gähnte Alucard und streckte sich genüsslich bevor er sich in seinem Sarg aufsetzte. Seit langem hatte er endlich wieder durchschlafen dürfen und das hatte ausgesprochen gut getan, mit jedoch dem Nachteil dass der Schlaf eben keinen Hunger stillen konnte. Somit schaute er sich um, auch wenn es ihm ebenso kein Essen einbrachte. „Na Alu, auch mal wach?", lächelte Zorin und sah von ihrem Handy auf, mit dem sie auf der Couch gesessen hatte. „Jaja, wie viel Zeit haben wir denn noch?" „'ne gute halbe Stunde, hast du Hunger?" „Ja,habe ich... wieso?" Zorin lächelte nur geheimnisvoll und verschwand aus dem Raum. Mit einem fragenden Ausdruck sah er ihr hinterher. Es dauerte einen Moment bis sie wieder kam. Diesmal jedoch hatte sie eine Tasse mitgebracht, aus der, für Alucard, ein betörender Duft stieg. Dann verstand der Vampir und schüttelte seufzend den Kopf. „Du hast es also doch getan..." Er deutete auf ihr, von einem Verband geziertes Handgelenk, welches ihm jedoch erst einige Momente zuvor aufgefallen war. „ehm...." „Ist ja wirklich nett das du dich so um mich kümmerst aber du solltest damit besser aufhören. Ich sage es nur im Sinne deiner Gesundheit. Denn du bist leider verdammt lecker." Zorin lachte ein wenig und sah auf den Verband. „Ich fasse das mal als Kompliment auf." „Von einem Vampir solltest du das vielleicht besser nicht als Kompliment aufnehmen sondern eher als Lebensbedrohung!" „Das trinkst du jetzt aber! Hat mich nämlich einige Überwindung gekostet, eine meiner Adern anzuritzen! Und nein, es war nicht die Pulsader...ich bin ja nicht Lebensmüde." Wieder lachte die schwarzhaarige und überreichte Alucard schließlich die Tasse, die zur Hälfte mit ihrem Blut gefüllt war. Es war zwar eigentlich nicht viel, doch würde es zumindest ein wenig den Hunger des Untoten besänftigen.„Danke, aber unterlasse es in Zukunft" „es ist auch nicht unbedingt etwas wiederholenswertes, aber jetzt trink endlich. Wir haben nicht alle Welt zeit.. " Damit ging sie zum Sofa und klappte die Sitzflächen nach oben, was ebenso den Blick des Vampirs auf sich zog, der nun an der Tasse mit dem Blut nippte. Aus diesem 'Geheimfach' zog Zorin, zu Alucards erstaunen, ein Katana mit roter Scheide hervor und den ebenso dazugehörigen Schwertgürtel. „Die Katana haben ich und Matthikan noch aus dem Verein. Eigentlich waren sie mal stumpf aber mit nachschärfen geht alles." Das Mädchen grinste, legte sich den Schwertgürtel um die Hüfte und setzte das Schwert an seinen richtigen Platz. Dann zog sie das Katana in einer schnellen, fließenden Bewegung aus der Scheide. Mit einem grinsen richtete sie die Klinge auf den Vampir bevor sie es jedoch wieder mit einem verspielten Schwung in seine Hülle gleiten ließ. „Nun komm..." Alucard, der Zorins kleines Theater mit einem schmunzeln betrachtet hatte, nickte, leckte das restliche Blut aus der Tasse und stand auf. Die Tasse stellte er dabei auf den Tisch und sein Sarg wurde ebenso mit behutsamer Sorgfalt verschlossen. Sein Weg darauf führte ihn in den Flur wo er Zorin sah, die sich gerade die Schuhe anzog. Sie schnappte sich noch schnell ihren Schlüssel worauf sie mit dem Vampir zusammen die Wohnung verließ.
Draußen wurden sie von der frischen aber noch warmen Abendluft begrüßt, die ihnen direkt ins Gesicht wehte. Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden gerade hinter dem Horizont als beide los gingen
Bei der Sache die sie da vor hatten, hatte der Nosferatu irgendwie kein gutes Gefühl. Er wusste irgendwie das heute wohl noch irgendetwas schiefgehen würde. Er konnte sich zwar keinen Reim drauf machen was vielleicht passieren könnte, doch hatte er über die Jahre stets gelernt seinem Instinkt zu vertrauen, denn dieser log ihn schließlich nicht an. „Es ist nicht weit zu Matthikan, sie wohnt ein paar Straßen weiter in einem Einfamilienhaus! Nicht unbedingt die größte Hütte, aber als klein würde ich es auch nicht bezeichnen! Ihr Bro arbeitet im Rathaus und verdient damit echt gut. Was er genau macht kann ich dir aber echt nicht sagen. Habs wieder total vergessen..", erzählte Zorin munter doch als die Antwort des Vampirs nur ein leises „mhm" war, sah sie ihn ein wenig entrüstet an. „Sag mal, hörst du mir überhaupt richtig zu?" „Nicht wirklich..." „Na, wenigstens ehrlich...", grummelte die schwarzhaarige in ihren nicht vorhandenen Bart und steckte sich die Hände ein wenig beleidigt in die Hosentaschen.
Wie Zorin schon angedeutet hatte, dauerte es nicht wirklich lange bis sie die Straße erreicht hatten in der Matthikan lebte. Alucard wiederum wusste schon auf Anhieb wo genau Matthikan wohnte, was aber nur daran lag, dass diese ungeduldig vor der Tür stand. „Sagt mal, habt ihr noch ein Kaffeekränzchen gehalten oder wieso seid ihr so spät?", fragte sie mit verschränkten Armen als die beiden ihr Haus endlich erreichten.
„Wir sind noch 3 Minuten in der Zeit also beschwere dich nicht!", erwiderte Zorin mit einer unbeeindruckten Handgeste. „Aber Aiko und Somo sind schon lange da! Jetzt kommt endlich rein."
Wie befohlen, so getan. Zusammen mit Matthikan und Alucard im Schlepptau, ging Zorin schnurstracks ins Wohnzimmer und begrüßte ihre zwei anderen Freunde. „Hey Leute", grinste schwarzhaarige wobei die beiden eben jene Geste erwiderten. Alucard hingegen blickte sich nurentgeistert um. An sich war der Raum ganz gemütlich eingerichtet. Vom Sofa aus hatte man eine entspannte Sicht auf den Fernseher, der an der Wand, neben den Fenstern hing. An der Seite des Raumes, entgegengesetzt der Fenster, standen auch einige Regale und Schränke, die sämtlichen Krimskrams beinhalteten. An der restlichen freien, cremefarbenen Wandfläche hingen einige Bilder und weitere Farbakzente wurden durch die Zimmerpflanzen gesetzt, welche vereinzelt herumstanden. Alles schön und gut an sich, wären da nicht die ganzen Verpackungsreste im Raum. Auf eben jenem Sofa stapelten sich an einer Ecke die Pizzakartons während der Tisch vor dem Sofa von weiteren Süßigkeitsverpackungen gepflastert war. Hier und da aber ragten aus den Süßigkeiten einige Plastikschalen und Metalldosen, welche wohl teilweise Salat und Ravioli beinhaltet hatten. Um dem Sofa herum lagen ebenso einige Bonbonfolien, die schon partiell durch den ganzen Raum getragen worden waren. Doch dann fiel sein Blick auf eine Bestimmte Ecke, in der absolute Ordnung herrschte. Es war ein Tisch, unweit vom Fernseher entfernt, auf dem sauber ein Stapel Mangas aufgereiht stand. In der Mitte lag ein Stapel Papier, ordentlich nach kariert, liniert und blanko geordnet. Davor lag ein Blatt, auf dem schon eine Zeichnung angefangen wurde und daneben auf der linken Seite lagen die Stifte in Reih und Glied nach Farbe sortiert. Ganz hinten stand ein Getränkehalter in dem eine Cola stand und daneben ein Teller mit ebenfalls sortierten Süßigkeiten. Wobei um den Tisch herum lag, wer hätte es gedacht, auch wieder Müll. Also ein wenig grotesk war es ja schon. „Jo Alufolie, steh hier nicht so 'rum als warteste auf den Weihnachtsmann, denn wir haben erst Sommer! Also setz dich endlich hin!", meinte Matthikan, die hinter ihm stand und, diesmal mit einem leichten schmunzeln, die Arme verschränkt hatte. Dieser reagierte nur zögerlich bevor er sich dann doch auf das Sofa sinken ließ, jedoch ein wenig abseits von den Jugendlichen, was wie immer irritierte Blicke einheimste. Mochte er sie wirklich so wenig, dass er sich nicht neben sie setzten wollte?
Alucards Blick glitt neben sich und in einer langsamen, vorsichtigen Bewegung schob er die aufgestapelten Pizzakartons vom Sofa runter. „So also irgendwelche Vorschläge für die Vorgehensweise?", fragte Somo als sich alle hingesetzt hatten und Ruhe eingekehrt war. „Wie wär's mal mitaufräumen?", grummelte Alucard. „das ist ja nicht mehr feierlich.."
„Boah, wenn's dich so stört, dann mach es doch selber. Ich hab nichts gegen ne Putze im Haus.", erwiderte Matthikan leicht gereizt, was dem Vampir ebenso nur ein zorniges knurren entlockte. „Leute, kein Streit bitte...und Matthikan...du solltest vielleicht wirklich mal aufräumen..da kann ich Alu schon verstehen..", ging Zorin schließlich dazwischen, bevor sich der Vampir und die türkishaarige noch an die Gurgel gingen. „Jaja..ich mache es ja schon noch...aber erst morgen...", murrte das Mädchen dann was von den anderen Jugendlichen nur mit einem zufriedenen nicken quittiert wurde. „So...wenn das nun geklärt ist! Ich denke wenn wir in ein Gebäude gehen müssen, dann wären Alucard, Matthikan und Zorin die Vorhut und Somo und ich blieben draußen und würden nur im Notfall eingreifen." „Keine Gute Idee...", warf Alucard ein und erhielt darauf von Aiko einen fragenden Blick. „Du hast den Hinterhalt nicht mit eingerechnet? Wir haben keine Ahnung auf was wir uns da einlassen. Wir wissen, dass wir es mit künstlichen Zombies zu tun haben, aber wie steht es mit Stärke? Geschwindigkeit? Intelligenz? Das wissen wir nicht, also könnte aufteilen tödlich enden. Wir sollten definitiv zusammenbleiben!" „Also..wenn wir das dann etwas...naja...wie in einem Spiel sehen, dann wird Alu unser Tank, ich wäre sowas wie ein Schurke..als brutaler Nahkämpfer versteht sich. Aiko wäre so etwas wie eine Jägerin, da du schließlich der Fernkämpfer von uns bist. Tja, Zorin und Matt sind dann unser Kriegerduo!", lachte Somo einwenig unbeholfen als er die entgeisterten Blicke aller anderen auf sich bemerkte. Einige weitere unangenehme Momente der peinlichen Stille zogen vorüber bis Zorin wieder das Wort ergriff. „Zwar einfragwürdiger Vergleich, da wir schließlich nicht wie in einem Spiel respawnen können aber ich denke es trifft unsere Kampfstile auf den Punkt." Matthikan und Aiko stimmten dann mit einem nicken ein, wobei nur Alucard der ahnungslose in der Gruppe blieb.
„Wartet mal kurz!", sagte dann die türkishaarige und verschwand aus dem Wohnzimmer. Stille breitete sich wieder über den Raum aus, bis Matthikan wieder kam, diesmal ebenso mit einem Katana in der Hand. Es war ähnlich dem von Zorin, doch war es in eine schwarze Scheide gehüllt. „Was nützt es Theorien aufzustellen wenn wir eh hinmüssen. Wir werden es ja sehen wenn wir da sind, deshalb wäre es das klügste einfach dorthin zu gehen.", wand das Mädchen ein worauf die anderen nickten und aufstanden. Erst jetzt bekam Alucard die Waffen der beiden anderen Jugendlichen zu Gesicht. Von hinter der Couch holte Aiko einen Hölzernen Jagdbogen mitsamt Köcher hervor. Das Griffstück des Bogens war mit Leder versehen und auf die Entfernung konnte Alucard auch feine Muster nahe dem Griffstück eingraviert sehen. Somo hingegen zog ebenso hinter der Couch einen Bambusstab hervor, welcher beidseitig mit metallenen Enden und in der Mitte mit einem zusammen geknoteten Tuch versehen war. Ein wenig verwundern tat es den Vampir schon. Bambus war zwar ein stabiles Material aber wie sollte man damit vernünftig kämpfen? „Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich Ahnung von den Kampfkünsten hätte, die du beherrschst aber wozu genau ist der Stock", fragte Alucard schließlich als seine Neugier dann doch seinen Stolz überwog. Ein wenig verwundert sah Somo den Vampir an, bevor er zu überlegen begann. Um ehrlich zu sein hätte Somo nicht wirklich gedacht dass sich der Vampir für seine Waffe interessieren würde. „Nun, im Karate ist der Stab zu eher weniger zu gebrauchen aber im Kung-Fu ist er ein vielseitiges Hilfsmittel. Er ist sowas wie ein Schlagstock, eine Haltestange und manchmal eine Fessel in einem. Außerdem hat er noch ein kleines Ass parat" Alucard nickte verstehend als er nochmal die Worte in seinem Kopf durchging. Der Punkt mit der Fessel irritierte ihn ein wenig doch, als ihm einfiel dass man ja einer Person mit einem Stab die Arme hinten festhalten konnte, machte es für ihn Sinn. „Darf ich mal..?", fragte der schwarzhaarige dann, worauf Somo ihm zögerlich den Stab überreichte. Neugierig besah sich Alucard die, für ihn, recht unbekannte Waffe. Der Stab war recht schwer, nicht so wie man es von einem Bambusstab erwartete, aber das lag wahrscheinlich hauptsächlich an den metallenen Enden. Auch diese besah er sich wobei er auch den Zweck von diesen zu verstehen begann. Sie sollten wohl das auf spleißendes Holzes verhindern und halfen beim ausbalancieren. Außerdem war der Schwerpunkt perfekt auf die Mitte des Stabes gelegt, sodass Alucard den Stab mühelos auf seinem Handgelenk balancieren konnte. Als er dann aber den Knoten lösen wollte um das Tuch zu entfernen, schnappte Somo ihm die Waffe wieder aus der Hand. „Ah! Das lässt du erst mal bleiben.. du wirst schon früh genug sehen wofür das ist" Damit wand sich der blondhaarige um zu seinen weiblichen Freunden, die Alucards neugieriges Herumspielen mit einem humorvollen schmunzeln verfolgt hatten, und hinterließ ein irritierten und irgendwie unzufriedenen Vampir.
Unglaubliche Neugier war nämlich der Feind eines jeden Vampirs und wenn etwas die Neugier eines jenen auf sich gezogen hatte, wurde es nicht in Ruhe gelassen bis das Wesen zufrieden war. Doch nun musste Alucard seine Neugier zurückdrängen und sich geschlagen geben. Er könnte zwar sich den Stab wieder etwas gewaltsamer aneignen, doch würde es das Vertrauender Jugendlichen in den Vampir schädigen und irgendwie wollte er das nicht. Schon merkwürdig. Er selbst hatte noch einige Vertrauensprobleme zu den Jugendlich und doch wollte er dass diese ihm vertrauten. Es war paradox.
Matthikan hatte sich in Zwischenzeit ebenfalls ihren Schwertgürtel geholt und umgelegt und stand nun etwas ungeduldig herum. „Da Alucard ja jetzt fertig ist mit seiner kleiner Erforschung würde ich jetzt gerne los. Ich will das schnell über die Bühne haben, da ich nur ungern um 3 Uhrmorgens nachhause komme" Ein leises amüsiertes kichern ließ Matthikan den Verursacher böse anstarren. „Was ist so lustig daran?" „Schnell wird hier wahrscheinlich gar nichts über die Bühne gehen. Euch ist schon klar das ihr ebenfalls verletzt oder getötet werden könnt? Ich habe zwar den Auftrag erhalten euch zuschützen, jedoch dürft ihr den Gedanken nicht außer achtlassen..."
Das Thema beendend ging der Untote zur Tür und öffnete diese. Zögerlich gingen die Jugendlichen hinterher und Matthikan schloss noch schnell ab, bevor diese ebenso folgte.
Wie Aiko es vorherbestimmt hatte war es ein einstündiger Fußmarsch biszum Rande der Stadt. Relativ in der nähe, begann dann das sogenannte Industriegebiet welches von einem ca. 3 m Hohen Maschendrahtzaun abgesperrt war. Direkt hinterm Zaun lagen nur alte Lagerhallen die schon scheinbar seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt wurden, so verrottet wie einige Gebäude aussahen. Unweit von der Gruppe entfernt stand ein Stapel rostiger Container, die dort wohl vor Ewigkeiten vergessen wurden. Anderswo lagen einige Hügel Bauschutt welche schon von Gras und anderen Pflanzen langsam überwuchert waren. Langsam aber sicher schien die Natur sich alles zurück holen zu wollen. Am Beton der Lagerhäuser kletterte bereits der Efeu empor und hier und da standen sogar vereinzelte kleine Jungbäume, dessen Samen der Wind wohl hergetragen hatte. In der Ferne waren jedoch viele intakte Fabriken zu sehen.
Im Zaun vor ihnen waren viele Löcher, die teilweise so groß waren, dass die Jugendlichen mühelos durch klettern konnten. Als dann nur ihnen der Wind entgegen blies nahm der Vampir schließlich einen Geruch war, der selbst ihn beinahe zum würgen brachte. Sofort bedeckte er Nase und Mund mit seiner Hand, welches nur irritierte Blicke der anderen einheimste. Ebenso verwirrt blickte er zwischen ihnen hin und her. „Sagt mal, riecht ihr das nicht?" „Wenn du den Geruch von Produktion meinst, dann ja" „das meine ich nicht" Dann erhielt der Vampir nur verwundertes Schulterzucken. „Dann denke ich nicht dass wir wissen, was du meinst.", erwiderte Zorin und Alucard beschloss ihnen mal ein wenig auf die Sprünge zu helfen. „Neben dem Fabrikgeruch rieche ich Eingeweide und Blut..und sehr viel Verwesung. Ein wenig Verwesung kann ja für mich als Vampir ganz angenehm riechen, aber irgendwie hat es ein solches Maß angenommen dass es selbst für mich absolut widerlich ist" Manchmal vergaß er dass Menschen unglaublich wenig riechen, hören und sehen konnten. Damit war er wohl oder übel dazu gezwungen ihre fehlenden Sinne zu kompensieren. Sein Misstrauen stieg jedoch als er neben dem widerlichen Verwesungsgeruch auch ein leises Klirren einer Kette in einem der Lagerhäuser wahrnahm. „Versteckt euch da!", sagte er dann und deutete auf einen der rostigen Container der zum Lagerhaus hin eine gute Deckung bot. „Ich habe was gehört, was hier wahrscheinlich nicht hingehört also zieht eure Waffen und bleibt vorsichtig. Ich geh mir das kurz ansehen!"
Matthikan jedoch sah den Vampir nur an als hätte dieser nicht mehr alle Latten am Zaun. „Ja genau, trigger die Dinger doch gleich auf uns. Außerdem wer hatte gesagt dass wir zusammen bleiben sollten?"
„Habe ich überhaupt gesagt, dass ich physisch rein gehe? Nein, habe ich nicht! Und jetzt seid still, ich muss mich konzentrieren!" Diese Worte ernteten die geballte Verwirrung, doch ging Alucard auf die Fragenden Blicke nicht ansatzweise ein. Stattdessen lehnte er sich an die Containerwand, welche dem Lagerhaus zugewandt stand, und schloss die Augen. Er atmete einige male tief durch während er versuchte sich soweit zuentspannen dass er seinen Geist frei wandern lassen konnte. Die Sicht war trüb, teilweise unscharf oder fragmentiert, doch war sie klar genug dass er sich orientieren konnte. Sein wandernder Geist war vergleichbar mit vielen Armen welche um sich herum griffen und alles untersuchten was sie zu greifen bekamen. Somit rekonstruierte Alucard mehr die Umgebung um sich herum anstatt sie wirklich zu sehen. Ebenso nahm er zur Notiz wie er dem Lagerhaus immer näher kam. Doch jeweiter er schritt desto schwerer wurde es für ihn seine Position zuhalten. Wenige Meter vor der Lagerhalle durchzuckten starke Schmerzen seinen Kopf. Er hatte seine Grenze erreicht. Näher kam er nicht ohne dass er sich in ernsthafte Gefahr brachte. Erneut durchzuckten ihn die Schmerzen und blitzartig zog er seinen Geist zurück. Er keuchte, sackte für einen Moment in sich zusammen und hielt sich, den nun vor Schmerz pochenden, Kopf. „das war knapp..", zischte er, wobei die Jugendlichen nicht wirklich verstanden was gerade geschehen war. Teilweise wurde er sogar mit einer gewissen Sorge gemustert, vorallem von Zorin und Aiko. „Was hast du überhaupt gemacht?", fragte schließlich Somo und tat es damit für alle anderen gleich mit. „Ich habe Astralprojektion angewendet. Das ist eine Fähigkeitwo der Körper an Ort und Stelle bleibt aber sich der Geist freibewegen kann. Doch da diese Fähigkeit nichts ist, was ein Vampir normalerweise können muss oder braucht, ist mein Bewegungsradius sehr klein! Ich hätte zwar fast das gleiche mit meinen Schatten machen können doch damit hätte ich mich von euch wegbewegt.." Mit dieser Erklärung wurde Zorin neugierig. „Also ist diese Fähigkeit angelernt? Und was passiert wenn du es schaffst diesen Radius zu überschreiten?" „Im Grunde muss jede Fähigkeit gelernt werden aber ich weiß wie du das meinst also Ja...sie ist angelernt... Doch schaffe ich es nicht diesen Radius zu erweitern und wenn ich es doch schaffe diesen Radius mit Zwang zu überschreiten kann es ganz schön mies für mich ausgehen.. Es ist eine viel zu große Belastung für meinen Geist und die Verbindung zwischen Körper und Geist würde reißen. Das ist mir bis jetzt zweimal passiert und jedes mal bin ich für einige Tage ins Koma gefallen... Die Verbindung zwischen Geist und Körper ist bei Vampiren wohl um einiges stärker, weshalb wir damit mehr Probleme haben als Menschen. Ich habe nicht viel sehen können also müssen wir da wohl auf Gutglück rein!" „Wow..warte kurz! Jeder Mensch kann Astralprojektion lernen?", fragte dann Matthikan als Alucard gerade mit seiner Casull im Anschlag die Deckung verlassen wollte. Dieser zuckte allerdings nur mit den Schultern. „Keine Ahnung ob alle Menschen es lernen können, ich weiß nur dass es einige wenige Menschen gibt die das können und die haben einen um einiges weiteren Bewegungsradius als ich..aber jetzt kommt.."
Mit einem nun milden grinsen auf den Lippen lief erschließlich aus der Deckung, die beiden Katanakämpferinnen wie ein Schatten hinterher. Mit ein wenig Verzug folgten dann Aiko und Somo, wobei die rothaarige schon leicht einen Pfeil im Bogen gespannt hielt.
Die Tür zum Gebäude war geschlossen und selbst Alucard die Tür leicht ausstoßen wollte, tat sich nichts. Sich nicht weiter damit beschäftigen wollend, trat er schließlich die Tür auf, wobei die rostigen Angeln brachen und die Tür mit einem scheppern auf den rissigen Betonboden aufschlug. Der Geruch der ihnen in einem Schwall entgegen kam, war genau der den Alucard auch schon zuvor beschrieben hatte und entlockte allen Jugendlichen ein kurzes würgen. Alucard währenddessen reagierte da doch wieder gefasster, wobei er ja auch den Moment zuvor hatte, bei dem er seine Nase hatte vorbereiten können.
Der Blick in die Halle offenbarte jedoch sofort die Ursache des üblen Gestanks und eben jene ließ bei jedem der jungen Kämpfer einen Schauer über den Rücken laufen. Hatten sie es sich doch um einiges leichter vorgestellt dem Tod in die Augen zu blicken. Weder wurden sie von Zombies noch von etwas anderem angegriffen, doch befand sich vor ihnen das reinste Blutbad! Rund herum auf dembrüchigen Steinboden lagen einige tote, fast schon zerfetzte Körper, die Innereien und Gliedmaßen meist nicht mehr am richtigen Platz und dekorativ verteilt. Doch nicht nur das! Selbst aus der Entfernung konnten die Jugendlichen die mehr als deutlichen Fraßspuren sehen welche nichts mit dem fortgeschrittenen Stadium der Verwesung zutunhatten. Einige dieser Körper mussten wohl schon seit Wochen, gar schon Monaten rumliegen. Misstrauisch trat Alucard einige Schritte in die Halle und blickte sich aufmerksam um. Neben Tonnen und Containernstanden auch einige Fahrzeuge in der Halle herum, wovon jedoch keineswirklich fahrtüchtig aussah. Neben dem Geruch der Verwesung nahm Alucard schließlich auch den Geruch von Benzin wahr. Es roch allerdings sehr alt und damit hoffte Alucard dass die Brandgefahr vorüber war. „Kommt schnell und haltet die Augen offen, hier stimmt etwas nicht!" Er bewegte sich auf einen Container zu, der scheinbar zu einem Schutzkäfig und Büro umfunktioniert worden war wobei die provisorisch montierte Gittertür aufgebrochen war. Darin war ein kleiner Tisch mit einigen wenigen Papieren, die für Alucard keinen Sinn ergeben zu schienen, weshalb er sie nicht genauerbetrachtete. Dann sah er neben den Tisch wo eine weitere Leiche lag. Der Schädel war irgendwie aufgebrochen worden und leer, das selbe galt dem Bauchraum. Stattdessen scheuchte Alucard mit seinen Bewegungnur einen Schwarm an Fliegen auf und mit mildem Ekel erblickte er auch die Maden welche durch das restliche Fleisch krochen. Eine Identifikation war mit diesen Leichen wohl eine Unmöglichkeit so zerbissen und verwest wie sie waren. Es war ja nicht mal mehr zu erkennen ob sie Mann oder Frau waren. „Tja, was auch immer hiergefressen hat, hatte wohl einen Aufpasser der jedoch hier ebenfalls das Grab gefunden hat!", meldete sich Alucard erneut. Langsam trat er wieder aus dem Container raus und sah die Jugendlichen die nahbeieinander standen und mit Angst und Ekel die Leichen anstarrten. Mit einem schmunzeln sah er jedoch wieder auf eine andere Leiche. Die Bissspuren waren Menschlich, doch hatten sie irgendwie auch neben den Menschenzähnen tiefe Risse hinterlassen. Was war das bloß für ein Gebiss? Vorallem aber.. wo waren diese Wesen? Wurden sie verlagert? Jedoch weiter kam er in seinen Überlegungen nicht, als er etwas dumpf zu Bodenfallen und Aiko mit Zorin aufkreischen hörte. Blitzartig war er herumgefahren und sofort waren alle blicke auf denangenagten Schädel versammelt, der von der Decke gefallen zu sein schien. Alarmiert blickten der Vampir sowohl auch die Jugendlichen zeitgleich nach oben.
Den unerfahrenen Kämpfern blieb bei dem was sie sahen beinahe das Herz stehen. An Ketten hatte man dort wohl mit voller Absicht die Leichen hingehängt und die wenigen die man am Boden fand, waren wohl von den Ketten herunter gefallen. Jedoch war es nicht das einzige was dort hing. An den Leichen hingen ebenso Leichen, die jedoch mehr lebendig als Tod aussahen. Einige hatten Körperteile verloren, jedoch im Gegenzug besaßen sie an den Fingernlange gebogene bald metallene Krallen und aus den Mündern traten ebenso metallene Zähne. Im Grunde sahen diese Kreaturen, welche die Gruppe von oben herab anstarrten, genau so aus wie man sich einen klassischen Zombie vorstellen konnte. Von den Metallteilen mal ganz abgesehen. Als die Wesen sich dann begannen zu bewegen, verloren Alucard und Aiko keine Zeit mehr auf sie zu schießen. „Auf den Kopf zielen, Aiko!" „Schon klar!", rief Aiko zurück, die schon von Anfang an ihre Pfeile präzise, meist durch die Augen, in die Gehirne der Viecher jagte. Mit einer gewissen Anerkennung bemerkte Alucard ebenso wie sehr diese Taktik zu fruchten schien. Die Abgeschossenen fielen nämlich wie reifes Fallobst von den Ketten herunter und regten sich anschließend nicht mehr, wobei die drei Nahkämpfer immer wieder den fallenden Körpern ausweichen mussten. Gleichzeitig sprang Aiko aber zwischen den Toten umher und sammelte die Pfeile wieder ein die sie auch direkt wieder verschoss, somit schien sie unendlich schießen zu können. Auch Alucard gab einen Kopfschuss nach dem anderen doch kam es zu dem Moment, in dem Alucard nachladen und Aiko kurz verschnaufen musste. Dieser Moment der Feuerpause wurde jedoch sofort genutzt und die Wesen ließen sich mit Absicht von den Ketten und Leichen fallen. Innerhalb der kürzesten Zeit war die Truppe von ihnen eingekreist. Mit nervösen und teilweise zittrigen Fingern umfassten Matthikan und Zorin ihre Katana fester. Als Alucard das sah, glitt sein Blick hinüber zu Somo doch dessen Anblick verwirrte ihn. Somos Augen waren geschlossen und auch wenn er in Verteidigungsposition war, war seine Aura und seine gesamte Ausstrahlung komplett entspannt. Alucard wusste zwar dass man bei den Kampfkünsten, die der Junge beherrschte, eine enorme Körperbeherrschung brauchte, doch nicht mal er schaffte es eine soperfekte, gefühllose Fassade aufzubauen, wie der Junge es schaffte. Zumindest gab es bei ihm während eines Kampfes immer noch den ein oder anderen Gefühlsfunken von Spaß oder Langeweile in seinem Gesicht. So langsam fand er immer mehr Gefallen an diesem chaotischenHaufen, doch die Gedanken in denen er war, ließen ihn unaufmerksam werden.
Somit versprachen sich die Zombies oder was auch immer sie waren, eine leichte Beute und stürzten sich auf den Vampir. Alucard, der sich gerade wieder fokussierte, wich noch gerade aus und sah Matthikan und Zorin vorpreschen. Die beiden reagierten komplett instinktiv und synchron zueinander. Zorin, die zu Matthikans blinder rechten Seite war, bewegte sich genau so wie Matthikan. Mit sauberen Schnitten trennten sie die Köpfe von den Körpern, einiger Kreaturen ab, noch bevor diese überhaupt wussten wie ihnen geschah. „Wer sagte wir sollen Aufmerksam bleiben?", tadelte Matthikan und wischte sich das dreckige Blut aus dem Gesicht, genau so wie Zorin, die allerdings nur lächelte. Dann schaute sie allerdings zu Somo. „Hey Somo, wach auf und helfe mal mit! Ich glaube hier brauchen wir keine Hemmungen haben die umzubringen. Haben die ja auch nicht" Nun schaute auch Alucard wieder zum blondhaarigen Jungen. „Okay!", erwiderte dieser mit einer für ihn untypisch festen Stimme.
Seine Aura veränderte sich so blitzartig dass es selbst Alucard einen Schauer über den Rücken schickte. Die entspannte Aura wandte sich fast wie auf Knopfdruck in eine dunkle, absolut gefährliche und fast schon wahnsinnige Präsens. Der Junge öffnete die Augen und Alucard dachte für einen kurzen Moment, er würde einen Fremden vor sich haben. Sein Blick war fest und irre, seine Lippen gespalten in einem manischen grinsen. Somo, oder wer auch immer das vor ihm war, schaute durch die Runde und blieb kurz bei Alucard stehen um ihn beinahe zu taxieren. Es war keine direkte Furcht, die der Vampir verspürte, eher war es Respekt und instinktives Unwohlsein welches sich in ihm ausbreitete. War das noch die selbe Person die er kannte? Die Wesen hatten wohl auch diesen Aurenwechsel gespürt, denn sie waren für einige Momente erstarrt. Sie schüttelten es jedoch schnell wieder ab und ordneten den Jungen als neues ziel ein, worauf sie sich auf ihn stürzten. Das grinsen des Jungen wurde allerdings nur breiter und geschickt schwang er den Stab um seinen Körper, ließ ihn einige Male um seine Handgelenke kreisen, hielt sich die Kreaturen damit vom Leib.
Dann ging er in den direkten Frontalangriff. Zunächst kämpfte er bloß mit Händen und Füßen doch als er damit nur gemäßigten Erfolg hatte, drehte er den Stab erneut um seine Arme bevor er ihn hoch warf, ihn mit beiden Händen in der Mitte wieder auffing und auseinander zog. Das Tuch, welches die Mitte der Stabes geziert hatte, segelte achtlos zu Boden und innerhalb eines Momentes war aus einem Stab zwei Wakizashis geworden. Wie auch schon zuvor ließ Somo nun auch die entblößten Klingen, in einem gefährlichen Schauspiel, um sich herum kreisen. Dann sprintete er vor, rannte lachend in die Wesen und ließ seine Klingen durch seine Gegner gleiten. Auch Matthikan und Zorin nahmen es als eine Einladung, wieder den Tanz des Todes zu vollziehen. Die Momente des Zweifelns waren komplett dahin geschwunden und mit einem besorgniserregenden Vergnügen ließen auch sie ihre Katanas durch alles gleiten was sich ihnen entgegen stellte. Wie sehr unterschätzt hatte er diese Gruppe bitte?
Jedoch nachdem er zum wiederholten Male ein neues Magazin einlegen musste, wurde ihm mit einem Mal schlagartig bewusst wieschnell seine Munition leer gegangen war.
„Kinder! Ich denke ihr solltet hier raus! Auf Dauer schafft ihr das nicht! Draußen haben wir eine bessere Chance, vor allem da ich dort auch großflächiger angreifen kann! Ich halte euch den Rücken frei." „Klar! Somo! Mache du uns den Weg frei, okay?!", rief Aiko ihrem Freund zu, welcher jedoch nur noch breiter grinste. „Aye"
Schnell hatte Somo in seinen zuvorigen Bewegungen gestoppt und richtete seine Klingen auf die Wesen, welche ihnen den Weg versperrt hatten. Die einen zerteilte er, die anderen trat er nur achtlos zur Seite. Eines der Wesen hatte er in einen alten Geländewagen geschleudert. Sonderlich zu kümmern schien es das nicht, denn es rappelte sich fast sofort wieder auf, doch hatten seine unbeholfenen Bewegungen einen weiteren Effekt. Kaum wollte es wieder losspringen, brach der Tank des Wagens unten heraus und zerschellte auf dem Boden. Dann gabes einen heftigen Blitz und ein ohrenbetäubender Knall. Die Druckwelle, welche sich darauf ausgebreitet hatte, stieß dabei allesum was nicht niet und nagelfest war. Fast sofort standen etliche Tonnen und Kisten in Flammen. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus, einige Wesen waren durch die Explosion buchstäblich getoastet. Wie durch ein Wunder waren die Jugendlichen, bis auf die anfängliche Orientierungslosigkeit, einen gewaltigen Tinnitus im Ohr und kleinere Schnitt-/Schürfwunden, unversehrt.
„Raus hier! Wir lassen sie verbrennen!", rief der Vampir, nachdem auch er wieder Orientiert genug war um sich aufzurappeln. Begierig leckten die Flammen schon am Gemäuer und es würde definitiv nicht mehr lange Dauern bis der Rest des Gebäudes auch noch hochgehen würde. Die Methangase der Verwesung würden ihr übriges tun. Schnell sprinteten die Jugendlichen in die Freiheit.
„Scheiße, wo ist Matthikan!?", rief Somo erschrocken, der seit der Explosion wiederin seinem normalen selbst war. „Sie ist da noch drin?! B-bei Feuer bekommt sie Panik! Ich muss sie holen!" Mit einem mal packte Zorin die Panik um ihre Freundin doch bevor sie Hals über Kopf wieder zurück in die Flammen rennen konnte, wurde sie von Alucard zurückgehalten. „Lass das! Ich mach das!", erwiderte der Vampir ruhig und sah zum Eingang. Warum war sie denn nicht mit raus gelaufen? „Dann nimm das bitte.", meinte Zorin leise und drückte ihm ihr Katana in die Hand. Alucard nickte bloß und lief sofort wieder ins Lagerhaus rein. Die Hitze der Flammen war unerträglich und der sich immer weiter ausbreitende Rauch machte eine klare Sicht unmöglich. Hektisch blickte sich Alucard um, suchte nach dem Mädchen. Bei solch einem Rauch würde sie nicht lange am Leben bleiben, mit diesen Kreaturen noch weniger! Nach wertvollen Momenten hatte er sie aber endlich entdeckt. Sie war an die Wand des Containers mit dem Tisch gepresst und war von den Kreaturen umzingelt. Der Rauch kratzte in ihren Lungen und es wurde immer schwerer frei zu atmen, doch hatte sie zitternd den Griff ihres Schwertes umfasst, in der Panik nicht fähig sich zu bewegen.
Schon wieder. Schon wieder war sie in einem Gebäude gefangen dass in Flammen stand. Doch eines war sicher! Diesmal würde sie sterben. Gerade als sich diese Monster, die sich der Gefahr des Feuers nicht bewusst waren, auf sie stürzen wollten, schien es als würde ihr gesamtes bisheriges Leben vor ihrem inneren Auge vorbei ziehen. und jedes mal wenn sie eine Person darin sah, konnte sie nicht anderes als eine mentale Entschuldigung auszusprechen. An ihren Bruder, an ihre Freunde, an jede Person die ihr jemals nahe stand. Doch anstatt dass sie Krallen und Zähne spürte, die sich begierig in ihr Fleisch rammten, hörte sie nur Metall auf Metall schlagen.
„Alles okay, Matthikan?" Erschrocken riss sie die Augen wieder auf nur um den Vampir vor ihr zu sehen, der mit zwei Schwertern, wobei sie das eine als Zorins Katana identifizierte, ihre Angreifer auf Abstand hielt. Mit einer schnellen, eleganten Bewegung hatte er die vorderste Reihe um ihre Köpfe erleichtert und scheuchte den Rest damit wieder von sich weg. „A-Alucard...", hauchte Matthikan tonlos, noch immer unfähig sich in ihrer Panik zu bewegen. „B..Bring mich hier raus, bitte!" Alucard nickte nur und schnitt wieder einige der Monster nieder welche sich wieder auf sie stürzen wollten. „Ich habe ja gesagt, ich werde versuchen zu verhindern das euch was passiert!" Alucard's zweites Schwert, welches Matthikan nur flüchtig als zweischneidiges Breitschwert einordnen konnte, löste sich so wie sein ganzer Körper in Schatten und manifestierte sich in einen wahrlich riesigen Hund. Das Tier war locker so groß wie Matthikan selbst und selbst die Zombieartigen Wesen schienen für einen Moment irritiert bevor sie jedoch wieder in den Angriff über gingen. „Spring auf..", sagte der Vampir in der Hundegestalt ruhig wo durch Matthikan endlich aus ihrer Starre erwachte. „was..?" Alucard knurrte und streckte weitere Wesen mit Zähne und Krallen nieder. „Du willst dass ich dich raus bringe also spring schon auf meinen Verdammten Rücken! Ich muss mich schon sowieso schon überwinden also mach endlich!" Matthikan nickte nur schnell, schnappte sich Zorin's Katana vom Boden, sprang auf den Rücken des Hundes und krallte sich in seinem Fell fest. Kaum saß sie sicher auf seinem Rücken, machte er schon einen großen Satz über seine Angreifer hinweg und sprintete geradewegs auf den Ausgang zu. Matthikan hingegen krallte sich bloß nur noch fester in das schwarze Fell, senkte ihren Kopf und kniff die Augen zusammen. Es dauerte nicht lange da wurden sie auch schon wieder verfolgt. „Wenn ich sage dass du von meinem Rücken sollst, dann mach es bitte so schnell es geht, ja?", keuchte der Hund under spürte Matthikan in seinem Rücken nicken. Kaum hatten sie die Flammen vor dem Eingang überwunden, rief der Vampir :„Jetzt!" worauf Matthikan gehorchte und von ihm runter sprang. In der selben Bewegung bremste er rapide ab, verwandelte sich zurück, ließ jedoch einen Arm in den Schatten. Sofort schossen eben jene auf einen der Container zu und hoben diesen mit einer gewissen Leichtigkeit an, worauf Alucard diesen vor den Eingang des Lagerhauses katapultierte um ein entkommen dieser Biester zu verhindern. Kaum darauf war einscheppern dahinter zuhören und ein kratzen an der Metallwand. Es warnur noch eine Sache der Sekunden als im Gebäude ein Knall und einZischen, ähnlich dem einer abgeschossenen Feuerwerksrakete, zu hören war. Ein sofort folgende Druckwelle verschob sogar den Container einwenig und ließ das Gemäuer erzittern. Im Gebäude selbst war es nun gespenstisch still.
„Matthikan!", rief Zorin erleichtert aus und fiel ihrer Freundin um den Hals, als sich die Jugendlichenvon dem feurigen Spektakel losrissen. Auch Aiko und Somo sah man an, das ihnen bald eine ganze Gerölllawine vom Herzen fiel und auch sie kuschelten sich von der Seite an ihre Freundin ran. Alucard besah sich das ganze nur mit amüsiertem lächeln. Nach kurzer Zeit traten sie aber von ihrer Freundin wieder weg. „Hey Zorin, dein Katana.", murmelte diese darauf und überreichte der schwarzhaarigen wieder ihre Waffe. Diese nickte dankend und steckte es zurück in seine Scheide.
„Das Freudenfeuer da drüben ist ziemlich auffällig, meint ihr nicht? Wir sollten uns deshalb schleunigst vom Acker machen bevor uns noch irgendwer sieht oder die Feuerwehr hier aufkreuzt.", sagte Alucard als sein nachdenklicher Blick zum Gebäude schweifte welches lichterloh brannte. Dann wandte er sich um und begann schon wieder Richtung Zaun zu laufen. Erschrocken zuckte er aber zusammen als er spürte wie sich plötzlich von hinten Arme um seine Taille legten und sich jemand an seinen Rücken lehnte. Blitzartig wollte er herum fahren, hielt aber inne als er Matthikan sah, die Tränen in ihren Augen hatte. Was war denn jetzt los? „Hast du dich denn eigentlich nie gefragt, warum ich in meinem Alter schon so viele Tatoos trage?" Zwar war es eine Frage doch wartete das Mädchen nicht mal ansatzweise eine Antwort ab. „S-sie sind nur dazu da die Erinnerungen zu verdecken die sich in meine Haut eingebrannt haben!", flüsterte sie leise. Es dauerte einen Moment bis er verstand doch dann sah er sie ein wenig geschockt an. Sie hatte so etwas also schon einmal miterlebt. Das erklärte ihre Angst doch half es ihm nicht dagegen dass er seine eigenen Furcht nicht mehr länger unterdrücken konnte. „ich verstehe...aber.. kannst du mich jetzt bitte loslassen?" Er spürte sie in seinem Rücken nicken bevor sie ihn nochmal fest umarmte und ihn schließlich wieder los ließ. „Aufjedenfall... ähm... danke..", murmelte Matthikan die sich schnaufend die Tränen aus den Augenwinkeln wischte. „k-kein Problem!", erwiderte Alucard schnell als er schleunigst Abstand zwischen sich und dem Mädchen brachte. Somo grinste allerdings wieder sein typisches grinsen wenn er an etwas perverses dachte. „Oh wow...Respekt! Jetzt hat unser Vampir schon zwei Girls am Start, nicht schlecht!" „HALT DIE KLAPPE, SOMO!!", fauchte Matthikan direkt gereizt bevor sie jedoch etwas anderes stutzig machte. „Was genau meintest du eigentlich damit als du sagtest du müsstest dich überwinden?" . „Das ist nicht so wichtig in anbetracht dessen dass wir hier wirklich verschwinden sollten, also vergiss es", murrte der schwarzhaarige wobei es Matthikan nicht so ganz zu überzeugen schien. Dennoch war auch ihr die Wichtigkeit ihres Verschwindens bewusst weshalb die Gruppe auch keine Zeit mehr verlor und das Feld räumte. Sie konnten nur hoffen das der Brand kein großes aufsehen erregte doch dies würde sich erst in den nächsten Tagen zeigen.
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Welp....dieses Kapitel war echt nervig zu überarbeiten...mal angesehen davon dass es bis jetzt das längste Kapitel in dieser Story ist mit seinen 6200 wörtern...meh
Naja, eigentlich sollte das Kapitel schon viel früher erscheinen doch hatte ich zuvor erstmal wieder ein Motivationsleck ._.
naja, zumindest bin ich jetzt damit fertig und ich bin froh drum
Bleibt immer fresh
Lesen uns wieder
Eure Laskume dragon
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