Kapitel 17
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht was passiert ist, aber es war das erste Mal, das ich sie so verängstigt gesehen habe. Es war das aller Erste Mal, das sie ich so sah. In den vier Monate hatte sie nicht viele Emotionen gezeigt, sie war meist einfach nur ruhig, machte ihr Ding und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Aber als sie rein stürmte, sah sie in den Moment so aus wie jemand der um sein Leben gerannt war. Ich weiß nicht, was ihr passiert ist. Ich weiß nicht mal, was sie gesehen hat. Aber ich weiß das sie mich angelogen hatte. Sie log das es einfach nur ein gemeiner Mann war, irgendwas ist passiert, aber ich weiß nicht was. Als ich sie in meine Arme hielt, war sie so klein und zerbrechlich, als würde eine einfache Berührung sie zerbröckeln lassen. Mir ist schon eine Weile aufgefallen das sie in ihren Gedanken vertieft war, als würde sie etwas bedrücken. Ich weiß aber nicht, was sie bedrückte. Immer wenn ich sie darauf ansprach, sagte sie das alles gut sei. Ich frage mich, ob ihre heutige Reaktion was damit zu tun hatte. Wird sie bedroht? Vor was hatte sie Angst? Ich weiß es nicht. Aber wenn sie von jemand bedroht werden sollte, hätte das FBI doch schon gemerkt. Aber was war es dann?
Wofür hatte sie jetzt Angst? Den ganzen Tag lang, sagte sie kaum etwas. Sie arbeitete wie ganz normal weiter, die Kunden sprachen mit ihr. Sie unterhielten sich und hin und wieder machten sie ihr Komplimente, was sie zu einem Lächeln brachte. Es ist schön anzusehen, dass sie sich wohl hier fühlte und trotzdem lächeln konnte. Ich bewundere es das sie nach diesem Schreck normal arbeiten konnte, dass sie immer noch hier stand und lächelte. Das bewunderte ich. Nicht jeder könnte so schnell sich zusammenreißen und jetzt so tun als wäre nichts. Gleichzeitig fragte ich mich, ob sie nicht genau deswegen etwas verbirgt. Vielleicht hatte Akai recht und sie war jemand der zur Organisation gehörte, wenn sie so gut darin war ihre Emotionen versteckte. Wenn sie wirklich eine gute Schauspielerin war... war ihr Funkeln in ihren Augen für mich dann auch nur eine Lüge? Eine Lüge wie ich es tue? Wie ich jeden Tag hier in dieses Café komme und meine Rolle als Toru Amuro spiele? Es fühlte sich schrecklich an, darüber nachzudenken. Ich wendete meinen Blick von ihr ab und kochte Kaffee.
Der Tag verlief ohne Probleme. Die Gäste kommen und gehen. Eigentlich nicht wirklich mal was Erwähnenswertes. Conan und Akai waren heute nicht zu sehen, auch kein Subaru Okiya, bei dem ich 100 prozent sicher bin das es sich um Akai handelt. Verdammt nochmal wo ist das Problem, wenn er mir sagen kann das er es ist! Es ist nicht so als wüsste ich nicht, dass er am Leben ist! Dieser Scheißkerl geht mir auf die Nerven! Aber ich sollte meine Gedanken nicht an diesem Kerl verschwenden, ich sollte mich jetzt wirklich auf die Arbeit mich konzentrieren. Ich sollte schließlich nicht Nessi alleine arbeiten lassen. Nicht, nachdem ich sie heute so verängstig gesehen habe, auch wenn sie gerade ihr Bestes gab es niemand zu zeigen. Ich bewundere diese Stärke. Ich möchte das sie sich sicher fühlt und ihr diese Angst nehmen, was auch immer passiert ist. Langsam wurde es ruhiger und wir hatten nur noch zwei Gäste da. Irgendwann saß Nessi dann an der Theke und trank ein Glas Eiskaffee. ,,Geht es dir besser?", fragte ich sie dann lächeln. Sie sah erschöpft aus, aber sie lächelte dann mich sanft an.
,,Ja, danke dir", kam es als Antwort. Ich konnte nicht wirklich meine Augen von ihr abwenden. Obwohl sie so erschöpft war, trotz allem, lächelte sie mich war man als würde für sie in diesen Moment alle Sorgen dieser Welt verschwinden. Diese Sorgen, die sie mit sich trägt... ich frage mich ob ich sie ihr irgendwie nehmen kann. Aber je länger ich meine Zeit mit ihr verbringe, desto mehr frage ich mich, was hinter dieser Fassade steckt. Irgendwas versteckt sie, das ist klar, aber was genau. Sie trank gerade aus ihrem Eiskaffee und es fühlte sich alles so friedlich an. Indem Moment kam mir kurz die Frage auf, ob dieser Frieden überhaupt anhalten würde, wenn ich die Wahrheit herausfinden würde. Was wäre, wenn dieses Geheimnis alles zerstören könnte. ,,Sag mal Ness---", ich konnte meine Frage nicht beenden. Plötzlich sprang sie auf und sah mit weit aufgerissenen Augen hinaus. Ihr Körper zitterte und der Eiskaffee fiel scheppern von der Theke. ,,Alles gut Nessi?! Was hast du?!", fragte ich erschrocken. Was hatte sie plötzlich?! ,,Was zur...", murmelte sie ungläubig. Ihre Augen nach draußen gerichtet. Ich versuchte ihren Blick zu folgen, doch sie stürmte bereits hinaus. ,,NESSI!", rief ich hinter her, aber sie stürmte bereits aus dem Eiskaffee. Wo wollte sie hin!? Was hat sie gerade gesehen, dass es sie so sehr aus der Bahn geworfen hatte?!
Wohin wollte sie?! Ich rannte ihr schnell hinterher, doch sie war nicht so weit wie ich dachte. Sie ist nicht weit gekommen, eigentlich nur paar Meter weg vom Café. ,,Nessi!", versuchte ich es nochmal, aber dann sah ich es. Sie hielt eine Person fest. Ein junges Mädchen mit pechschwarzen Haaren und eine goldene Brille.....................................
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